Der Montag ist ein Kampf. Raus aus dem Bett. Rein in die Arbeit … So sehen dann auch die Medien-News von heute aus: Kämpferisch.
Kerner gegen Christiansen
Und ein weiteres Kapitel im ‘Kampf der Titanen’: ARD vs.ZDF. Trotz der Versicherungen man habe sich wieder lieb, geht das ZDF auf Konfrontation.
Noch in diesem Jahr will das ZDF die “Johannes B. Kerner” am Sonntag direkt gegen die ARD-Sendung “Sabine Christiansen” senden. Wie Johannes B. Kerner dem “Focus” sagte, seien die Pläne “schon relativ weit“. Es gebe keinen vernünftigen Grund, so Kerner, sonntags bis zu 18 Millionen Menschen zu “Sabine Christiansen” zu entlassen, die zuvor den ARD-”Tatort” oder den ZDF-Spielfilm angeschaut haben. Kerner bekräftigte zudem seinen Wunsch, am Montag auch gegen die ARD-Show von Reinhold Beckmann ins Feld zu ziehen.
Das Aus für Herzblatt
Nach 18 Jahren, Rudi Carrell, Rainhard Fendrich, Hera Lind, Christian Clerici, Pierre Geisensetter, Jörg Pilawa und unzähligen Herzblättern steht die Kult-Kuppel-Show vor dem Aus.
DOCH nur in der ARD: Aufgrund stetig sinkender Quoten will die ARD die Show zukünftig nicht mehr ausstrahlen. Allerdings hält das produzierende Bayrische Fernsehen an der Show fest und will sie ab Juli sonntags selbst ausstrahlen.
Wer Nachfolger von Jörg Pilawa werden soll, der die Show mit dem Aus in der ARD verkäßt, steht derzeit noch nicht fest.
Kloiber verkauft. Nicht.
Am Freitag hatte der kress Report gemeldet, Herbert Kloiber hätte seine Tele-München-Gruppe an RTL verkauft. Geschmack könnte RTL durchaus an der Tele-München-Gruppe finden – hält sie doch zusammen mit Disney über 30 Prozent an RTL II.
Allerdings kamen am Freitag auch gleich die Dementi von RTL und Kloiber: “An den Gerüchten ist nichts dran”, sagte Gerhard Zeiler, Chef der RTL-Gruppe, am Freitag gegenüber der dpa. Und Kloiber lies seine Gegendarstellung gar per Anwalt verbreiten: “Wir werden nicht verkaufen”.
Harald Schmidt vor Gericht
In einem Zivilprozess muss der Entertainer Harald Schmidt heute in Köln vor Gericht: Der an Schmidt’s Firma ‘Bonito TV’ beteiligte Geschäftspartner Thomas Schmidt (nicht verwandt mit dem Entertainer) wirft Harald Schmidt eine Verletzung des Gesellschaftervertrages vor. Demnach dürfe die ‘Bonito TV’ mit keinem anderen TV-Sender (als sat.1 wohl) eine TV-Show produzieren.
Harald Schmidt sieht diese Klausel nicht verletzt, da er seine ARD-Show mit der “Kogel und Schmidt GmbH” produziere, in deren Gesellschaftervertrag das Wettbewerbsverbot aufgehoben worden sei. Diese Firma sei bereits Ende Februar 2002 gegründet wurden – vor dem Eintritt Thomas Schmidts in die Bonito TV.

SpOn-Banane des Tages: “Der Richter hat das persönliche Erscheinen des Angeklagten angeordnet.”
Des Angeklagten, aah ja.
14.02.2005, 10:41 Uhr, #
Witzigerweise verkauft Bonito allerdings Karten füre die Schmidt-Show auf der ARD.
14.02.2005, 12:28 Uhr, #
Als Aussenstehender wird es sowieso nicht einfach sein, dieses Firmenwirrwarr einfach zu entflechten.
Fakt:
WDR ist für die Show verantwortlich
ARD Degeto ist Auftraggeber
Schmidt und Kogel GmbH ist Auftragsempfänger
… und beauftragt die die Bonito TV mit der Produktion.
Aber darf die S&K GmbH eine Klausel im Gesellschaftervertrag der Bonito TV aufheben? *g*
Hübsches Firmengeflecht, das ja auch benutzt wurde um die wahre Zahlengröße die von WDR an Schmidt geht ein wenig zu ‘vertuschen’
14.02.2005, 12:56 Uhr, #