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Readers Edition: Persönliche Worte vom neuen Eigentümer Michael Maier

Michael Maier, der neue Eigentümer der Readers Edition hat sich in einer E-Mail an die Autoren der Website gewandt. Die wollen wir Euch nicht vorenthalten.

Die Readers Editions sorgt zu Weihnachten für eine Überraschung: Sie wechselt den Träger und ist nun nicht mehr ein Beiboot der Netzeitung (meiner alten company), sondern das Flaggschiff meiner neuen company: Der Blogform Verlags GmbH.

Warum dies? Ich denke, dass die Readers Edition ein großartiges Potenzial hat. Leser, Bürger, melden sich zu Wort; mischen sich ein in die Gesellschaft; brauchen nicht mehr zu hoffen, dass irgendwer ihr Anliegen druckt, sendet oder online stellt. Diese Entwicklung verändert den Journalismus fundamental, und sie verändert die Gesellschaft fundamental.

Für alle Beteiligten kann dies positiv sein: Für die Bürgerinnen und Bürger, für die Journalisten und am Ende vor allem für die Gesellschaft.

Allerdings kann eine ernsthafte Entwicklung zur “fünften Gewalt” nicht auf dem Level der Hobbygärtnerei erfolgen. Mir schwebt eine Verschränkung von Bürgerjournalismus und professionellem Journalismus vor. Die Readers Edition muss interessant, spannend, korrekt sein – und immer an den Leser denken!

Viele gute Artikel und die engagierte ehrenamtliche Mitarbeit von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen hat die Readers Edition auf einen guten Weg gebracht. Vielen Dank an alle, die bisher mitgemacht haben.

Mit der neuen Struktur möchte ich die Readers Edition stärken und gemeinsam mit Ihnen weiterentwickeln. Ich würde mioch freuen, wenn Sie uns Ihre Ideen, Anregungen und Vorstellungen in den kommenden Wochen mitteilen – gerne auch als Beitrag in der Readers Edition.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein friedliches Weihnachstfest und alles Gute für 2007.

“Verschränkung von Bürgerjournalismus und professionellem Journalismus” also. Na da sind wir gespannt, wie das aussehen soll. Und “Hobbygärtnerei” haben die Autoren also bislang betrieben? So mit Blumen und Bienen?

Trackbacks

  1. UPLOAD » “Die Readers Edition hat ein großartiges Potenzial”
    21.12.2006, 16:32 Uhr
  2. » Netzeitung und Readers Edition, Blogpiloten.de - Weblog Update Weekly
    23.12.2006, 21:58 Uhr

Kommentare

  1. Bürgerjournalismus ist für mich das Unwort des Jahrzehnts, vollkommen daneben. Wie das Wort “bürgerschaftliches Engagement”.

    Nennt
    Ballack den Fussballer in der 2. Mannschaft der

    Bezirksliga etwa Bürgerfußballer?

    Carreras den Kirchenchorsänger Bürgertenor?

    Mauro Bigonzetti den Discostampfer Bürgertänzer?

    Frau Merkel die Pressesprecherin des Ortsverbandes Blügelshausen Bürgerpolitikerin?

    furchtbar das…

    mikel
    22.12.2006, 14:40 Uhr, #
  2. Ich denke, es handelt sich dabei nur um eine (missglückte) Übersetzung von “citizen journalismn”. Oder so. Freizeit- oder Hobbyjournalist klingt ja auch nicht viel besser.

    Daniel Große
    22.12.2006, 19:00 Uhr, #
  3. ..es gibt nur Menschlein die schreiben, warum auch immer und für wen auch immer….
    und redaktionelle Systeme dafür.
    und… Geschäftsmodelle dazu.

    Wer Bürgerinnen und Bürger sagt meint das auch so:
    Bewohner einer Burg, eingesperrt in Mauern, abends werden die Tore geschlossen und nur die Spielleute berichten von der großen weiten Welt, gestaltet von den Profis..

    mikel
    22.12.2006, 23:18 Uhr, #
  4. Mikel und Daniel,

    I auch hatten es Bürger Journalismus — citizen journalism — genannt. Aber ich nenne ihn jetzt vernetzten Journalismus — networked journalism. — Fachmann und Bewunderer, die zusammen arbeiten. Man darf nicht Journalismus durch die Person definieren; jedermann kann eine Tat von Journalismus machen. Und außerdem, sind Journalisten Bürger, auch.

    Considering that my German and Google’s German are a dangerous combination, I’ll say this auf Englisch as well:

    I also had called it citizens’ journalism, but I’ve stopped. We should not define journalism by the person who does it, for anyone can perform an act of journalism today. And besides, journalists are citizens, too. So I now call it networked journalism — professional and amateur collaborating because they can.

    In any case, I look forward to seeing how Dr. Maier takes whatever you wish to call this form of journalism to its next level with Readers-Edition.

    This is a Guardian column I wrote about Netzeitung and Readers-Edition:
    http://www.buzzmachine.com/index.php/netzeitung/

    Jeff Jarvis
    24.12.2006, 13:38 Uhr, #

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Autor Daniel Große

Datum 21.12.2006, 14:17

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