
Übrigens: Das Plakat (JPG, 1,2 MB) zur ‘Helm hilft’-Kampagne der Hannelore Kohl Stiftung übertrifft alles an Geschmacklosigkeit das die deutsche Medien- und Werbewelt bisher hervorgebracht hat.
Auf dem Plakat ist ein verunfalltes Mädchen zu sehen, dessen Kopf in einer deutlichen Blutlache liegt. Die Benetton-Kampagne mit dem blutverschmierten T-Shirt eines Soldaten überlies die Menschen mit ihrer Fantasie und wurden dennoch schwer kritisiert und diskutiert. Über den überdeutlich gezeigten Unfall verliert allerdings niemand ein Wort.
Journalisten würden derlei Bilder, wären Sie real, nicht veröffentlichen. Werber dürfen es offenbar. Ohne Echo.
Nicht die Kampagne als solche ist verurteilenswert. Im Gegenteil. Nur ihre Darstellung.
Oder wie erkläre ich meinem dreijährigen Sohn oder einem zartbesaiteten Menschen dieses Bild?
Über zuviele Tote im ARD-Tatort wird heftig in der Bild diskutiert. Über ein Plakatgroßes totes Mädchen in einer Blutlache, das man derzeit in Innenstädten sehen muss nicht.
Der Unterschied: Tatort muss mein Sohn nicht sehen, das tote Mädchen auf der Plakatwand am Bahnhof schon.

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Kommentare
Und warum soll das jetzt geschmacklos sein? Das ist doch so sachlich, wie es nur sein kann: So sieht ein Unfall aus, wenn man keinen Helm auf hat. Fertig. Geschmacklos ist eher, das mit der Benetton-Kampagne in Verbindung zu bringen, der es nur ums Verkaufen von Klamotten ging, in dessen Dienst der Bild-Schock gestellt wurde.
26.08.2004, 12:25 Uhr, #
Ach, wenn Tote für eine ansich gute Sache werben ist es ok, wenn Tote für gewinnorientierte Unternehmen werben ist es nicht ok?! Sorry, da komm ich nicht mit!
26.08.2004, 12:35 Uhr, #
Der Zusammenhang zwischen dem Bild und der Sache liegt im einen Fall auf der Hand, im anderen mitnichten. Warum soll die schlichte Wahrheit den Leuten nicht zuzumuten sein?
26.08.2004, 12:52 Uhr, #
weil es auch Kinder gibt, die sowas nicht sehen sollten. Ballerspiele werden verboten für zu kleine im Kino gibt es auch ne Altersbeschränkung, aber für Plakate gilt das nicht?
Heisst das wenn ich nen Dokufilm über Vietnam bringe dann kann das ruhig mein 3-jähriger Sohn sehen, weil ist ja Realität?
Zahlst du mir den Psychiater der dann aus meinem Kind wieder ein normales Kind macht?
Bitte für Erwachsene ist die Anzeige ja ok aber es laufen nun mal nicht nur Erwachsene in der Gegend rum die das verstehen sondern auch Kinder und damit meine ich nicht die ab 6 sondern kleinere Kinder, die sehr wohl sehen was auf dem Bild gezeigt wird.
26.08.2004, 12:59 Uhr, #
Also bitte: Was ist denn auf dem Bild zu sehen? Ein Mädchen, das einen Fahrradunfall hatte, eine schwere Kopfwunde, Blut. Ich verstehe nicht, warum man einem Kind nicht klarmachen kann, dass es das gibt. Und dass man das vielleicht vermeiden kann mit einem Helm.
Was jeweils möglich ist, das ist gewiss nur im Einzelfall zu entscheiden. Aber das Plädoyer für ein Verbot eines solchen Bildes ist für mich das Plädoyer für die Produktion von Kuschelwelten.
26.08.2004, 13:05 Uhr, #
Bist du wirklich schon so abgestumpft?
26.08.2004, 13:10 Uhr, #
Aus pädagogischer Hinsicht ist interessant, dass einem Kind zugeschrieben wird solche Bilder nicht verarbeiten zu können und daher gleich einen psychischen Schaden davon zu tragen. Ich frage mich ob es möglich ist den gesamten öffentlichen Raum so zu gestalten, dass Eltern nicht mehr der Ansicht sind dass ihr Kind daran Schaden nehmen *könnte*.
Ich finde es bedauerlich wenn Kinder herhalten müssen um normative Vorstellungen oder Ängste ihrer Eltern zu legitimieren.
Ich will damit nicht sagen dass ich diese Form der Schockwerbung per se für gut halte. Einen Unterschied zu dem Kommerzgebaren einer Klamottenforma sehe ich aber durchaus.
Nebenbei gibt es in fast jeder Tagesschau schlimmere Bilder, wenn man wieder im Irak oder sonstwo verbrannte Leichen von einer Brücke baumeln.
Fraglich bleibt, ob mehr Kinder durch dieses Bild Schaden nehmen als durch einen Fahrradunfall ohne Helm. Just my 2c.
