Wir fühlen uns geehrt. Und sind überrascht. Wirklich.
Als wir uns am Abend des 31. März kurzfristig dazu entschlossen, unsere Leser mit einem kleinen Scherz in den April zu schicken, hätten wir nicht gedacht, dass wir solche – und vor allem sehr positive – Reaktionen auslösen. Wir waren überrascht, welches Vertrauen wir unter unseren Lesern genießen und, dass es offenbar mehr als zwei Menschen in Deutschland gibt, die glauben, dass man mit einem Weblog auch finanziell erfolgreich sein kann – wenn man will.
Uns als Team kann letzlich nichts mehr ehren als das uns entgegengebrachte Vertrauen, selbst bei – oder gerade wegen – einer Meldung wie dieser. Und deshalb möchten wir uns bedanken. Und uns beeilen, zu versichern, dass der 1. April der einzige Tag im Jahr ist, an dem man hier und andernorts kaum jemandem trauen kann [*]. Die restlichen 364 Tage des Jahres darf man uns durchaus glauben; wir sind stets bestrebt wahrheitsgetreu zu berichten und keiner Ente aufzusitzen.
Medienrauschen.de als Firma also, war ein wenig mehr als das Team und den Leser in den kommenden Wochen wirklich erwarten wird. Jedoch: So weit an der Realität auch wieder nicht vorbei. An der Meldung von gestern, die auf einer Idee von Team-Mitglied Dirk Schürjohann beruhte, war durchaus auch einig Wahres: Es wird tatsächlich einen Relaunch geben -Neue Plattform, neues Gesicht und neue Features. Das verschollene Medienmüsli wird in den nächsten Wochen wirklich als täglicher oder zumindest regelmäßiger Podcast wiederbelebt.
Und der Rest? Ist die bevorstehende Herausforderung eines Team-Mitglieds, eine Vision hier in Deutschland Realität werden zu lassen. Sogesehen ist der April-Scherz von medienrauschen nur ein zeitlicher, kein inhaltlicher.
Die April-Meldung von medienrauschen hat für Aufsehen gesorgt. Für Fragen. Für viel Unterstützung aber auch für Unmut. Verzeiht uns, unser kleines Spiel. Aber vertraut bitte auch nicht drauf, dass wir uns auch am 1.April 2006 nicht wieder etwas einfallen lassen werden.
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie wir all unsere Ideen verwirklichen und die für das ein oder andere Team-Mitglieder bevorstehenden Herausforderungen meistern können. Medienrauschen ist ein Projekt an dem wir – das Team – viel Spaß und Interesse haben. Der Artikel von gestern ist eine Vision; die zur Realität werden kann. Wir werden mit medienrauschen.de nicht exakt den im vorangegangenen Artikel beschriebenen Weg gehen, aber einer wird ihm im Auge behalten und ihm folgen.
Und wir hoffen, Du als Leser bist – wenn es an der Zeit ist – ebenso erfreut über das, was aus dieser Vision ersteht.
Danke.
- Hacker löschen Ticket-Bestellungen für die Fussball-WM 2006. Alle, bis auf die aus Holland. (ARD; danke Beate Paland für den Hinweis)
- Google wird kostenpflichtig (iBusiness)
- Google-Getränk beta (Google)
- Steve Jobs heuert bei IKEA an und hat selbst kein einziges Möbel in seinem Haus (The Register, via IT&W)
- Eine Woche “Big-Brother-Container” für die F1-Stars (F1total.com)
- Jamba und MTV heiraten (onlinekosten.de)

Heute bleiben die Kommentare irgendwie aus. Wahrscheinlich wurde gestern schon alles dazu gesagt. Also noch einmal, viel Erfolg mit den angedachten Neuerungen.
Mich würde noch interessieren, was am Vorlesen der Einträge so faszinierend ist (Podcast). Würde sich so etwas jemand mit dem MP3-Player in der S-Bahn anhören?
Unser Podcastexperiment fand vor zwei Jahren statt. Da hatten wir mal überlegt, unsere Presseschau als MP3 anzubieten. Nur lässt sich so ein Text eben schneller lesen als hören. Und so anspruchsvoll sind unsere Texte auch nicht, als dass man sie künstlerisch wertvoll rezitieren könnte. Oder hätte so etwas doch eine Zukunft?
Kennt jemand Zahlen von der ZEIT, wo man sich nun auch schon ziemlich lange die Artikel vorlesen lassen kann? Wie groß ist die Nachfrage?
02.04.2005, 20:20 Uhr, #
Ich dachte immer, ein Aprilscherz müsse Menschen auch irgendwie schockieren, damit hinterher die Erleichterung umso größer ist? Oder, noch besser, so überzogen sein, dass man sofort merkt, was man von der “Nachricht” zu halten hat (siehe z.B. Google Gulp)? Insofern würde ich sagen, dass das “April, April!” doch eher halbgar rüberkommt.
Dennoch natürlich auch von mir: Viel Erfolg weiterhin!
03.04.2005, 04:25 Uhr, #
Zumindest sollte ein Aprilscherz irgendwie ansatzweise zum Schmunzeln anregen. Ich würd mal sagen: Thema verfehlt.
03.04.2005, 11:22 Uhr, #
Ein Aprilscherz hat doch in erster Linie die Absicht, nicht als solcher erkannt zu werden. Und hinter unserem steckte nun eine ganze Portion Wahrheit, wie Thomas im Beitrag anmerkt. Lediglich der anzustellende Redakteur war stark übertrieben – obwohl auch der nicht vollkommen abwegig wäre, wenn man es wirklich drauf anlegte.
Insofern hat der “Aprilscherz” in erster Linie das bezweckt, was wir uns gewünscht haben: ein wenig Aufmerksamkeit und Interesse seitens der Leser, diverse Nachdenkereien in die richtige Richtung und die schöne Bestätigung, dass man uns einiges zutraut.
Wir wissen es sehr zu schätzen, danke!
03.04.2005, 18:10 Uhr, #