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“Der Fokus auf Nachrichten ist eher hinderlich”

Es müssten von den Verlagen zügiger Visionen entwickelt werden, was Journalismus in der Zukunft heißt, die dann von der mittleren Ebene auch umgesetzt werden.

Mit der Digitalisierung seien noch immer viele deutsche Medienhäuser überfordert, glaubt Online-Journalistin Mercedes Bunz (The Guardian, vorher Chefredakteurin Online beim Berliner Tagesspiegel) – und spricht im Interview über Änderungen die notwenig sind und Vorbilder.
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28.07.2010 | Kommentar schreiben

Netzneutralität: Telekom will Geld von großen Netz-Anbietern

Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig

sagt Telekom-Chef René Obermann im Manager Magazin, und meint damit nicht Inhalte, sondern die Transportwege von Inhalteanbietern zum Endkunden. Die Telekom will Anbieter von Datenintensiven Diensten, wie Google, YouTube oder Apple (AppStore) künftig für die Belastungen ihres Datennetzes zur Kasse bitten. Damit stellt sich Obermann an die Seite des Telefónica-Chef César Alierta, der Anfang des Jahres ähnliches gefordert hatte.
Die beiden Carrier-Chefs starten damit auch in Europa die Debatte um Netzneutralität, welche in den USA seit geraumer Zeit bereits geführt wird. Sollten Carrier Geld von Anbietern für die Nutzung der Infrastruktur verlangen, könnte dies dazu führen, dass neue Anbieter ohne großen finanziellen Hintergrund nicht erst an den Markt drängen könnten und sich so Zwangs-Informationsmonopole bildeten.
heise, Golem

21.07.2010 | 3 Kommentare

Drei Stufen als Stolperfalle für Öffentlich-Rechtliche ist Verlagen nicht genug

Es ist schon eine Farce. Auf der einen Seite muss jeder Bürger mit Fernsehen, Computer und Handy GEZ-Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender zahlen. Auf der anderen Seite beschneidet die letzte Änderung des Rundfunkstaatsvertrags die Sender von ARD und ZDF aber vor allem im Internet in einem bisher nicht bekannten Ausmaß. Sendungen dürfen nur 7 Tage im Netz vorgehalten werden, Serviceangebote müssen beschnitten werden und gewisse Angebote dürfen nur für bestimmte Zeiträume im Netz verweilen. Größter Treiber hin zum vom Gebührenzahler bezahlten, aber nicht abrufbaren Inhaltsangebot, sind die Verlage bzw. deren Verbände – sowohl auf europäischer, als auch auf deutscher Ebene. Die Lobby der Verleger stemmt sich gegen die Ausbreitung der Öffentlich-Rechtlichen ins Netz, denn – so das Argument – dadurch würden den privaten Verlagen im Netz Reichweite und Umsätze abgegraben.
Nun haben u.a. WDR.de und tagesschau.de ihre Internet-Angebote massiv zusammengestrichen und gelöscht – eine Aktion, die bei Informationsangeboten im deutschsprachigen Netz wohl ohne gleichen ist. Nachdem nun die Gremien des vorgeschriebenen Drei-Stufen-Tests die ÖR-Netzangebote in ihrer geschmälerten Form durchgewunken haben, wittern die Verlage “Vetternwirtschaft”: Viel zu unkritisch seien die Web-Angebote abgenommen und genehmigt worden schimpfen Dietmar Wolff, BDZV und Hubert Burda, VDZ.

Damit geht ein Kampf in die nächste Runde, der mit dem Umbau der GEZ noch schärfer werden dürfte: Wenn jeder Bundesbürger statt eine Gerätepauschale für Rundfunk-Empfang eine Kopfpauschale für die Vierte Macht im Staat zahlen muss, hat jeder auch das Recht auf Information – egal ob im Fernsehen oder im Netz.

Übrigens: Springer hat von Januar bis Juni ein Ergebnis vor Steuern von 261,2 Mio Euro erwirtschaftet – 61% mehr als im Vorjahr. Thomas Knüwer hat vor ein paar Tagen mal zusammengetragen, welchen Gewinn die Online-Ableger diverser Zeitungen machen.

21.07.2010 | Kommentar schreiben

Game Changer? Oder Spielzeug?

Die iPad-App Flipboard will ändern, wie wir Social Media auf dem iPad konsumieren. Kann sie das? Olymp-A-Blogger Robert Scoble zeigt sich überzeugt.
Selbst sehen, selbst ausprobieren. Die App ist kostenlos im AppStore von Apple erhältlich.

Ausführlich: BasicThinking und The Next Web.

21.07.2010 | 4 Kommentare

Was Facebook im Inneren zusammenhält

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat mit seinem sozialen Netzwerk die Konkurrenz meilenweit abgehängt. Jetzt wird er selbst Google gefährlich und ist auf dem Weg zum Herrscher des Internets.
In der Wirtschaftswoche wagt Matthias Hohensee Ein Blick hinter die Kulissen.

19.07.2010 | Kommentar schreiben

Fernseh-Doku “Die digitale Bombe”

Das Internet als Medium des 21. Jahrhunderts bringt die ganze Welt zusammen – und trennt sie gleichzeitig. In einer dreiteiligen Doku von Hermann Vaske präsentiert Jay Maynard, der als “Tron Guy” zur Internetberühmtheit wurde, die Revolution “Internet” – der digitalen Bombe.
Heute Abend, oder noch bis 26.07.2010 in der arte Mediathek im Netz. / Dazu Spiegel Online.

19.07.2010 | Ein Kommentar

Wie das Internet eine 11-jährige demontiert

Welche Verantwortung haben Erwachsene im Netz gegenüber Jugendlichen?
Jessi Slaughter (Name, mit dem sie sich selbst im Internet vertritt, Realname Jessica L.) ist 11, lebt in den USA und ist das, was in den Medien gemeinhin als “Digital Native” bezeichnet wird: Menschen, die mit digitalen Medien aufwachsen, deren Leben zu einem nicht unerheblichen Teil im Netz gelebt und reflektiert wird.
Nur etwas ist an Jessi Besonders: Seit letzter Woche hat das halbe Internet sie als sein Mobbing-Opfer entdeckt.
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19.07.2010 | 18 Kommentare

Eingefroren: Facebook

Ein wenig spektakulär ist das schon, wenn sich ein Mensch namens Paul Ceglia hinstellt, behauptet ihm gehörten 84% von Facebook und ein Gericht daraufhin die Konten des Social Networks einfriert. Klingt wie ein Kapitel des neuen Films um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, ist aber zu aktuell um noch den Weg auf die Leinwand zu finden.
Angeblich habe Zuckerberg den Programmierer Ceglia im Jahr 2004 beauftragt das, was als “The Face Book” online ging zu programmieren. Im Gegenzug versprach der damalige Student Zuckerberg Ceglia 50% des Netzwerkes, plus 1% zusätzlich am Unternehmen, für jeden Tag Verzögerung zwischen fertigem Netzwerk und Online-Gang. Das klingt abenteuerlich, aber im Rahmen von Facebook scheint nichts unmöglich. Bis zur Klärung des Falles zumindest darf Facebook seine Kapitalteile nicht an andere Unternehmen veräußern.
N24, Wall Street Journal

13.07.2010 | Kommentar schreiben

Sondermann-Preis für bestes Webcomic

Der durch das Publikum vergebene Sondermann-Preis für Comics wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr zum ersten Mal auch für das Genre Web-Comic vergeben. Über die 10 Nominierten kann jetzt abgestimmt werden.

08.07.2010 | Kommentar schreiben

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