Nun ist es also passiert. Die Kampagne “Du bist Deutschland” hat den Social Effie in Gold geholt. Der Preis für effiziente Marketing-Kommunikation wurde den Agenturen kempertrautmann, Jung von Matt, FischerAppelt und MindShare vom GWA Gesamtverband Kommunikationsagenturen verliehen.
In der Begründung (PDF), die hauptsächlich nur aus einer Zusammenfassung des Projektes und vermeintlichen Erfolgsmeldungen, die von den Projektpartnern stammen, besteht, lässt sich aber auch bemerkenswertes finden:
Aufbruch und Bewegung unterstützt! Bis Ende Januar 2006 haben sich weit über 1 000 Unternehmen gemeldet, um die Aktion zu unterstützen. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung bekennen sich zu „Du bist Deutschland“ und tragen den Gedanken weiter. In zahlreichen Schulen, Vereinen und Firmen wird der TV-Spot genutzt, um über Deutschland und Motivation zu diskutieren. Der ifo-Geschäftsklimaindex verbessert sich seit Wochen, eine Entwicklung, die sich nach Angaben der Boston Consulting Group auch auf „Du bist Deutschland“ zurückführen lässt.
Huih – das ist mutig. Einen steigenden Geschäftsklimaindex auf eine Kampagne zurückzuführen, die zweifelsohne ungewöhnlich und neu war, auf der anderen Seite aber auch derart viel polarisierte, dass es schon weh tat. Ich weiss nicht, wie es den großen Wirtschaftsunternehmen geht – aber ich sehe den Grund für steigende Umsätze und zunehmende Aufträge immernoch in mir selbst – und nicht darin, dass uns Promis erzählen, worauf man stolz sein soll. Ich bin ich. Insofern gehe ich mit Herrn Jauch mit, wenn er sagt, jeder soll für sich sehen, dass er sich nochmal richtig rein hängt. Aber das wussten wir sicher auch alle vorher.