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Im fernen Osten nichts Neues

Aktuell berichteten sowohl die konventionellen Medien als auch viele Weblogs über die Internet-Zensur in China. Grund dafür sind die am Sonntag verabschiedeten neuen Regularien der chinesischen Regierung, welche den Umgang mit Informationen im Internet weiter vereinheitlichen sollen und somit zu einer stärkeren Regulierung führen.

Dass China versucht die Informationsfreiheit sowohl gesetzlich als auch technologisch zu unterdrücken, ist nichts Neues und uns allen bekannt. Viel interessanter wäre es jedoch meiner Ansicht nach, in Form einer Ergänzung mehr über eine Gegenbewegung zu erfahren. Zwar berichtete die amtliche Nachrichtenagentur XINHUA dass die Öffentllichkeit helfen werde, die Informationsverbreitung im Internet zu beobachten und rief auf Zuwiderhandlungen gegen das neue Gesetz zu melden, jedoch kann ich mit meiner weltoffenen Denkweise nicht glauben, dass all zu viele Chinesen dem Folge leisten werden. Die Zeit des als passiv geltenden Publikums ist vorbei und so wird es sicherlich auch in Zukunft mutige Chinesen geben, die ihre kritische Meinung äußern und den Hardlinern contra bieten.

Das neue “Handbuch für Blogger und Internet-Dissidenten” von Reporter ohne Grenzen verbreitet sich gerade wie ein Lauffeuer im Netz. Das gibt Hoffnung. Im Kapitel “How to blog anonymously” verrät Ethan Zuckerman in sechs Schritten wie man als Blogger unerkannt bleibt, eine Qualität, die sicherlich insbesondere für “ungesunde” chinesische Blogger (lebens-)wichtig ist. Das Handbuch ist als PDF zum Download verfügbar. Ob dies auch für den Internetzugriff aus China gilt, kann ich jedoch nicht sagen.

Trackbacks

  1. Golem: Saudi-Arabien zensiert Blogger.com, medienrauschen
    05.10.2005, 21:31 Uhr

Kommentare

  1. Gerade beim Rauchen der Feierabendzigarette diskutiert: der Bekannte eines Kollegen arbeitet momentan in China und wollte von dort aus ein Weblog führen.
    Das hatte sich wohl von vornherein erledigt – er bekommt keinen Zugriff auf seine Domain, sein Vorgesetzter hat ihn auch schon vorgewarnt, daß sie überwacht würden.
    Ich hatte meinem Kollegen dann vorgeschlagen, er solle sich die Beiträge erstmal verschlüsselt per Mail schicken lassen und dann per copy+paste posten. Das Handbuch wurde auch erwähnt.

    Mathias
    28.09.2005, 19:23 Uhr, #

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Autor Martin Assmann

Datum 27.09.2005, 15:00

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