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Don Alphonso vs. studiVZ

Kurze Zwischenfrage:

Weiß jemand, woher Don Alphonso diese schier unbändige Motivation zur Aufklärung der studiVZ-Probleme nimmt?

Danke.

Trackbacks

  1. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » 700 Männer, eine Frau - Stalking bei studiVZ
    24.11.2006, 13:56 Uhr
  2. YAMB.BETA² » StudiVZ: Mission Statement
    25.11.2006, 16:17 Uhr
  3. 50 Millionen Euro?, medienrauschen, das Medienweblog
    05.01.2007, 18:11 Uhr

Kommentare

  1. Och, das ist das Blogger-Herzblut, würd ich sagen. Und das hilft ja auch. Leuten wie mir bleistiftsweise, die sich mit dem StudiVZ-Problem noch gar nicht auseinander gesetzt haben.

    “Können Sie das bitte nochmal erklären, ich hab gar nichts mitbekommen, Frau Lehrerin!”“Was erklären?”“Ähm, alles!”

    Okay, okay, ich les mir’s durch..

    Daniel Große
    20.11.2006, 16:27 Uhr, #
  2. stimmt. das wirds sein. herrlich, wenn man soviel zeit für richtig investigative recherche hat.

    Sven
    20.11.2006, 16:30 Uhr, #
  3. Der Don beißt sich doch liebend gern an Dingen fest. Ist ein Pittbull-Blogger ;-)

    medienrauschen, Thomas Gigold
    20.11.2006, 16:54 Uhr, #
  4. Die Nummer mit dem Völkischen Beobachter war alleine wohl eine(mehrere) Kategorie(n) zu hart. Außerdem ist es “dot.com mit Web 2.0″ … unwiederstehlich. Bin auf das Ende der Serie gespannt …

    Sebastian
    20.11.2006, 17:15 Uhr, #
  5. “Disclaimer: Ich bin Jude, arbeite u.a. für jüdische Medien – und rede tatsächlich mitunter mit führenden Vertretern der ADL.”
    Link

    Persöhnlicher Ehrgeiz, hmm?

    Daniel
    20.11.2006, 17:44 Uhr, #
  6. Das ist einfach: Es hat ihn schon lange niemand mehr richtig ernst genommen. Dotcomtod, diese tollen Blogbücher, das alles wurde zugeschüttet unter einem riesigen Haufen von (bestenfalls) substanzarmen Meckereien. Außerdem ist er wohl nicht auf bezahlte Arbeit angewiesen.

    Hinzu kommt, dass er dem Kritisierten in mancher Weise verblüffend ähnelt. Zum Beispiel wenn es um das Löschen von Blogkommentaren geht. Oder in der Einschätzung der Wichtigkeit der eigenen Person.

    Torsten
    20.11.2006, 17:52 Uhr, #
  7. das löschen von blogkommentaren ist bei trollereien und rechtlich bedenklichem unvermeidbar … hat alphonso aus anderen gründen gelöscht?

    … die theorie eines rachefeldzuges in zionistischtem geiste halte ich übrigens für abwegig

    Sven
    20.11.2006, 17:57 Uhr, #
  8. Sven: Frag doch mal Jörg-Olaf.

    Oder lies es nach

    Das ist übrigens kein singuläres Kapitel.

    Torsten
    20.11.2006, 18:06 Uhr, #
  9. wie ich gerade sehe sind jörg olafs artikel mit studivz im titel auch nicht gerade selten … liegts an googles technorati link: jede menge artikel die über studivz herziehen ?

    Sven
    20.11.2006, 18:27 Uhr, #
  10. Öh, ich hab mich das auch gefragt, aber er scheint das ja öfter zu machen. Ähnlich ging das ja mit Technorati/Edelman/Walmart. Ich find das ja prinzipiell ganz gut, sich mal in ein Thema zu verbeissen. Über die Vorgehensweise und die Schreibe an sich kann man natürlich geteilter Meinung sein

    Mathias

    Mathias
    20.11.2006, 18:48 Uhr, #
  11. Ja, die Frage ist durchaus berechtigt. Stellte ich mir auch schon. Sinnlos find ichs aber nicht, denn sonst wäre ich nicht auf die Thematik gekommen… und wenns schon sonst nix bringt, so mich wenigstens dazu regelmäßiger die AGBs zu lesen ehe ich sie wegklicke!

