Moderne Kommunikation und Sensationsgier machen es möglich, dass man derzeit live bei einem Polizei-Großeinsatz in Bern dabei sein.
Dort gab es offenbar eine Amoklauf-Drohung gegen die Berufsschule Bern, denn seit ca. 11 Uhr dürfen die Schüler das Gebäude nicht mehr verlassen, welches derzeit von “bis an die Zähne bewaffnete“(n) Polizisten umstellt ist.
Ebenfalls mit dabei: Ein “Grossaufgebot an Ambulanzen“; von “mindestens drei Ambulanzen” (Zitat aus zwei hintereinander stehenden Sätzen).
Live dabei sein darf man bei 20 Minuten Online, die ihre Berichterstattung mit ausgiebigen Aussagen und Bildern von mind. einem “Mobile-Reporter” – einem Schüler, der derzeit noch im abgeriegelten Gebäude sein soll – schmücken. Seien Sie live dabei, wenn die ersten Schüsse fallen.
Die Kategorie: “Geschmacklosigkeiten des Journalismus” haben wir leider nicht. Scheint aber so, als sollten wir die bald einmal einrichten.

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Kommentare
Also so lange der Amoker selber nicht filmt und der Filmende keine Dummheiten macht, sehe ich kein Problem, die Situation ist, wie sie ist.
21.11.2008, 12:04 Uhr, #