26.08.2004, 13:20 Uhr, #
Bronski hat hierzu schon bemerkt, dass der Realismus in Form des Discman neben dem Unfallopfer eventuell etwas daneben (no pun intended) ist. Musikhören beim Fahrradfahren wird nicht durch Helmtragen kompensiert.
Zum Bild selbst kann ich nur sagen, dass es mich selbst eher kalt lässt. Ich trage bislang keinen Helm, werde es auch aufgrund dieser Kampagne nicht tun und meine Kinder bekommen eh einen Helm, so sie denn irgendwann da sind und Rad fahren. Aber was das Plakat für einen Eindruck bei Kindern jeglichen Alters machen, dazu kann ich wenig sagen. An mir geht die Kampagne jedenfalls vorbei.
26.08.2004, 13:21 Uhr, #
Abgesehen von der Frage, ob dieses Bild nun geschmacklos ist oder nicht, frage ich mich, warum des dann hier auch noch postest, wenn Du es so schrecklich findest, Thomas.
Hätte dann ein Link nicht auf die entsprechende Seite gereicht?
26.08.2004, 13:22 Uhr, #
Moe nur zu dem Thema mein 3 jähriger Sohn hat es nicht verkraftet, aber der fährt ja eh noch kein Fahrrad und ist damit nicht Zielpublikum und hätte da eh nicht hinsehen dürfen oder wie soll ich das verstehen?
26.08.2004, 13:24 Uhr, #
Ich bin durchaus auch gegen eine ‘Schönfärberei der Realität’, aber ich muss meinen Sohn auch nicht mit jedem Mist konfrontieren. Und genau aus dem Grund schaue ich keine Nachrichten oder Vietnam-Dokumentation mit ihm …
Man muss hier denke ich zwischen Ethik und Verantwortung trennen.
Ethisch mag diese Kampagne mit diesem Bild vertretbar sein, in der Verantwortung gegenüber Kindern nicht. Dieses Ding an Posterwände zu kleben ist ähnlich wie es in einem Kindermagazin zu drucken, m.E. nicht zu verantworten.
@Marcus
Eigentlich ja. Anfangs hatte ich das Bild auch noch nicht … Aber wir sollten wissen um was wir hier diskutieren, auch wenn ich keine 1,2 MB runterladen will … Aber darum geht es nicht, oder?
26.08.2004, 13:35 Uhr, #
also ich sehe schon das problem, aber ich glaube nicht dass es lösbar ist. denn die antwort kann ja wohl nicht sein alle bilder im öffentlichen raum so zu gestalten dass ein 3jähriger sie versteht. wobei dann die frage wäre ob man auch auf besonders sensible dreijährige die vielleicht weniger als andere 3jährige abkönnen rücksicht nimmt oder nicht. oder vielleicht auch auf 2jährige.
als nächstes wäre dann noch zu klären, ob dies nur für bilder oder auch für texte gilt. vielleicht könnte ein 5jähriger der bereits lesen kann im öffentlichen raum irgendwo etwas lesen womit er nicht klar kommt. die grenze zu zensur wird dann sehr, sehr dünn.
fraglich bleibt, ob ein einzelnes bild in dieser form bei einmaliger betrachtung eine so verstörende wirkung auf ein kind haben kann, dass es nicht mehr durch das gespräch mit den eltern aufzuarbeiten ist.
ich denke abgesehen von der frage ob es nun sinn hat oder nicht bilder die dreijährige irritieren könnten im öffentlichen raum zu verbieten ist es nun mal anzunehmen, dass es so ein verbot nicht geben wird und die sache eher “schlimmer” wird. der öffentliche raum wird sicher niemals aussehen wie in einem kindermagazin. also wird man sich überlegen müssen wie man damit umgeht. womit ich nicht sagen will dass ich da eine gute idee hätte.
26.08.2004, 13:40 Uhr, #
Also ist es ok Tote in ihren schönsten Lagen zu bringen? Wasserleichen sollen doch auch ganz toll aussehen und warnen dich davor nicht mit vollen Bauch schwimmen zu gehen.
Es ist nun mal das erste Plakat was in der Form bleiben darf, vorher gabs immer Proteste gegen solche Sachen. Die Frage ist mittlerweile sind wir so abgestumpft? Wollen wir das unsere Kinder auch so werden? Nur keine Gefühle mehr zu lassen und alles als Normal betrachten?
Und ne Frage zu den Schäden wie erklär ich meinem Sohn, dass nicht jede Person die auf dem Boden liegt gleich tot ist und überfahren wurde? denn das denkt er jetzt.
Für Kondome wird doch auch geworben ohne gleich nen Paar beim vollzug zu zeigen. Es gibt immer andere Weg als diese.
Die Frage ist ausserdem, ob es bei abgestumpften Kindern, die ohne Helm fahren, hilft, denn die soll es ja ansprechen und ich glaube kaum das dieses Plakat etwas daran ändert.