    BTW: Man kann Don viel vorwerfen, er ist wirklich ein Hundling, wie die Bayern sagen würden. Aber er hat nen polarisierenden Stil in seinem Blog und seinem Gehabe. Würd ihm gern mal auf der Straße begegnen, um zu sehen, ob das Bild in meinem Kopf zu der wahren Person passt :D

    Seraja_Ten
    20.11.2006, 20:16 Uhr, #
  12. Ich will jetzt nicht sagen dass er nen Rachefeldzug veranstaltet, aber der persönlich Aspekt spielt sicher mit.

    Ich will auch nicht sagen dass es schlecht ist was er macht, ganz im gegenteil ich finde es gut was er macht ;)

    Daniel
    20.11.2006, 22:59 Uhr, #
  13. Weil der Don als Journalist gescheitert ist, muss er jetzt überall seine anmetaphorisierten Mafiosi-Finger reinstecken. Nervt echt!

    EmmJay
    20.11.2006, 23:08 Uhr, #
  14. @EmmJay: Weder überall noch als Journalist gescheitert. Wenn dir seine Schreibereien nicht passen, einfach nicht lesen. Hast du Belege für Deine Äusserung?

    Lotree
    21.11.2006, 02:07 Uhr, #
  15. Ich glaube nicht, dass Don als Journalist gescheitert ist wenn ich mir seine Blogtexte, die ein hohes Niveau haben, ansehe. Ja, er polarisiert aber ist das in der heutigen Zeit nicht vielleicht – obs gut ist oder nicht sei mal dahingestellt – Aufmerksamkeit zu erzeugen für Dinge, die einem wichtig sind?
    Ad Astra

    Prospero
    21.11.2006, 02:07 Uhr, #
  16. Hohes Niveau? Ohne das Ego-Gegeifer würden sich vermutlich mehr normale Menschen angesprochen fühlen. Sowas ist abstoßend.

    Fritz
    21.11.2006, 13:08 Uhr, #
  17. Sven: Nun, meine Motivation unterscheidet sich von Fonsis durchaus erheblich. Fakt ist aber auch, und das sieht man ja schon, wenn man sich nur oberflächlich mit der Geschichte beschäftigt, dass beim StudiVZ eine Menge ziemlich übel riecht. Nicht nur die Eskapaden eines Gründers.

    Zum Google-/Technorati-Impact: Ich habe mich ja schon mit dem Thema beschäftigt, als es in Klein Bloggersdorf noch keines war. Inzwischen bringt es – durch die Vernetzung der Artikel – durchaus eine Menge neue Leser (wobei der Anteil wiederkehrender Leser in Relation gestiegen ist), wirkt sich z.B. aber eher negativ auf Adsense aus.

    061121_besucherkuchen.png

    Jörg-Olaf Schäfers
    21.11.2006, 13:26 Uhr, #
  18. @sven bzgl. Löschung von Kommentaren:

    DA hat mehrere meiner Kommentare gelöscht. Es waren kritische Kommentare.

    Außerdem hat er versucht, mich und andere Kommentatoren zu diskreditieren, in dem er uns unterstellt hat, dass wir mit Studivz unter einer Decke stecken würden. Was definitiv nicht der Fall ist.

    Ich hatte das Gefühl, dass DA ganz bewußt eine Stimmung konstruieren wollte und jede Kritik – auch die sachliche und richtige – wurde im Keim erstickt.

    Auch wenn es berechtigte Kritik an StudiVZ und insbesondere an den Aktionen von ED geben muss und diese auch angebracht ist, halte ich das Vorgehen von DA für extrem bedenklich.

    Ich habe es persönlich als eine Art Rufmord empfunden, bei dem es erst in zweiter Linie darauf ankommt, ob die Vorwürfe berechtigt sind oder nicht.

    Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Diskussion um die Bilder.
    Ja, das ist technisch nicht bestens gelöst – keine Frage. Aber die Lücke ist nur dann ausnutzbar, wenn jemand unberechtigt Zugriff auf den Quelltext(!) eines angemeldeten Besuchers hat – also im Browsercache wühlt oder eine aktive Session an einem öffentlichen Rechner weiterbenutzt. Nur an dieser Stelle muss die Betrachtung der Risiken erfolgen, da berechtigte(!) Betrachter auch einfach einen Screenshot des Photos machen könnten, um ihn dann anderen zu zeigen. Natürlich geht es einfacher, wenn man den Link sendet – aber ein Screenshot ist m.E. viel einfacher zu erstellen.

    Hans
    21.11.2006, 13:33 Uhr, #
  19. Hans: Wenn du ganz bewusst wesentliche Aspekte der Bildergeschichte unterschlägst bzw. relativierst, solltest du dich nicht wundern, wenn man dich in die StudiVZ-Ecke stellt.

