Langsam wird es langweilig, oder?
Also, einmal noch: Johannes Boie besingt in der Süddeutschen Zeitung die sagenhafte Unbedeutsamkeit der deutschen Blogwelt.
Na dann.
Langsam wird es langweilig, oder?
Also, einmal noch: Johannes Boie besingt in der Süddeutschen Zeitung die sagenhafte Unbedeutsamkeit der deutschen Blogwelt.
Na dann.
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Kommentare
Ist bei der Süddeutschen Sommerloch? Alle Qualitätsjournalisten ™ im Urlaub?
13.08.2007, 20:51 Uhr, #
Solchen Mist kann man sich nur im Sommerloch ausdenken.
13.08.2007, 21:50 Uhr, #
Wer liest denn die SZ schon…
Ad Astra
14.08.2007, 01:47 Uhr, #
Es wird wirklich langsam langweilig. Hey, die SZ hat Euch noch freundlich behandelt, Ihr Pfeifen! Demnächst wollt Ihr bestenfalls auch noch alle Presseausweise weil man dann irgendwo irgendwas umsonst bekommt.
Arbeitslose mit DSL machen Ego-Fanzines, kopieren lustige Links und bewegen sich in ihrer eigenen Welt. Deutsche Blogger sind schlimmer als Trekkies und mit maximal drei Ausnahmen tatsächlich hoffnungslos unbedeutend. Alles ein einziges “entdecke die Möglichkeiten”-Geschwafel über technische Machbarkeit und am Ende kommt nur “mir ist da was passiert, da ist mir glatt die Milch umgefallen” dabei raus.
Und dazu diese ewige Arroganz der Kartoffeln.
Und dann die einzige journalistisch relevante Story aus einem Kartoffel Weblog: Johnny Spreeblick gegen Jamba. Wie lange ist das denn her?
Und im internationalen Vergleich wird es dann so richtig peinlich. Aber warum sollte man sich daran eigentlich reiben und endlose Kommentare schreiben….?
14.08.2007, 10:46 Uhr, #
Oh ja, dieser Artikel ist eher eine Selbstzelebrierung, ein Hymnus über die glorreiche Macht der Printmedien im Gegensatz zu diesen zweifelhaften Möchtegerns, die bloggen…
Keine gesellschaftliche Relevanz. Das ist natürlich eine grosse Ohrfeige für die Blogs, die ja unter dem Stern Social Networking geboren wurden.
14.08.2007, 11:41 Uhr, #
Hmm, ist es ein Wunder, dass bei nicht kommerziellen Webseiten sehr, sehr viel Schrott (oder höflicher: für die Maßen nicht interessanter Content) dabei ist? Auch nur wenige Balkone sind prachtvoll mit Blumen geschmückt…
14.08.2007, 22:17 Uhr, #
Darf ich in diesem Zusammenhang auf einen Artikel in der heutigen Times aufmerksam machen?
15.08.2007, 22:00 Uhr, #
Hannes wer?
17.08.2007, 17:15 Uhr, #
Lieber Herr Gigold, ich habe wirklich allerhöchsten Respekt vor dem, was Sie hier im Medienrauschen so treiben, und ich lese das Blog ebenso gerne wie regelmäßig. So weit das Lob.
Mit Verlaub allerdings: Irgendwie scheinen Sie mir ein wenig mit Komplexen beladen. Bei jeder kleinsten Blog-Kritik, posten Sie so einen einfallslosen “Wie Langweilig”-Kommentar. Warum reagieren Sie denn so empfindlich? Was ist denn falsch an dem, was Johannes Boie schreibt? Er hat völlig Recht, wenn er sagt, dass der größte Teil der deutschen Blogsphäre in völliger Belanglosigkeit dahin dümpelt. Er nennt aber auch ein paar Beispiele, bei denen das nicht so ist – es ist also bei weitem keine pauschale Blog-Niedermache.
Ich vermute, lieber Herr Gigold, Ihre Aufregung hat einen ganz trivialen Grund: Medienrauschen wird in dem Artikel mit keinem Wort erwähnt.
18.08.2007, 00:21 Uhr, #
Der Name ist Programm, Stino – oder?