26.08.2004, 13:47 Uhr, #
Nein Moe, habe ich auch nicht verlangt. Und um Himmels willen man schütze unsere Gesellschaft vor einer Zensur oder einem öffentlichen Raum der aussieht wie das Bummibärchen-Heft ;-)
Sicher kann man das Plakat auch in einem Gespräch aufarbeiten damit der Sohnemann drüber weg kommt – zum verschüchterten, in sich gekehrten Wesen wird er deswegen sicherlich nicht.
Stellt sich nur die Frage wie weit man gehen darf/soll. Und wenn ich so ein Bild sehe ist für mich die Grenze durchaus überschritten …
26.08.2004, 13:48 Uhr, #
>Also ist es ok Tote in ihren schönsten Lagen zu bringen?
eine suggestivfrage mit universalem aussagecharakter in jedem kommentar unterzubringen finde ich in der diskussion nicht sehr hilfreich.
>denn die soll es ja ansprechen und ich glaube kaum das dieses Plakat etwas daran ändert.
wie kommst du denn auf das schmale brett? ich denke mal erwachsene sind angesprochen.
>Es ist nun mal das erste Plakat was in der Form bleiben darf, vorher gabs immer Proteste gegen solche Sachen.
ist das so? ich sehe ansonsten immer nur halbnackte tussis die für reizwäsche werben, oder auch gleich nur ihren hintern mit nem slip drüber weil der rest vom körper auch nicht von interesse ist bei der reduktion auf knapp verhüllte ärsche.
>Und ne Frage zu den Schäden wie erklär ich meinem Sohn, dass nicht jede Person die auf dem Boden liegt gleich tot ist und überfahren wurde? denn das denkt er jetzt.
wenn das der fall ist und durch ein aufarbeitendes gespräch nicht zu regeln ist, dann würde ich mir grosse sorgen um die befindlichkeit meines sohnes machen. und gegebenenfalls mal zum arzt gehen.
thomas sagt da käme das kind schon drüber weg, du sagst es hält nun *jeden* der auf dem boden liegt für tot. entweder verkannt thomas den ernst der lage, oder du übertreibst. aber letzteres kann ich mir eigentlich nicht vorstellen da es hier um ein ernstes thema geht und nicht darum eigene, subjektive vorstellungen zu bekräftigen.
ich kenne nicht viele dreijährige, aber ich würde mir bei solchen reaktionen grose sorgen machen.
26.08.2004, 14:13 Uhr, #
p.s.: ist das beschwerdeschreiben an die stiftung mit bitte um stellungnahme denn schon raus? kopie am besten an einen kinderschutzbund, und alles hier posten. wenn ihr protest wollt dann ist es doch ein leichtes, hier wenigstens ein kleines bisschen öffentlichkeit zu erzeugen.
26.08.2004, 14:15 Uhr, #
Weil Thomas 1. nicht dabei als Jason und ich dieses Plakat das erste Mal gesehen hab und weil Thomas 2. arbeitet und ich Jason sehe, wenn er solche Sachen sagt.
Und natürlich ist es über lang oder kurz auch von mir zu klären, aber die frage ist ob ich es überhaupt meinem Kind zumuten muss. Ich würde gern selber entscheiden welche Bilder und Szenen mein Kind sehen darf und nicht eine Stiftung die einen natürlich löblichen Zweck hat, aber dabei nun mal nicht in dem Moment dabei ist, wenn mein Kind neben mir steht zur Salzsäule erstarrt und total apatisch und stotternd und fragen ob das Mädchen tot ist und ob es das böse Auto tot gefahren hat. Und er dann zu jedem Auto sagt das es böse ist und sonstige Sachen.
Und komm mir jetzt bitte nicht mit das kann man dem Kind doch erklären, weil in so einem Moment bekommt keiner mehr was mit, mich eingeschlossen.
> ich denke mal erwachsene sind angesprochen.
Schau mal weiter oben wie die Erwachsenen drauf reagieren (siehe Stephan) und da wir ja wissen, dass Kinder nach dem Vorbild der Eltern handeln, frage ich mich, was die Kampagne wirklich bringt, weil ein Kind zu etwas zwingen was man selber nicht macht bringt nicht wirklich viel.
Aber ehrlich gesagt bin ich müde der Diskussion, ich frag mich einfach nur wo es hinführen soll und wo die Grenzen liegen.
26.08.2004, 14:24 Uhr, #
Also, ich habe mal in der Unfallchirurgie gearbeitet. Das Bild ist geradezu harmlos im Vergleich zur Realität.
Wer sein Kind in diesen Zeiten wildgewordener Kleinwagenfahrer mit Breitreifen ohne Helm mit dem Rad los schickt, gehört sowieso geschlagen.
Viele Kiddies setzen den Helm aber ab, wenn die Eltern ausser Reichweite sind, weil es “uncool” ist mit Helm zu fahren. Wenn sie durch dieses Plakat davon abgehalten werden, hat es seinen Zweck erreicht, und ich unterstelle mal dass das die Intention dieser Darstellung ist.