    Fakt ist, dass auch als “privat” gekennzeichnete Bilder frei zugänglich sind und von jedem abgerufen werden, der die passenden URIs hat.

    Natürlich geht es einfacher, wenn man den Link sendet – aber ein Screenshot ist m.E. viel einfacher zu erstellen.

    Weil einfacher einfach einfacher ist? Verstehe. Ist hier vor aber vollkommen irrelevant. Hätte und könnte interessiert nicht, die Bilder sind frei zugänglich.

    Es ist auch keineswegs nötig sich Zugriff auf den Quelltext (was soll das “(!)”? Sich den Quelltext einer Webseite anzeigen zu lassen, ist nun wahrlich keine Hexenwerk) zu verschaffen oder im Browsercache Dritter zu wühlen.

    Beispiel? Gerne: Stellen wir uns einfach vor, ein junger Gründer möchte nicht mehr, dass die Bilder seiner Party, zum Beispiel das, wo er eine Wehrmachts-Uniform auf seinen nackten „Astral-Oberkörper“ projezieren lässt, aus aller Welt abgerufen werden können. Kein Problem, denkt sich der junge Gründer, die Bilder einfach nachträglich als „privat“ markieren und schon sind die unvergesslichen Impressionen von damals (Keine Ahnung, ob es da wirklich Bilder gibt, ist nur ein Beispiel) nur noch für die besten Freunde abrufbar. Pustekuchen! (Quelle: Ich, gestern, bei mir drüben)

    Jörg-Olaf Schäfers
    21.11.2006, 14:08 Uhr, #
  20. @Jörg-Olaf Schäfers

    Mir Unterschlagung von Aspekten vorzuwerfen, finde ich in diesem Ton sehr dreist. Die Lust, mit dir zu diskutieren schwindet stark.

    Unabhängig davon: Dein Beispiel ist richtig. Ja da ist auch ein Problem. Und ich habe auch gesagt, dass die verwendete Lösung nicht optimal ist.

    Hans
    21.11.2006, 14:28 Uhr, #
  21. Noch ein Nachtrag:

    Fall 1: Jemand hat berechtigten Zugriff auf die “privaten” Bilder und will ein Bild weitergeben, obwohl es privat ist.
    In diesem Fall kann man auch einen Screenshot, Foto oder Ausdruck machen. Ich sehe da also kein direktes Problem bei StudiVZ. Es gibt keine technische Lösung, die die Entnahme verhindern kann.

    Fall 2: Das von Jörg-Olaf Schäfers beschrieben Beispiel: Hier gibt es tatsächlich ein Problem, wen ein öffentliches Bild plötzlich privat geschaltet wird. Wenn jemand während der Öffentlichkeit die ID des Bildes erfahren hat, ist das einst öffentliche Bild auch dann nicht mehr Privat, wenn es nachträglich so geschaltet wurde. Das ist datenschutztechnisch tatsächlich bedenklich.

    Hans
    21.11.2006, 14:34 Uhr, #
  22. Hans: Das Problem ist, dass es auch _ohne_ berechtigten Zugriff möglich ist. Und ja, es gibt Methoden zumindest die Verbreitung einzuschränken.

    Fall 2: Es gibt noch andere Möglichkeiten.

    Vor allem gibt es aber einen Fall 3: Als privat gekennzeichnete Freundeslisten, Pinwände, etc sind ebenfalls frei zugänglich.

    Kannst du evtl. nachvollziehen, dass ich inzwischen auf “Ist doch alles halb so wild”-Postings ein klein wenig allergisch reagiere?

    Jörg-Olaf Schäfers
    21.11.2006, 15:22 Uhr, #
  23. @Jörg-Olaf Schäfers

    Zu Fall 1:

    Nur sehe ich das bei den Bildern als nicht so dramatisch an. Man muss die ID des Bildes kennen, damit man es unberechtigt sehen kann. Und die ID bekommt man nur, wenn man einmal berechtigten Zugriff hatte. ID-Raten ist m.E. extem aufwendig bzw. wäre eine brute-force-attacke auf das Kennwort deutlich einfacher.

    Unabhängig davon: Das ist nicht sauber gelöst – ohne Frage.

    Zu dem neuen Fall auf deinem Blog: Das ist wirklich ein Hammer und das ist definitiv in der Größenordnung eines GAU.

