Nachfolgender Artikel des Autors erschien heute auch in der Leipziger Volkszeitung im gleichen Wortlaut.
Jetzt wird “Melodie & Rhythmus” sächsisch. Ab der Oktoberausgabe bekommt das Musikmagazin einen Sachsenteil – 16 Seiten, die als Heft im Heft dem nationalen Teil angegliedert sind. “Wir haben in Sachsen die größte Abo-Stärke, da lag eine redaktionelle Fokussierung auf dieses Bundesland nahe”, sagt Redaktionsleiterin Nicole Kirchner, die zuvor beim Dresdner Stadtmagazin Prinz in gleicher Position beschäftigt war.
So was wie ein Stadtmagazin sei das aber nicht, was “Melodie & Rhythmus” monatlich im Sachsenteil veröffentlichen will. “Wir sehen Sachsen in vielen kulturellen Facetten. Eine Bob-Dylan-Ausstellung in Chemnitz etwa würde in einem Leipziger Magazin sicher nicht erwähnt werden. Wir dagegen tun das”, so Nicole Kirchner. Ziel sei es, Veranstaltungen und Bewegungen in der Bandszene Sachsens abzubilden. Regionale Themen könnten bei nationaler Brisanz aber auch in den deutschlandweiten Mantelteil finden.
Ein Testballon ist das, was der in Berlin ansässige Heimat Verlag damit startet. “Nach einem halben Jahr muss man schauen, wie sich so ein Regionalteil etabliert und wohin er sich entwickelt. Ich denke aber, dass sich ein kombiniertes Magazin für Sachsen-Anhalt und Thüringen auch lohnen würde.” Wirtschaftlich könne sich der Verlag das Experiment leisten: “Wir sind auf einem guten Weg, was Anzeigenbuchungen und Abozahlen angeht.”
Die erste Sachsenausgabe bietet einen Querschnitt durch die Szene der großen Städte, wobei Berichterstattungen für Leipzig und Dresden dominieren. Das Dresdner Büro, in dem der Sachsenteil produziert wird, beherbergt derzeit vier Redakteure, denen sachsenweit von freien Mitarbeitern zugearbeitet wird. Aus Leipzig etwa von Volly Tanner und Peter Matzke (Mitautor der DDR-Rock-Geschichte “Als ich fortging”). Das 50-jährige Jubiläum von “Melodie & Rhythmus”, dem ältesten Musikmagazin Deutschlands, wird am 2. Oktober in der Berliner Kalkscheune gefeiert – mit der Band Rockhaus, Norbert Leisegang (Keimzeit) und der Liedermacher Rainald Grebe.
Ja Wahnsinn, is ja ‘n Ding! Medlodie&Rhythmus jetzt mit Sachsenausgaba – juhuuu!
Habt ihr schon mal nachgedacht, dass es an Beiträgen wie diesem liegen könnte, dass Medienrauschen seit Wochen in den Blogcharts nach hinten durchgereicht wird?
Hoffentlich kriegt ihr wenigstens Geld oder einen netten Job beim Verlag dieses Musikmagazins für so einen PR-Müll. Aber mir ist schon klar: Das hier ist kein journalistisches Produkt, sondern ein Blog, ihr könnt hier machen, was ihr wollt und wenn mir das nicht passt, brauche ich es ja nicht zu lesen blablabla…
28.09.2007, 09:53 Uhr, #
Also mit solchen Meinungen, die du uns hier vorwirfst, speisen wir unsere Leser nicht ab. Dass Medienrauschen derzeit nach hinten rutscht, liegt sicher nicht nur an den Beiträgen selbst, sondern auch an der Quantität. Das wissen wir. Können es derzeit aber nicht ändern.
Aber wenn Du mitmachen und was ändern willst…
28.09.2007, 10:53 Uhr, #
Entschuldigt bitte, ich habe mich im Ton vergriffen. Das meine ich ernst. Sorry.
Und der Hinweis auf die Quantität ist berechtigt und ich habe Verständnis dafür, wenn ihr mal nicht so viel Zeit investieren könnt (das ist genau der Grund, aus dem ich selbst nicht mehr blogge).
In der Sache bleibe ich aber dabei: Ich verstehe nicht, warum ein Medienmagazin (das bislang nicht als regional fokussiertes Medium aufgetreten ist) den Start eines regionalen Ablegers eines (eher unbekannten?*) Musikmagazins so ausführlich thematisiert. Und: Der Artikel könnte wirklich geradewegs aus der PR-Abteilung des Verlags kommen.
*Hm. Im sämtlichen Darstellungen und Selbstdarstellungen, die ich gefunden habe, ist nie von der aktuellen Auflage des Hefts die Rede. Nicht mal in deren Mediadaten steht die drin!
28.09.2007, 17:06 Uhr, #
Im Impressum steht die Auflage auch nicht… Ist wohl aber nicht verwunderlich bei einem Blatt, das mehrfach von der Bildfläche verschwunden war. Da hält man sich etwas zurück mit den offiziellen Zahlen…
01.10.2007, 14:24 Uhr, #
Ja, ok, aber in den Mediadaten stehen die auch nicht. Also ich würde als Werbetreibender mein Geld garantiert nicht in ein Magazin stecken, das die eigene Auflage geheim hält. Egal. Deren Problem.
02.10.2007, 17:50 Uhr, #