El País ist Spaniens größte und wahrscheinlich auch international einzig bekannte Zeitung. Das linksliberale Blatt ist aber nicht nur auf dem Papier groß, sondern auch im (spanischen) Internet.
Nach der Überarbeitung der Print-Ausgabe hat man nun auch der digitalen Präsenz einen neuen Anstrich gegeben. Und der geht weiter als die eher unmutigen Schritte deutschen Zeitungen im Online-Bereich: Neben dem üblichen neuen Nachrichtenformat Video, ausufernden Fotogalerien und einem eher nach Print anmutendem Design gibt es bei El País auch die Möglichkeit sich die Seiten personalisieren zu können. Damit ist nicht die Themenzusammenstellung gemeint, sondern vielmehr das Aussehen des Portal. Das nämlich lässt dem Nutzer die freie Wahl bei Schriftart, Farben und sogar Logo.
Darüber hinaus sind Nutzer weit mehr eingebunden: Sie können Artikel kommentieren, mit Sternchen bewerten und werden über einen direkten Button sogar zu Korrekturen aufgefordert. Auch lassen sich Statistiken zu den einzelnen Artikel direkt aufrufen, und das ein Angebot wie die El País auch diverse RSS-Feeds anbietet gehört heute eigentlich bereits zum guten Ton …
Soviel Mut wünscht man sich gelegentlich auch bei der Online-Ausgabe einer deutschen Zeitung. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, hier gilt man bereits als modern, baut man Buttons zu Social Bookmarking-Diensten wie del.icio.us oder Mr. Wong ein …
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Kommentare
Das nenn ich mal web2.0. Find ich sehr gut. Bei uns kann man zwar mit BILD telefonieren, aber Artikel kommentieren oder gar ein Layout verändern, ist unvorstellbar. Naja Axel Springer steht eh mehr auf große Überschriften und große Bilder, da ist kein Platz für Kommentare oder individuelle Layouts
24.10.2007, 10:53 Uhr, #
Holla, das schaut ja noch besser aus als vorher. Dagegen (und solche Portale wie timesonline) wirken alle deutschen Zeitungsportale wirklich wie von vorgestern.
Im übrigen heißt es nicht “El Paîs” sondern “El País” :)
24.10.2007, 14:18 Uhr, #
Wahrscheinlich werde ich danach gesteinigt: Aber trotzdem glaube ich nicht, dass Menschen layouten und basteln, sondern sich schlicht informieren wollen.
04.11.2007, 12:30 Uhr, #