    Hans
    21.11.2006, 18:13 Uhr, #
  24. Ich persönlich meine, es ist nicht halb so wild. Dass eine ganze Generation angehender Akademiker von ihrem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung vor allem dadurch Gebrauch macht, dass sie es komplett ignoriert, ist weit entfernt davon, “halb so wild” zu sein.

    Aber, wie Don Alphonso mit dem Thema umgeht, ist einfach kontraproduktiv. Es gibt gute Argumente, die man Fonsis Bild vom ‘gigantischen Sicherheitsleck’ entgegenhalten kann – zum Beispiel, dass das Sicherheitsleck bisher nur im Laborversuch fuktioniert und noch niemand einen Weg gefunden hat, wirklich geschützte Bilder von ihm unbekannten Menschen aus StudiVZ zu ziehen. Wenn der Kommentator Michael darauf hinweist, und dann schreibt: “Also wenn euch schlichtes nachrechnen zu mühsam ist mach ich euch einen Vorschlag: (…) Bringt Daten, die ihr nicht haben sollt. Keine Links zu Bilder, die ihr selbst hochgeladen habt. Keine Links, die man euch geschickt hat.(…) Und dann hängt StudiVZ. Aber so?”

    Dann muss DonAlphonso ihn nicht so titulieren:
    “Michael und Mischpult, mit Verlaub, asoziales Pack und ihre Gossenrelativierung ist die Basis für jeden Missbrauch. Klar kann man alles tun, ich kann mich auch hinstellen und Euch das dumme Maul einhauen oder die Kniescheiben rausballern lassen. (…) Ihr seid die digitale Analogie zu “Selbst schculd, wenn sie vergewaltigt wurde, sie weiss ja, dass man keine kurzen Röcke tragen soll”.”

    Das ist einfach keine Art, sich auszutauschen. Und das solltest du, Jörg-Olaf Schäfers, eigentlich wissen.

    Simon
    21.11.2006, 18:21 Uhr, #
  25. Bei so einem dankbaren Ziel ist die Motivation doch keine Frage mehr. Allerdings finde ich die ganze Story doch einwenig zu arg inziniert und in die Länge gezogen. Die ,,Torpedos” kommen immer nur häppchenweise und das erinnert doch sehr stark an die käuflichen Medien, die eine gute Quelle aus wirtschaftlichen Gründen dehnen müssen. Sei’s drum, unterhaltsam ist die ehrliche Bloggerhaut schon.

    anderer Sven
    21.11.2006, 20:43 Uhr, #
  26. Ich persönlich meine, es ist nicht halb so wild. Dass eine ganze Generation angehender Akademiker von ihrem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung vor allem dadurch Gebrauch macht, dass sie es komplett ignoriert, ist weit entfernt davon, “halb so wild” zu sein.

    Nur, wie Don Alphonso mit dem Thema umgeht, ist einfach kontraproduktiv. Es gibt gute Argumente, die man Fonsis Bild vom ‘gigantischen Sicherheitsleck’ entgegenhalten kann – zum Beispiel, dass das Sicherheitsleck bisher nur im Laborversuch fuktioniert und noch niemand einen Weg gefunden hat, wirklich geschützte Bilder von ihm unbekannten Menschen aus StudiVZ zu ziehen. Wenn der Kommentator Michael darauf hinweist, und dann schreibt:

    “Also wenn euch schlichtes nachrechnen zu mühsam ist mach ich euch einen Vorschlag: (…) Bringt Daten, die ihr nicht haben sollt. Keine Links zu Bilder, die ihr selbst hochgeladen habt. Keine Links, die man euch geschickt hat.(…) Und dann hängt StudiVZ. Aber so?”

    Dann muss DonAlphonso ihn nicht so titulieren:

    “Michael und Mischpult, mit Verlaub, asoziales Pack und ihre Gossenrelativierung ist die Basis für jeden Missbrauch. Klar kann man alles tun, ich kann mich auch hinstellen und Euch das dumme Maul einhauen oder die Kniescheiben rausballern lassen. (…) Ihr seid die digitale Analogie zu “Selbst schculd, wenn sie vergewaltigt wurde, sie weiss ja, dass man keine kurzen Röcke tragen soll”.”

    Das ist einfach keine Art, sich auszutauschen. Und das solltest du, Jörg-Olaf Schäfers, eigentlich wissen.

    (Kommentar ohne Links, weil die Originalversion seit 24 Stunden nicht aus der Moderationsschleife zurückkehrt)

    Simon
    22.11.2006, 11:23 Uhr, #
  27. das sicherheitsleck bestand (ich habs gestern getestet) – ist aber inzwischen z.T. behoben – wohlgemerkt aber erst infolge der hinweise !

