Auf in die neue Woche. Willkommen und Alles Gute für die nächsten Tage bis zum vierten Advent!
Ein Müsli ist der richtige Start – in Tag und Woche. Und zum Wochenanfang vom Cheffe selbst – kurz und knackig. Heute: Schoko-Krokant-Knuspermüsli.
“Müssen Sie eigentlich alles machen, Herr Jauch?“, fragt die FAZ. Wollte ich auch mal fragen. Vor allem, weil der Herr Jauch ja nicht nur selbst fleißig bei RTL moderiert und uns in den Werbeblöcken Dienstleistungen der gebeutelten Deutschen Telekom verkaufen will. Mit seiner Firma I & U produziert er auch noch die Mehrheit der erfolgreichen (Rückblick-)Shows die uns RTL in der Woche präsentiert (stern TV, Jahres-Rückblick-Shows, 70er-90er Jahre Show, …).
Ein lesenswerter Interview mit der ‘Wunderwaffe von RTL’.
Und noch ein Interview – wahlweise zu lesen bei Berliner Morgenpost (Kurzfassung) oder der Welt (Langfassung).
Diesmal mit Stefan Raab.
Der spricht über den aufgebauschten ‘Medien-Skandal’ Raab vs. Porno-Ralle, sinkenden Quoten und über was der letzte Late-Nighter in der deutschen Zeitung sonst noch reden darf und muss – macht er ja sowieso viel zu selten, der Herr Raab.
Derweil hat die taz eigentlich nur eine Frage – allerdings keine an Stefan Raab, sondern eine eher rethorische: Warum hacken die Medien auf einmal auf Stefan Raab herum? Fragen wir uns auch. Aber es ist ja auch keiner mehr da, auf dem man sonst gepflegt rumhacken könnte: Anke Engelke – das Feindbild des gestandenen Feuilleton-Schreibers ist ja vorerst von der Bild-Fläche verschwunden. Und bis zur Rückkehr von Harald Schmidt sind halt noch ein paar Tage hin; in der Zeit muss man sich zu beschäfftigen wissen.
Harter Schwenk: Weblogs sind ja quasi das Lieblingsthema linker Medienrevolutionäre – Publishing für jederman. Im Grunde also kein Wunder, dass es das Thema ‘Weblog’ auf Seite Eins der Wochenend-Ausgabe der Libération – Frankreichs linksliberaler Zeitung Numero Uno – geschafft hat.
«La blog génération» titelt das französische Blatt und hat – mediumsgerecht – alle zugehörigen Artikel auch artig auf die eigene Website gestellt.
Falls die Französisch-Kenntnisse des werten Lesers – was ich hiermit ausdrücklich nicht unterstellen will – ebenso schlecht sind, wie die meinigen hilft vielleicht die Zusammenfassung beim Kollegen Michael Genova vom Dienstraum. Oder der lesenswerte Artikel bei den Revolutionären von Blogs!.
Wo wir gerade bei ‘Internet und Revolutionen’ sind: Für die dickste Überraschung sorgte am Freitag Abend sicherlich freenet: Für 130 Millionen – davon 80 Millionen in bar – haben die grellgrünen Hamburger den Webhoster Strato übernommen.
Die Verträge wurden am Sonntag Abend unterzeichnet.
Die Aktionäre hat der Deal weniger begeistert – am Freitag rutschte die freenet-Aktie ein wenig ab. Andere Hoster freut es und man startet sowas wie eine ‘Ich lass mich doch nicht verkaufen’-Aktion.
Was ist jetzt eigentlich trauriger?
Von der Erwerbung zur reinen Werbung: Auf eine echte Perle der OnAir-Vermarktungsmaschinerie hat uns ein Leser von medienrauschen aufmerksam gemacht: SevenOneMedia stellt 10 Vorurteile gegen Fernsehwerbung und die jeweilige Gegendarstellung vor.
Wunderbar aktuell – wo sich die Werbewirtschaft vor Kurzem ja über die Qualität des aktuellen Fernsehen äußerte – Punkt 2 der Liste: “Werbung läuft bei den Privaten in einem schlechten Umfeld.”
Nicht nur die BBC muss sparen, sondern auch das ZDF. Das wollen die Mainzer dann vor allem beim Programm.
Will die BBC wahrscheinlich auch, denn Geld für einige Späße scheint noch immer vorhanden zu sein: Man hat die zehn kitschigsten Sätze aus Filmen wählen lassen.
Raten Sie mal wer gewonnen hat?
Leonardo DiCaprio mit “I’m the king of the world!”
Ok, gewinnt der arme Kerl auch endlich mal was … Anke Gröner – die ungekrönte Queen of Kinokritik – hat sich zu den ‘Gewinnern’ so ihre Gedanken gemacht. Ein Lesebefehl, so früh am Montag morgen.
Und genau mit diesem entlasse ich Sie in ihren Wochenanfang … Bis morgen!
Fehlt da nicht ein Link? Ich meine den Vorurteile-Link.
13.12.2004, 11:06 Uhr, #
Vorurteile-Link?
13.12.2004, 11:08 Uhr, #
Ralf meint den Link zu “SevenOneMedia stellt 10 Vorurteile gegen Fernsehwerbung und die jeweilige Gegendarstellung vor.” – Die würd ich auch gern lesen. :)
13.12.2004, 11:44 Uhr, #
Huch! Total übersehen; war wohl doch zu früh ;-)
Nachgereicht.
Und damit ihr nicht suchen müsst nochmal:
http://www.sevenonemedia.de/research/fakten/index.php
13.12.2004, 11:53 Uhr, #