Dass das Kind auf dem Bild tot ist, ist übrigens reine Interpretation, eigentlich ist es “nur” ohnmächtig und hat eine Platzwunde. Die Überschrift “Tote. Tote überall.” sagt also mehr über Thomas’ Medienwahrnehmung aus als über das Bild. ;-)
26.08.2004, 14:26 Uhr, #
>Und komm mir jetzt bitte nicht mit das kann man dem Kind doch erklären
wenn kinder in dem alter medienkompetenz nicht von ihren eltern erlernen, dann weiss ich nicht von wem. diese kompetenzen werden sich nunmal der sich verändernden umwelt anpassen müssen, auch wenn diese in der tat negativ beurteilt wird. dass das ein in der tat sehr, sehr schwieriger prozess ist glaube ich gern.
einzelne kommentatoren dieses blogs können wohl kaum dafür herhalten, dass diese werbung erwachsene nicht ansprechen würde. immerhin wird sie hier lebhaft diskutiert.
>und da wir ja wissen, dass Kinder nach dem Vorbild der Eltern handeln
der beweis dieser universalaussage würde die pädagogische fachwelt sowie die praktische elterliche erziehung revolutionieren, da bin ich mir sicher.
>Aber ehrlich gesagt bin ich müde der Diskussion
schade, gerade kamen wir mal zu argumenten. over and out.
26.08.2004, 14:32 Uhr, #
*G* du denkst nicht das Kinder nach dem Vorbild der Eltern handeln? na gut dann hab ich bis jetzt was falsch verstanden von wegen gutem Vorbild sein und so :)
Nein warum ich aufhöre ist einfach, ich denke wir drehen uns im Kreis. Ich finde es wichtig das aufgeklärt wird. Aber ich hätte gern selbst darauf Einfluss wann mein Kind was zu Gesicht bekommt.
Und ehrlich gesagt will ich mein Kind garnicht an die Medienwelt anpassen, weil ich nicht einen abgestumpften Roboter bei mir zu Hause sitzen haben will, wenn ich so was sehen will schau ich in meine Verwandschaft, wo es Kinder gibt die mit 3 Jahren alle Teile von Jurassic Park, MIB, Stalone-Filmen und co. kannte. Dieses Kind setzt z.b. keinen Helm auf, weil Mama und Papa haben ja auch keinen auf. Und genau diese Leute finden die Werbung auch sinnlos.
Ich weiß das ich mein Kind nicht vor allem abschirmen kann, aber eine Organisation die einen Kampagne startet um Kindern zu helfen und sie zu belehren, sollte meines Erachtens gleichzeitig überlegen, was diese Kampagne bei kleineren Kindern bewirkt, die nicht so abgehärtet sind wie ältere Kids.
26.08.2004, 14:42 Uhr, #
Da mein Kommentar für Eure Diskussion aufgenommen wurde eine kleine Ergänzung:
Der Sinn oder Unsinn von Helmen für Fahrradfahrer ist nicht ganz unumstritten. Die Diskussion wird eventuell von den meisten gar nicht wahrgenommen, aber sie existiert. Ich für mich habe Vor- und Nachteile des Helms abgewogen, als Erwachsener kann ich das für mich überblicken und Einschätzen (was nicht heisst, dass ein Helm per se gut oder schlecht ist). Kinder können das nicht abschätzen. Hinzukommt eine etwas andere Bauweise bei Kinderfahrradhelmen und demzufolge (und aus anderen Gründen) eine andere Qualität von Schutz als bei ausgewachsenen Radlern.
Meine EInstellung dürfte sich deutlich ändern, so ich denn eigene Kinder hätte und denen als Vorbild gereichen würde. Aber das schweift vermutlich vom eigentlichen Thema zu weit ab.
26.08.2004, 15:27 Uhr, #
Ich bezweifle wirklich, dass die PU-Schüsseln für 10 Euro aus dem Baumarkt, die Kindern leider oft aufgesetzt werden, einen besseren Schutz bieten, als ein Helm der 100 Euro-Klasse für Erwachsene.
Fakt ist, dass ein gut sitzender Helm akzeptabler Qualität immer einen Sicherheitsvorteil bietet, vor allem, wenn man schneller als Schrittgeschwindigkeit und/oder im Verkehr/Gelände fährt.
26.08.2004, 17:33 Uhr, #
> Die Frage ist mittlerweile sind wir so abgestumpft.
Das soll jetzt kein Rechtfertigungsversuch sein, aber waere das Plakat so gestaltet worden, wie bei diesen Kampangen allgemein ueblich – glueckliche Kinder mit Helm auf dem Fahrradweg -, haette es auch mal wieder keinerlei Beachtung gefunden. Auch eine Form von “Abgestumpftheit”. Insofern hat die Kampange vermutlich durchaus ihr Ziel erreicht, wenn auch sicherlich zu einem gewissen Preis.
27.08.2004, 00:21 Uhr, #
Die meisten Menschen haben kaum Zeit um sich in ihrem Alltag auch unauffaellgen Plakaten zu zuwenden. Deswegen braucht es dieses Motiv um ueberhaupt beachtung zu finden. Ist es eine gute Rechtfertigung? Nun, das wuerde fuer mich davon abhaengen, wieviele Tote es wirklich verhindert hat.
