GEZahlt wird für eigene Beiträge der öffentlich-rechtlichen Sender bereits. Jährlich rund sieben Milliarden Euro werden über die Gebühreneinzugszentrale eingenommen und an die öffentlich-rechtlichen TV- und Radiosender verteilt.
Weil also die eigenproduzierten Inhalte nun schon bezahlt sind und nach dem senden eigentlich nur noch im Archiv ein einsames Dasein fristen, fragt sich so mancher, warum ARD und ZDF die eigenen Archive nicht im Internet öffnet.
Wie sowas vielleicht aussehen kann, zeigt der NDR ab morgen.
Dann nämlich sollen – vorerst einige wenige, ausgewählte – Sendungen des Norddeutschen Rundfunk im Netz nicht nur zu konsumieren, sondern auch verteilbar sein.
Der NDR nämlich stellt Videos der eigenen Magazine Zapp und extra 3 online unter eine Creative Commons Lizenz und erlaubt so die private Wieder-Veröffentlichung. So man das Werk nicht verändert und den NDR als Urheber nennt.
Das ist keine Revolution, aber ein Schritt. Einer in die richtige Richtung.
Ob das Vorbild ist, wird sich zeigen. Auch, ob noch weitere Formate folgen oder der Versuch in wenigen Monaten wieder eingestampft wird. Das wird an den Reaktionen liegen. An denen der potentiellen Nutzern, sicherlich aber auch an denen von privaten Sendern und Verlagen. Die schiessen seit geraumer Zeit gegen die Online-Aktivitäten von ARD, ZDF und den Dritten.

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Kommentare
Sehr schön; zudem beide Sendungen wirklich gut sind!
20.11.2007, 14:16 Uhr, #
Na endlich! Als nicht Fernseh-Besitzer und ARTE-nur-bei-Freunden-Gucker und Für-mein-fast-ungenutztes-Radio-Gebühren-Zahler begrüße ich das sehr.
Dass die Privatsender dagegen halten, kann ich mir vorstellen. Schließlich sind die ausschließlich werbefinanziert. Und wenn man die Sendungen später auch im Web ungestreamt herunterladen kann, dann haben sich die nervigen Werbepausen für den User erledigt.
20.11.2007, 19:24 Uhr, #