20.08.2007, 21:29 Uhr, #
Wenn man halt sein Blatt nicht voll bekommt… Dann lutscht man sich halt was aus dem Fingern
21.08.2007, 01:09 Uhr, #
obwohl wir gar keine deutschen blogger sind, sonder österreichische, hier ein kommentar, der allerdings mit einem großen österreicher beginnt: freud sagte mal, das was man am meisten fürchtet, (z. b. ein göttliches wesen, kurz: gott) lehnt man am stärksten ab. der zeitungsgott süddeutsche verspürt entweder langeweile im sommerloch – oder und das nehmen wir wohl eher an – beginnt schön langsam einzusehen, dass die blogs ein eigenes medium mit gewaltigem öffentlichem meinungspotential sind, dass sie aus der modernen medienlandschaft nicht mehr wegzudenken ist. außerdem liebe sz: es geht nicht immer um hardcorejournalismus sondern um fun!! schon mal gehört? gut. auch schreiben kann fun sein und das noch viel mehr, wenn man beim schreiben in keinem “herr und knecht verhältnis” steht. teilweise hat sie (also die sz) ja recht (dauerclinch). dennoch bleibt es einfach, nur negativ daherzuschwadronieren, anstatt zu recherchieren und mal eine genaue analyse durchzuführen.
sollte das die sz machen, dann würde sie beweisen, dass sie ihrem ruf gerecht wird/bleibt. eine angesehene qualitätszeitung bei uns hat eine eigene rubrik mit artikeln von bloggern, weil sie dieses medium (blogs) einfach nicht mehr übersehen m ö c h t e n! schönen gruß servus
21.08.2007, 16:18 Uhr, #
Gut erkannt, Herr Große. Wünschte, Ihre Worte würden das versprochene Niveau halten können.
23.08.2007, 00:01 Uhr, #
@mbr:points Der Satz mit dem “negativ daherschwadronieren” gefällt mir. Was passiert hier eigentlich? Als regelmäßiger SZ-Leser haben Sie sicher bemerkt, dass sich das Feuilleton der Süddeutschen mehrmals wöchentlich den Nachrichten aus dem Web widmet – und diese, ganz brav mit Quellenangabe, zitiert. Oft Blogs. Gerne auch deutsche. Bestimmt auch österreichische. Aber eben nur die relevanten, die, so die Grundaussage des hier diskutierten Textes, in der Minderheit sind. Ich blogge selbst. Nur aus Spaß, da bin ich ganz bei Ihnen (Klicken Sie bitte mal ein paar Links der hier Kommentierenden an, wenn das, was die in ihren Blogs so schreiben, Spaß ist, will ich nicht wissen, wie die in traurigen Momenten drauf sind). Ich selbst allerdings halte mein Spaß-Geschreibe nicht für relevant – außer für mich und ein paar Eingeweihte. Vielleicht ist das der Unterschied.
23.08.2007, 00:25 Uhr, #
@stino: wie in der printmedienlandschaft ist auch das web 2.0 zwischen weiß und schwarz, mit einer unmenge an grauschattierungen dazwischen, angesiedelt. und das ist gut so! was ist qualität im web 2.0? qualität ist wohl das soziale element. ich gebe zu, dass gerade diese komponente bei vielen bloggern arg ins hintertreffen geraten ist, es geht primär um traffic, klickraten, werbeeinnahmen, usf. das ist halt so, web 2.0 wird von menschen gemacht und daher gelten die gleichen sozialen regeln, wie in der “realität”. dennoch: sie obliegen schon wieder einem gedankenfehler, es tut mir leid. zu viel hardcorejournalismus verblendet offensichtlich. wer behauptet den, dass blogger zwingend vordefinierten regeln des journalismus gehorchen müssen, um “die ehre und chance” zu haben gar im allerheiligstn, in der print-sz gedruckt zu werden? seine qualitätsstandars legt jeder blogger für sich selbst fest. jeder muss wissen was er will, welche themen penetriert werden, für wen er schreibt. das ist fair enough! und was ist ihre relevanz bitte schön? eben die von der sz vorgegebenen regeln des journalismus! noch einmal es geht um freude am schreiben, um fun, einfach darum, etwas zu tun, was man ohne dem medium web 2.0 nicht tun würde. ich/wir wehren uns einfach gegen ihre grundaussage, dass auch blogs nach irgendwelchen regeln funktionieren müssen? warum und wozu? genau das ist ja das interessante, dadurch unterscheiden sich blogs ja von anderen medien, printmedien… ich/wir gehen bei gewissen dingen der szene auch nicht mit, halten uns mit politischen kommentaren, auch auf mbr:points, zurück und wollen keinesfalls mit bestimmten psychodingen in der bloggerszene verbunden werden. trotzdem ist und bleibt die bloggersezen wichtig im 21. (medien-) jahrhundert. ohne qualitätskriterien, die irgendwelche mainstreamdenker vorgeben.
servus!
27.08.2007, 08:15 Uhr, #
Was soll so ein starres Unternehmen auch machen? Naja gut man könnte sich der neuen Welt anpassen… Aber das würde den konservativen Werten einer alt erwürdigen Zeitung nicht gerecht.
19.09.2007, 17:23 Uhr, #