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Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger

Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel entstand, weil der Autor Hunger hatte. Hunger, weil sein zweiter Roman ein Misserfolg zu werden drohte. Eigentlich hatte Martel für sein drittes Buch ganz andere Pläne, doch dann flog er nach Bombay, weil “eine Dosis Indien” jedes Lebewesen “die Unruhe austreibt“.
Und Indien hat Martel gut getan!’, ‘Entstanden ist nämlich die wahnwitzige Geschichte von Pi Patel, dem Sohn eines indischen Zoobesitzers, der mit samt der Tierschaar nach Kanada übersiedeln will. Auf der Überfahrt nach Nordamerika allerdings sinkt das Schiff. Pi, bekennender Christ, Hinduist und Muslim, rettet sich zusammen mit einem Orang Utan, einer Hyäne, einem verletzten Zebra und dem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger Richard Parker ins Rettungsboot.
Doch die “Mannschaft” schrumpf kontinuierlich, und zum Schluss sind nur noch zwei übrig: Pi und Richard Parker. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche 227 Tage anhaltende Odysee beginnt an deren Ende Pi und der Tiger endlich die Küste Mexikos erreichen. Richard Parker verschwindet im Dschungel und Pi bleibt zurück, unsicher ob er nicht alles nur geträumt hat …

Yann Martel wurde 1963 in Spanien geboren. Seine Eltern sind Diplomaten. Er wuchs in Costa Rica, Frankreich, Mexiko, Alaska und Kanada auf und lebte später im Iran, in der Türkei und in Indien. Der studierte Philosoph, lebt zur Zeit in Berlin, wo er an der Freien Universität Berlin die Samuel-Fischer-Gastprofessur für das Wintersemester 2002/03 inne hat. Das Thema seines wöchentlichen Seminars: “Meeting the Other: the Animal in Western Literature”. Das Verhältnis von Menschen und Tieren ist eines seiner Hauptthemen, sieht er doch in Tieren eine Projektionsfläche für menschliche Gedanken und die einzigen Lebewesen, die den Menschen die Möglichkeit bieten, ihre eigene Zivilisation in Frage zu stellen.

“Schiffbruch mit Tiger” ist nicht nur gute, spannende Unterhaltung, sondern auch eine Parabel über den Glauben. Nicht umsonst ist Pi Anhänger gleich dreier Religionen. Am Ende wird Pi zum Schiffsunglück befragt, doch niemand glaubt ihm seine Geschichte. Und so erzählt er sie noch einmal – ohne Tiere.

Kritiken großer deutscher (Tages-)Zeitungen zum Buch haben die Perlentaucher gesammelt.

Trackbacks

  1. thomas gigold, Eintrag: Katzencontent
    06.02.2006, 19:38 Uhr
  2. Aller (Blog-)Anfang ist schwer - bloghure
    25.01.2007, 19:51 Uhr

Kommentare

  1. Manueller Trackback von Literaturzeitschrift.de

    http://literaturzeitschrift.blog.de/2007/01/24/schiffbruch_mit_tiger~1612262

    Literaturzeitschrift.de
    24.01.2007, 12:01 Uhr, #
  2. Dieses Buch zu lesen, war eine unglaubliche Erfahrung.
    Noch nie ist mir eine Geschichte mit solcher Originalität begegnet.
    Ich würde jedem empfehlen, es auf Englisch zu lesen, da der Autor neben seiner schier unerschöpflichen Phantasie auch noch über einen herrlichen Schreibstil verfügt. Jede Seite hält Überraschungen der besonderen Art bereit.
    Ich möchte dieses Buch jedem begeisterten Leser sehr ans Herz legen.

    Eva Lederhaas
    13.04.2007, 11:45 Uhr, #
  3. hi,i em musikan,i hef lissen jor buk ,i wont adress von pisin molitor patel.i plai concert in montreal ol 9 somfonien von beethoven,27.o7 antil29.07.i like see Patel in Montreal.spasibo

    tim
    13.06.2007, 23:47 Uhr, #
  4. Dieses Buch hat michso begeistert und mitgerissen, wie es noch nie zuvor ein moderner Roman geschafft hat! ein tiefgrüdiges, philosphisches und sogleich spannendes Buch! Es war, als ob mir yannmartel aus der seele sprach!

    Rieke Süßkow
    07.10.2008, 10:34 Uhr, #

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Autor Thomas Gigold

Datum 27.06.2004, 05:00

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