27.08.2004, 10:13 Uhr, #
Persoenlich bestrafe ich Anbieter, die mich mit besonders aggressiven Kampagnen erreichen wollen (RedZac, K-Fee, etc.) schlicht mit lebenslanger Missachtung. Wer ohne Krawall nicht ueberzeugen kann, hat ohnehin nichts zu bieten.
27.08.2004, 11:37 Uhr, #
Dieses Motiv wurde ganz bewusst dehalb gewählt, damit es emotional anspricht, von Abstumpfung kann daher keine Rede sein! Und man sieht an der Diskussion hier, dass es seine Wirkung nicht verfehlt hat.
Und sonst kann ich nur sagen: WACHT AUF! Ihr lebt nicht in einer Elfenwelt mit blühenden Landschaften und Kuscheltierchen die einem auf der Lebkuchenstraße zuwinken. So hart das auch für einen 3jährigen sein mag, irgendwann muss er sich an diese kalte und manchmal herzlose Welt gewöhnen. Man kann und darf sein Kind nicht dauerhaft von der Realität abschirmen (soll jetzt nicht heißen dass ein 3jähriger sich alle Ramboteile reinziehen soll)! Ein Kind verkraftet oft mehr als man denkt und ich finde eine vernünftige Begleitung der Erwachsenen von Schockmomenten ist allemal besser als eine gluckenhafte Abschirmung vor allen irdischen Problemen! Bleibt auch immer noch offen ob ein 3jähriger dieses Motiv überhaupt als schlimm einstuft oder ob ihm eher die erschreckte Reaktion der Eltern ihm das einimpft.
Wo fängt diese Abschirmung dann überhaupt an? Müssen Kinder dann auch weggucken wenn sie live ein entstelltes ehemaliges Brandopfer begegnen? Reicht ein betrunkener, bettelnder Obdachloser mit offenem Bein aus?
Man KANN sein Kind nie völlig abschirmen, man kann und muß es aber für die grausame Realität stärken!
Ich kann daher auch nur aus Sicht des Werbers argumentieren: Es hat eindeutig funktioniert. Eine moralische Diskussion ist fast unmöglich zu führen, weil beide Argumentationen sich zu sehr verkeilen und man schnell mit Totschlagargumenten á la “Und was ist mit den Kindern in Afrika, Irak etc.” daherkommen kann und man als Gegenargument mit “Wir sollten das grauenhafte Übel schon bei uns im Keim ersticken, es gibt schon genug Leid” kontert.
“Denkt denn nicht einer einmal nicht eine Minute an die Kinder!”
27.08.2004, 12:02 Uhr, #
realität? das bild ist ein fake, es ist gestellt.
wenn man die realität zeigen will, damit rumprotzt, dann bitte richtig, aber dann wirds unappetitlich – wie auch schon weiter oben steht. da hatte die beneton kampagne dieser kampagne wenigstens authentizität voraus.
und patrick, bitte was hat hier funktioniert? diskussion? ja. verbessertes problembewusstsein? bezweifele ich. zu dem thema gabs vor ein paar tagen einen schönen, differenzierten artikel im tagesspiegel. bottomline: keiner hat genaue zahlen und die kampagne wirkt laut allgemeinen deutschen fahrradclub kontraproduktiv.
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/21.08.2004/1313085.asp
27.08.2004, 13:56 Uhr, #
@Patrick
Wie gesagt will ich keine Blümchenlandschaft, und ich denke ich weiß was ich meinem Dreijährigen zumuten kann und will, aber man sollte die Wirkung auch nicht unterschätzen – mal ganz von einer elterlichen Begleitung abgesehen.
Die Frage stellt sich mir übrigens nicht nur bei obigem Plakat sondern auch bei der ‘tollen’ Nescafe-Kampagne (“So wach warst Du noch nie”). Die Frage die ich mir hier stelle ist, welche Verantwortung die Gesellschaft für die Kinder heute übernehmen will (und komm mir bitte keiner, ich kann die Verantwortung für mein Kind nicht auf die Gesellschaft abwälzen; will ich nicht, dafür läuft im Bildungssystem bspw. vieles zu falsch) aber ich stell mir wirklich die Frage was wir in 10 Jahren an den Plakatwänden sehen, und ob _ich_ das dann noch verkrafte
27.08.2004, 14:01 Uhr, #
Wollen wir darueber diskutieren, was wir in zehn Jahren sehen werden oder was wir heute sehen?
Ausserdem können wir fragen, warum solche Plakate ueberhaupt gebracht werden, wenn die notwendigen Massnahmen von Eltern von vorn herein getroffen werden koennen. Sind Eltern so gleichgueltig, dass sie ihre Kinder indirekt einer Lebensgefahr aussetzen, weil sie ihnen kein Helm kaufen? Es sind naemlich auch nicht alle Eltern so aufmerksam wie Du und Alexandra.
27.08.2004, 14:08 Uhr, #
> Wollen wir darueber diskutieren, was wir in zehn Jahren sehen werden oder was wir heute sehen?
