“Der Tag, an dem die Quoten ausblieben” titeln heute DWDL, Meedia und Co. angesichts einer technischen Panne bei der GfK, aufgrund derer heute keine TV-Quoten veröffentlicht werden. Kein Quoten. Das ist ungefähr so wie .. Ja, wie was eigentlich? Das Paradies? Könnte man nicht einfach einen generell einen Quotenfreien Mittwoch ins Fernsehprogramm aufnehmen? Oder den Quotenfreien Sonntag? Für mehr Mut im Fernsehen. Und weniger Einheitsbrei? Wäre die Quotenbefreiung des Fernsehens das Büstenhalterlose Entertainment der 68er Generation? Mut im Fernsehen ist, wenn es um qualitatives Programm geht, nur noch in Spartenkanälen möglich, selten wird er bei den Mainstream-Sendern quotentechnisch wirklich belohnt. Könnte eine gezielte Aussetzung der Quote helfen dem Publikum wieder Kost vorzusetzen, die wirklich schmeckt? Das Ende der Quotengeilheit? Ein Traum. An einem Tag wie diesem zum Greifen nah … Aber der Abschied von der Quote wäre so, als würden würden wir einen Nachruf auf die Pageimpression im Netz veröffentlichen – ohne sie einen Tag später widerrufen zu müssen ;)

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Kommentare
Ach ja, ich fände beides herrlich. Sagenhaft. Quotenfreies TV und PI-freies Internet. *träum*
01.07.2009, 12:40 Uhr, #
Die Logik in dem Beitrag ist ja genauso wirr wie in der naiven Kulturbelehrung Free Rainer – “die Quoten” sind nicht irgendein bösartiger Parasit, sondern einfach nur Abbild dessen was die Leute sehen wollen. Und wenn “die Quoten” mal einen Tag nicht veröffentlicht werden sieht der Publikumsgeschmack noch ganz genauso aus …
01.07.2009, 19:23 Uhr, #
Es geht nich darum, was die Leute sehen wollen, es geht darum mehr Mut im Fernsehprogramm zu zeigen, anstatt immer auf Einheitsbrei zu setzen. Die Theorie des Eintrags ist, dass eine Quotenfreiheit Programm hervorbringen würde, das innovativ, jung und mutig ist.
02.07.2009, 08:15 Uhr, #
Also erstens sollte es im Fernsehen darum gehen was die Leute sehen wollen, alles andere wäre etwas autokratisch ;)
Die Theorie im Beitrag hat ja die Prämisse innovativ, jung, mutig = keine Zuschauer (bzw. geringe Quote). Wenn dem immer so wäre (zum Glück gibts ja ab und zu Ausnahmen) würde es auch nichts helfen dieses Phänomen einfach zu ignorieren (keine Reichweiten zu erheben). Ich würde sogar davon ausgehen, dass ein von jeglicher Erfolgsmessung entkoppeltes Fernsehprogramm eher qualitativ schlechter würde – Handeln in Unsicherheit verstärkt nicht unbedingt die Risikobereitschaft.
02.07.2009, 11:29 Uhr, #
“Handeln in Unsicherheit verstärkt nicht unbedingt die Risikobereitschaft” Aber genau das ist doch auch bei den Quoten der Fall. Der Druck ist dermaßen groß, dass manches Projekt abgeblasen wird, weil man Angst vor schlechten Quoten hat. Es gibt viele Beispiele im Programm, die gute Kritiken bekommen, beim Publikum aber durchfallen und eingestellt werden. Stromberg bspw. lebt auch nur noch, weil er den Grimme-Preis eingesackt hat. Gutes Programm wird nicht gegen Wetten dass gesendet, weil man Angst vor schlechten Quoten gegen den Primus hat, … Und wenn man dann bedenkt, wie die Quoten ermittelt werden (wie viele Haushalte messen gleich nochmal, 5000?) … Man muss angesichts dessen einfach auch mal für eine Emanzipierung des Fernsehprogramms plädieren dürfen ;)
02.07.2009, 19:11 Uhr, #
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!
Das Internet ist so eine Sache.. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Internet in naher Zukunft nicht mehr eine alzu große Rolle spielen wird, als bisher.
15.09.2009, 09:40 Uhr, #
Wer anspruchsvoll unterhalten werden möchte, soll auf 3sat, Arte, Phönix oder n-tv ausweichen! Seichte Unterhaltung bringt Quote, also behält man sie bei. Der Fernseher ist doch für viele Verbraucher nur ein Entertainer nach Feierabend! Also werden Formate entwickelt, die leicht zu begreifen sind und nicht wehtun.
http://www.stromtarife.com
21.09.2009, 14:37 Uhr, #