Facebook & Unternehmen: Wenn Deine Fans nicht Dir gehören.
Traumjob “Spieledrehbuchschreiber”?
“… ist in einer Beziehung” – die Welt und ihr Abbild im Netz
“Die können nicht einfach mein Haus ins Internet stellen!”
Deutschland jagt einen Mann

“Hart aber Gerecht”

Hart aber Gerecht – Raubkopierer sind Verbrecher. Errinert mich ein wenig an die RIAA; genau wie der Spot, den ich gestern im Mittagsprogramm eines Wiesbadener Kinos gesehen habe. Ihr müsst Euch folgende Situation vorstellen. Es ist 16:15 Uhr an einem Sonntag. Ich (21) und meine Freundin (19) sind wohl die ältesten “Kinder”, die sich Shrek 2 ohne ihre Eltern angucken gehen. Es wird dunkel, es kommen einige Werbespots – wie immer halt. Doch dann kommt das Highlight. Der nächste Werbespot wird eingeleitet, ein ca. fünf Jahre altes Mädchen geht durch ein riesiges Haus – es muss bestimmt 250qm Wohnfläche haben – die Mutter sitzt mit dem Kopf in den Händen an einem großem Tisch. Die Situation ist sichtlich gerührt, es herrscht Dramatik in der Luft. Doch das Mädchen geht weiter, immer noch suchend, bis sie plan vor der Kamera stehen bleibt und laut fragt: “Wo ist mein Papi?”. Dann wirds dunkel, es erscheint dieses Logo (etwas größer) und man wird aufgeklärt, dass Raubkopierer bis zu fünf Jahre in einer Rosizialisierungsanstalt (Gefängniss) erwarten können, wenn sie den erwischt werden.

Bumm.

Einige wurden laut, andere waren toten still. Genau der richtige Werbespot für die Kiddies. Das saß. Aufklärung der härteren Art. Elke Esser, die Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing Gesellschaft meint es sei “durchaus provokant und aggressiv” gehalten. Was sie nicht sagen, Frau Esser? Vielleicht sollten wir noch härtere Strafen einführen? In Hessen gibts noch die Todesstrafe – und das Ding mit dem Bund, vor Landesrecht kriegen wir mit der entsprechenden Lobbyarbeit doch auch noch hin …

Trackbacks

  1. DasGenie: !Scrap
    29.07.2004, 17:22 Uhr

Kommentare

  1. Wenn der Papi im Werbespot seine Raubkopien z.B. auf Flohmärkten professionell verkloppt hätte oder gar mit Komplizen ein eigenes Vertriebsnetz aufgebaut hätte und in großen Stil im eigenen Presswerk raubkopierte Datenträger gegen Geld verramscht hätte, ja dann wäre er ein “Raubkopierer” und unter Umständen im Gefängnis gelandet.

    Aber dass es im Strafkatalog eben um solche professionellen Raubkopierer geht und nicht um jemanden, der Zuhause was für den Privatgebrauch kopiert hat, das verschweigt die Desinformationskampagne der Urheberrechte-Mafia natürlich.

    “Mafia” klingt irgendwie zu provokant und aggressiv? Ja eben – genau der richtige Tonfall gegenüber Esser und Co.

    Lucomo
    05.07.2004, 16:06 Uhr, #
  2. ich weiss nicht aber für manche fälle wäre die Todesstrafe gut bzw.angemessen zb.Massenmörder oder Menschen die Anschläge verüben.Aber sonst bin ich generell gegen die Todesstrafe.Denn niemand hat das Recht über Leben und Tod zu entscheiden,niemand hat das Recht gott zu spielen.

    Sonia
    14.12.2005, 08:21 Uhr, #
  3. Hart aber gerecht?!
    Solange in diesem Land Raubkopierer härter bestraft werden als Kinderschänder und Vergewaltiger kann ich keine Gerechtigkeit sehen!
    Und warum ist das so? Weil hinter der Kampagne “Hart aber gerecht” die Filmindustrie steht, und da geht es nun mal um Geld. Vergewaltiger zerstören ja nur unwichtige Leben – die kosten nichts!

    J-N-S
    14.04.2006, 17:26 Uhr, #
  4. raubkopierer 5jahre
    kinderschänder: 2jahre

    Anonymous
    18.07.2007, 10:35 Uhr, #

Kommentar verfassen

Bitte an die Netiquette halten. Name und E-Mail sind Pflichtangaben,
E-Mail wird nicht veröffentlicht

Autor Igor Schwarzmann

Datum 05.07.2004, 11:55

Tags

Share  auf Facebook teilen via twitter teilen auf delicious.com speichern

medienrauschen.de ist eine Veröffentlichung der medienrauschen UG (haftungsbeschränkt), medienrauschen.com
2004-2010, Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte der einzelnen Einträge liegen bei den jeweiligen Autoren.
Datenschutzrichtlinien. Weitere Informationen: Medienrauschen, Archiv, Impressum, Kontakt