Das hängt doch zusammen. Vor 15 Jahren war ‘Tutti Frutti’ eine Skandal-Show, heute sehe ich Nippel schon mittags im TV (gerade eben in der Mittagspause bei SAM zum Beispiel; und nicht das ich was dagegen hätte), vor 20 Jahren galt eine Show wie BigBrother als unvorstellbar …
Das hängt meines Erachtens durchaus zusammen.
Wenn wir hier jetzt allerdings noch über die Gleichgültig- oder Verantwortungslosigkeit von Eltern reden wollen, sollte ich mir gedanken über “gepagte” Kommentare machen, damit die Ladezeiten im Rahmen bleiben ;-)
27.08.2004, 14:24 Uhr, #
@Thomas: Bisher prügelt jeder auf die Werbebranche ein, die allerdings auch nur Bedürfnisse der Gesellschaft bedient.
Nochmal zur Nescafe Kampagne: Wer hat diesen Spot wann und wo ausstrahlen lassen? War es nach dem 19 Uhr Gewalt-Manga auf RTL2, so dass mein 6jähriges Kind zu Tode erschreckt wurde? Meiner Ansicht nach beißt sich da die Katze in den Schwanz, aber auch da ist der Sündenbock schnell ausgemacht: Die bösen Werber. Wer seine Kinder also dafür schützen will, der sollte sie eben nicht willkürlich vor der Glotze sitzen lassen oder werbeintensive Privatkanäle schauen lassen. Auf dem Kinderkanal gehts es jedenfalls gewalt- und werbefrei zu. Ich als volljähriger Konsument möchte jedenfalls nicht bevormundet werden.
Im Übrigen halte ich auch nichts von Aussagen wie “Heute ist alles viel Schlimmer als früher” (siehe auch Diskussionen um Alkopops, Cannabis, PISA, Jugendgewalt etc.). Das stimmt nämlich so gut wie nie und Gott oderwerauchimmer ist mein Zeuge, sollte ich jemals sagen “Die Jugend heutzutage ist viel krimineller, drogenabhängiger, agressiver und dümmer als früher!” dann schläfert mich bitte ein!
@Igor: Natürlich hat es funktioniert, es hat pure Aufmerksamkeit erzeugt. Die Diskussion ob Helme gut oder schlecht sind läuft doch auch schon hier.
27.08.2004, 14:45 Uhr, #
Patrick: Fuer mich hat es erst funktioniert, wenn es weniger tote Kinder gibt, nur weil sie keinen Helm getragen haben. Die Diskussion ist zwar wichtig aber bestimmt nicht das Kernziel der Kampagnie.
27.08.2004, 14:47 Uhr, #
Prügel ich auf Werber ein? Nö, denn dass ein Motiv/Spot in die Öffentlichkeit gelangt veranlasst nicht der Werber sondern der Kunde …
Und an ‘Früher war alles besser’-Diskussionen finde ich schon nix, wenn ich sie von alten Damen im Bus mitbekomme, denn ich empfinde mich als das heute, auf dem da alle rumhacken … Auch egal.
Ich verlange nicht Klementine, das HB-Männchen oder den Esso-Tiger wieder.
Und das Feld vom Dreijährigen habe ich bereits mit meinem letzten Kommentar verlassen. Nur will mich nicht an eine Medienlandschaft anpassen müssen, die mich beim gemütlichen Couchabend zum Herzinfarkt bringt, oder mich mit – in meinem Empfindungssein – toten Kindern auf _Werbe_plakaten konfrontiert. Ich hol mir jetzt ein Bild von rotten.com und plakatier es in der Stadt, mit der Werbung für Fruchtsaft.
Es geht meiner Meinung nach nicht um Bevormundung. Ich bin gegen eine Zensur von Filmen o.ä. Nur zeigt niemand irgendeinen Splatter-Film auf einer Plakatwand – egal zu welchem Zweck – sondern schaut ihn sich zu Hause an wenn er will.
Ich möchte aber ebenso frei sein und von dem Splatter-Film vielleicht in Ruhe gelassen werden (auch wenn ich die in der Regel sehr lustig finde). Nur: Bei sowas habe ich eine freie Wahl. Bei einem Plakat wir sie mir aufgezwungen (mittlerweile kenne ich die Nescafe-Spots auch gut, dass ich zappen kann, wenn ich will).
Es geht hier meines Erachtens einfach um Verantwortung im öffentlichen Raum – In Videotheken dürfen Kinder auch nicht in die Erwachsenenabteilung mit Sex und Toten. Und RTL II plakatiert zum Glück auch noch nicht mit Busenoperationen für ‘die reporter’ …
Natürlich sorgt sowas für Aufmerksamkeit und wenn es nur die ist, dass Menschen wie ich mich offenbar in den Augen eines manch Anderen wohl künstlich aufregen …
27.08.2004, 15:22 Uhr, #
Stellt sich halt nur die Frage, wie erstellt ein Werber ein Plakat, dass seinen Zweck erfuellt und niemandem missfaellt. Eine Sache der Unmoeglichkeit?
