Welcher iPod-Nutzer kennt sie nicht? Die freundlichen Erinnerungen von Apple, dass man doch besser auf die neueste Version ihrer Software umstellen sollte, die fast schon zu regelmäßig heraus zu kommen scheinen…
Doch die neueste Version, 6.0.2 bietet noch eine zusätzliche Erweiterung, über die sich die Geister scheiden. Der “MiniStore” bietet dem Nutzer die Möglichkeit, Musik zu erwerben, die seinem Musikgeschmack zu entsprechen scheint. Doch woher weiß nun Apple, was ich höre?
Simpel, die neue Version von iTunes telefoniert nach Hause, sobald ein Song angeklickt wird und lässt sich Informationen zusenden um nutzerorientierte Werbung zu ermöglichen. So weit versuchte Kirk McElhearn, den Prozess nachzuvollziehen, bei der Übertragung der Cookies scheiterte er jedoch.
It also send some cookie information, which I have not yet been able to decipher.
Interessant ist weiterhin, dass sobald der MiniStore deaktiviert ist, auch keine Informationen an Apple übertragen werden.
Natürlich entbrannten sofort Diskussionen, wie beispielsweise bei Slashdot und mitunter wird iTunes schon als Spyware oder auch Malware bezeichnet.
Abstrakt betrachtet ist der Versuch von Apple, Profile der iTunes-User zu erstellen nicht anders, als die bereits zum Standard-Repertoire gehörenden Praktiken von Amazon. Trotzdem scheint Apple sein Nice-Guy-Image in treuen Kreisen doch ein wenig auf die Probe gestellt zu haben.

Also ich kann die ganze Aufregung nicht recht verstehen. Ich benutze seit langem das kleine Tool LittleSnitch, das solche Aktivitäten überwacht und mir die Wahl gibt den aktuellen Versuch der Software “nach Hause zu telefonieren” zu erlauben oder zu unterbinden. Da hat man immer eine ganze Menge zu tun, mit den Programmen die so ab und an “nach Hause telefonieren”. Das betrifft auch iLife Programme und natürlich Produkte von Adobe. Warum glauben wir Macianer nur, das wir auf unserer kleinen Insel von den Praktikn verschont bleiben, die in der Windows Welt schon lange usus sind?
11.01.2006, 23:04 Uhr, #
Komisch – ich hatte noch gar nicht die Meldung, dass es eine neue Software-Version von iTunes gibt – ich habe noch die 6.0.1.
Na ja. Mir egal. Bei Version 7 könnte man ja mal wieder updaten.
Ad Astra
15.01.2006, 02:18 Uhr, #
Das Feature erinnert mich stark an amaroKs Implementation von AudioScrobbler.com (jetzt last.fm). Dort werden diese Profile genutzt, um intelligente interaktive Playlists zu generieren.
Solange so ein Feature optional bleibt, sehe ich darin kein Problem.
22.01.2006, 19:15 Uhr, #