Überblogger Stefan Niggemeier muss Kommentare zu “brisanten Einträgen” in seinem Blog zukünftig moderieren, bevor sie erscheinen. Das zumindest hat das Landgericht Hamburg gestern im Rahmen einer durch die Firma Callactive erwirkten einstweiligen Verfügung gegen den Journalist Niggemeier bestätigt.
So habe Niggemeier bei brisanten Themen eine Prüfungspflicht, die sich dann verschärfe, wenn er Kommentare unter Pseudonym zuließe.
Niggemeier – bei dem man die Geschichte ausführlich lesen kann – plant Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Auch, weil er in der unter Umständen richtungsweisenden aktuellen Entscheidung des Gerichts das “Ende der offenen Diskussion in Foren, Blogs und Online-Medien” sieht.

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Kommentare
Da fällt mir jetzt spontan nur ein: “Getroffene Hunde bellen”. Gegen Stefan Niggemeier kann man ja (leider) nichts sagen, da er viel zu gut ist (da wie geschrieben: kritisch, aber sachlich).
Und Kommentare das eben nicht sein muss/kann/soll, was auch immer – dann wenigstens die verbieten.
Verleumdung?! Und wo hat sich die Meinungsfreiheit verkrochen?
06.12.2007, 14:52 Uhr, #
Welche Meinungsfreiheit Julia. Wo gibt es Meinungsfreiheit, wenn die Meinung überwacht und Kontrolliert wird. Alleine das Gefühl zu haben, man könnte etwas schreiben, was ein Problem werden könnte, lässt viele einfach verstummen.
Woran will mich das erinnern? Ich weiß es, aber ich frag mich, ob man das in einem Blog schreiben darf.
Oswald
08.12.2007, 02:18 Uhr, #