27.08.2004, 17:32 Uhr, #
Ich persönlich fand das Plakat, als ich es zum ersten mal hier hängen sah, auch sehr schockierend. Schockierend, weil es kurz und präzise – vor allem bei Eltern – das erreicht was es will: Aufklären.
Es sagt förmlich: “So sieht Dein Kind aus, wenn Du es ohne Helm in den Straßenverkehr lässt!”
Da fand ich es auch nicht verwerflich, dass das Plakat bei uns mitten auf dem Schulweg hängt. Nein, ich fand es richtig, dass es genau dort hängt, wo täglich dutzende Kinder ohne Helm die Straße überqueren. Ohne nach links und rechts zu schauen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verlieren, was passieren könnte.
Meine fünfjährige Tochter hat übrigens noch nie gefragt, was auf dem Plakat zu sehen ist und warum das Mädchen da liegt. Wahrscheinlich hat sie es noch nicht registriert. Wenn sie mich aber darauf anspricht, werde ich ihr sagen, dass sie einmal genau so enden kann, wenn sie nicht aufpasst.
Was bitte ist daran falsch? Im Grunde hilft dieses Plakat sogar jungen Eltern. Ohme Umschweife zum Punkt. Straße, Auto, Fahrrad, Mädchen, Kopf, Platzwunde, Blut.
Warum das Kind allerdings einen Discman hatte und auch noch die Stöpsel im Ohr, ist mir schleierhaft. Diese Problematik gehört woanders hin…
27.08.2004, 20:29 Uhr, #
An sich nichts neues, schlechte Kampagne mit guten Absichten.
Der Tag an dem mir mal indische Mittelstands Wohnzimmer oder Überlebende einer Krebsbehandlung statt jugendliche, verstümmelte Verkehrstote, tierische Folteropfer oder verhungernde Kinder gezeigt werden, könnte der Tag sein, an dem ich mir überlege, mal wieder Geld in die Humanitätsindustrie zu stecken.
Bis dahin stell ich mir lieber die Frage, warum der Aufprall stark genug für ein Schädeltrauma, aber dabei so sanft war, das die Kopfhörer noch in den Ohren stecken und der Discman unbedingt mit aufs Bild mußte.
Liebe Grüße an die Autoindustrie(unser aller Traumbudgetbringer und die
500 Verkehrstoten/täglich/weltweit)
27.08.2004, 23:16 Uhr, #
Der Vizepräsident der Stiftung, Prof. Coordt von Mannstein hat mit seiner Agentur übrigens Aston Martin und Daewoo betreut und hatte als “Kommunikationsfachmann” sicher auch ein Wort bei der Plakatgestaltung mitzureden :)
Ach ja, noch ein kleiner Textschnipsel von der Stiftungsseite:
“Die Hälfte der Unfallopfer ist unter 25 Jahren, 45.000 Kinder sind jünger als 5 Jahre – insgesamt 150.000 junge Menschen und Kinder, die ihre ganze Zukunft noch vor sich haben und die ihre Chance im Leben verdient haben.” in der Gruppe sind Erkrankungen und Arbeitsunfälle wahrscheinlich eher selten.
Wer all das nachlesen möchte:
http://www.hannelore-kohl-stiftung.de/zns/unfallhaeufigkeit.html
http://www.hannelore-kohl-stiftung.de/zns/struktur/vorstandsmitglieder.html
http://www.mannstein.de/ger/html/referenz_frameset.htm
http://www.mannstein.de/ger/html/aston_frameset.htm
Also liebe Kinder keine Musik beim Radfahren hören …
27.08.2004, 23:59 Uhr, #
Thomas, ich kann eure Aufregung nicht verstehen. Meine Kinder (jede Menge zwischen zweieinhalb und acht) haben mich ganz sachlich gefragt: “Was ist denn mit dem Mädchen da?” Und ich habe ihnen ganz sachlich geantwortet: “Das hatte einen Fahrradunfall und keinen Helm auf”.
“Ach so, deshalb fahre ich mit Helm, hätte das Mädchen mal auch lieber machen sollen.”
Ziel erreicht, dünkt mir.
In der Verkehrserziehung wird seit Jahrzehnten der Melonentest mit großem Erfolg durchgeführt: Der Verkehrspolizist lässt eine Wassermelone (etwa in der Größe eines Kinderkopfes) aus einsdreißig auf den Boden fallen. Sieht nicht schön aus. Dann macht er das noch mal mit einem Helm drüber. Sieht schon viel besser aus.
Mein Kleinster will auch auf dem Laufrad nun inzwischen einen Helm aufsetzen. Und das ist gut so. Und sehr, sehr viele Dreijährige fahren schon Fahrrad. Mir hat dieses Plakat sehr geholfen bei der Erziehung meiner Kinder.
31.08.2004, 12:38 Uhr, #
Zitat:”Oder wie erkläre ich meinem dreijährigen Sohn oder einem zartbesaiteten Menschen dieses Bild?” Wie wäre es denn mit: “Zieh einen Helm auf, dann passiert sowas nicht”. Besser kann das Plakat nicht sein. Müsste in anderen Bereichen auch so durchgegriffen werden. Vielleicht sollte man bei den “Anschnallmuffeln” weitermachen.
