We have decided we are no longer willing to continue censoring our results on Google.cn, and so over the next few weeks we will be discussing with the Chinese government the basis on which we could operate an unfiltered search engine within the law, if at all.
In einem Posting auf dem hauseigenen Blog verkündet Suchgigant Google, dass man nicht länger willens sei, die Suchresultate in der chinesischen Ausgabe von Google zu zensieren. Im gleichen Blogpost begründet Google – das seine Suchergebnisse seit dem Start in China 2006 dem Diktat der sozialistischen Regierung unterwirft – diesen Schritt auch. So seien dem Konzern nicht nur Menschenrechte wichtig, man habe auch mit Hackerangriffen aus China zu kämpfen, die gezielt nach verwertbaren Informationen in der Struktur von Google suchten und Postfächer chinesischer Menschenrechtsaktivisten ausspionieren wollten.
Nach der Ankündigung haben Menschen vor der Zentrale von Google China Blumen niedergelegt und das Netzvolk jubelt ob des tapferen, Wälle brechenden Schrittes von Google.
Der Schritt bringt Google Aufmerksamkeit und könnte taktisch und PR-technisch kaum besser sein.
Das Engagement und die damit einhergehende schweigende Zensur der sonst so heiligen Suchresultate haben Google in den letzten drei Jahren immer wieder Kritik eingebracht. Daneben ist der chinesische Markt ein schwieriger – die vorherrschende Suchmaschine ist Baidu.com, Google rangiert mit 29% Marktanteil abgeschlagen auf Rang zwei. In Mountain View hat man nun einige Jahre gebraucht um zu der Einsicht gekommen, dass es für PR, Menschenrechte und Erfolg wohl schlecht ist, sich dem Diktat zu unterwerfen – einem Diktat, dem sich freilich nicht nur Google unterwirft.
Das erste Lob für den Schritt von Google kommt von den Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch und dem Center for Democracy and Technology (CDT). Beide bezeichneten das Vorgehen Googles als “mutigen und schwierigen Schritt” und lobten das Unternehmen.
Google will in den kommenden Wochen mit der chinesischen Regierung über das weitere Vorgehen beraten und droht offen mit einem Rückzug aus dem Land.

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