31.07.2005, 11:20 Uhr, #
Die gesamte Diskussion hier geht klar am eigentlich Ärgerlichen dieses Plakats vorbei: Man sollte mit dem Bild vielmehr die Autofahrer statt die Kinder schocken. Auf dem Plakat wird suggeriert, dass das “unartige” Kind, das keinen Helm trägt, das Problem ist! Wieso steht in der Überschrift nicht: “Langsamer fahren hilft” oder “Auch mal nach rechts oder links schauen hilft”? Sorry, aber bei den meisten Unfällen hilft leider auch der Helm herzlich wenig…
17.12.2005, 16:31 Uhr, #
Ich habe auch immer die Diskusion mit meinem Sohn. Er ist 14 Jahre alt und möchte patu den Helm nicht anziehen. Ich habe Ihm lang und breit erklärt um was es mir geht. Er nimmt zwar den Helm immer mit, alerdings nicht für den Kopf!! Momentan ist er ohne Velo unterwegs. Ich habe gesagt: Kein Helm kein Velo!! Ich weiss wirklich nicht was ich sonnst noch machen soll. Habt Ihr noch ein vorschlag?
19.12.2006, 13:43 Uhr, #
Vielleicht zeigst du ihm mal das plakat, klar ist es viell. schon krass. aber ich glaub nicht dass ein plakat auf dem einfach steht “zieh ein helm an” bei irgendeinem Kind etwas bewirkt so etwas schon eher, weil das kind da begreift worum es wirklich geht. und schließlich wurde das plakat ja nur zum wohle der Kinder gemacht. Ein kleiner Schock über so ein Plakat ist im zweifelsfall definitiv besser als ein echt totes Kind, oder?
27.06.2007, 21:39 Uhr, #
ich finde die werbung gut und ich habe selber eine 4 jahre alte tochter die fahrad fährt solche bilder helfen den ernst der lage auf den punkt zu bringen außerdem wenn es jetzt ein realer unfall auf der straße ist und mein kind sieht das kommt es vom bild her auf das selbe raus. und man kann ja wohl schlecht sagen wir lassen unfälle usw. verbieten!!!
wenn wir kinder nur in watte packen uns es gibt plötzlich eine situation wo auch “watte” nix mehr nüzt ist das für das kind viel schlimmer und gefährlicher.
und was denkt ihr welches kind setzt einen helm auf wenn du ihm sagst:”bitte setzt das helmchen aufs köpfchen , wenn du mit dem fahrade bautz machst kannst du dolles aua kriegen “
15.09.2007, 15:02 Uhr, #
Was ist den daran bitte Geschmacklos???
Das ist die Realität wenn jemand keinen Schutzhelm trägt!
Anstatt dass dieses Plakat Kritisiert wird, sollte man die Damen und Herren LOBEN, denn sie versuchen uns nur WACHZURÜTTELN und uns zu zeigen, wie grausam die Realität sein kann wenn mal kein Glück im Spiel ist!
23.07.2008, 19:50 Uhr, #
Ich finde, man sollte mehr solche Bilder zeigen. Im speziellen Autounfälle. Das ist vermutlich noch der einzige Weg, den Menschen bei zu bringen,(da ja offenbar nur darüber reden, nichts nützt) was alles passieren kann, wenn man sich nicht schützt oder zu schnell fährt. Das ist die Harte Realität… Was dieses Plakat allerdings mit Benetton zu tun hat, ist mir auch schleierhaft.
18.01.2009, 19:48 Uhr, #
Ich finde diese ganze Diskussion hier sehr Interessant. Ich habe nicht alles gelesen, aber das meiste. Ich bin selbst Vater von 2 Kindern, 10 und 6 Jahre alt. Ich bin der Meinung das diese darstellung völlig in Ordnung ist, denn nur wer sieht welche dramatischen Konsequenzen so manch kleine Nachlässigkeit nach sich zieht wird auch mal darüber nachdenken. Meine Tochter stellt den Helm nicht mehr in Frage und ihr ist es Egal wenn ihre Freundinnen keinen mehr Tragen. Somit hat das Bild sein Ziel nicht verfehlt. Diese ganze Debatte ist überflüssig. Denn Sendungen wie Notruf, Arztserien und dergleichen zeigen nichts anderes. Und das nur zur Unterhaltung der Masse.
Ich habe 10 Jahre im Rettungsdienst gearbeitet und die Erfahrung gemacht das nur Schockerlebnisse die Menschen zum Nach- und Umdenken bewegen.
Meiner Meinung nach wird in dieser Hinsicht noch viel zu wenig geleistet, wie erklären sich sonst die dramatischen Zahlen der Unfallopfer in allen Bereichen jedes Jahr. Das schlimme ist dann meist die Gedankenlosigkeit, die Ursache für die meisten Unfälle sind.
26.02.2009, 16:56 Uhr, #