    Sven
    22.11.2006, 11:40 Uhr, #
  28. Spass an der Freude…

    hep-cat.de
    25.11.2006, 03:07 Uhr, #
  29. Simon: Wenn du genau hinschaust, habe ich anders argumentiert als Fonsi. Hier zum Beispiel:
    StudiVZ: “Gerüchte” & nicht ganz so private Bilder

    Es geht auch gar nicht um die Möglichkeit, unbekannte URIs zu erraten (was einfacher ist, als es dargestellt wird), sondern zunächst darum, dass die Bilder ohne Sicherung im Netz rumliegen (Ja, anderswo auch, macht es nicht besser), während man den Usern eine Privatsphäre verspricht.

    Der Kern meiner Kritik am StudiVZ liegt aber ohnehin woanders.

    1) Ich glaube, dass die Probleme im technischen (Bugs, Privacy Issues) und im organisatorischen (Mitarbeiter in Stalking-Gruppen, Nazi-Einladungen, Praktikanten auf Luftmatrazen etc) Bereich ihre Wurzeln tief in der Unternehmenskultur haben.

    Die schlanken Strukturen und das “einfach mal machen”, die man beim StudiVZ als kreatives Chaos zu kultivieren versucht, führen scheinbar zu Problemen, die bei einem klassischen Projektmanagement so wohl nicht auftreten würden.

    Das kann man nicht einfach nachbessern, das ist ein strukturelles Problem und permanentes Pulverfass.

    Auf Kosten von zur Zeit 1.000.000 Usern.

    2) Hinzu kommt eine PR- und Pressearbeit, die ihre Aufgabe offenbar darin sieht, Probleme zu dementieren und den Usern eine heile Welt vorzugaukeln, die so (siehe 1) definitiv nicht existiert. Das nennt man im Blog dann auch noch zynisch “Offenheit & Transparenz”.

    Wie abgefuckt muss man sein, wenn man die Existenz einer Stalking-Gruppe, in der bis vor kurzem noch Mitarbeiter der StudiVZ ltd. registriert waren, herunterspielt?

    Wenn man der Presse erzählt, dass das ja alles halb so wild sei und man ja reagiert habe, obwohl man es nicht hat (Eine offenkundig antisemitische Gruppe, auf die Gründer Dariani bereits Anfang Oktober von der Netzeitung hingewiesen wurde, existiert übrigens auch noch.)?

    Oder offen zugängliche Kontaktlisten/Pinwände in geschützten Profilen entgegen der eigenen FAQ plötzlich als Feature bezeichnet und klammheimlich nachbessert?

    DAS sind die Probleme, mit denen ICH mich als betroffener Student und Tekkie hier im Institut auseinandersetzen muss. Nicht zuletzt, weil ich mich als jemand, der sich schon länger mit dem Thema beschäftigt, durchaus für meine Freunde, Bekannten und Nutzer verantwortlich fühle.

    Fonsi hat andere Ziele. Nur weil wir uns auf informeller Ebene austauschen, heißt das nicht, dass mir seine Methoden gefallen oder wir Freunde werden.

    Was ich, zumindest bei dieser Geschichte, allerdings anerkenne, sind seine Recherchen. Zwar kaufe ich längst nicht alles, für das, was er inzwischen alles ausgegraben hat, hat er aber durchaus meinen Respekt.

    Nicht mehr, nicht weniger.

    Jörg-Olaf Schäfers
    25.11.2006, 03:58 Uhr, #
  30. Mein Gott, wenn Du Fragen hast, schick eine Mail.

    Warum? Investigativer Journalismus geht nur so. Themen vorantreiben geht nur so. Und wenn was schief läuft, habe ich ein Recht, darüber zu berichten, dafür haben wir hier ein sog. Grundgesetz. Ich habe das Material, es ist schmutzig, es muss raus. Das ist alles.

    Don Alphonso
    25.11.2006, 16:22 Uhr, #
  31. Investigativ vielleicht, journalistisch ist das nicht. Aber das weißt du ja selbst:

    „Bloggen ist kein Journalismus“, erklärte Meyer, „sondern vielmehr so etwas wie ein medialer Parallelraum.“

    Simon
    25.11.2006, 23:15 Uhr, #
  32. “Ich habe das Material, es ist schmutzig, es muss raus.” (DA)

    Dann geht halt aufs Klo, da gehört (Dein) Scheiss nämlich hin :)

    Die Probleme von studiVZ streite ich nicht ab. Da wurde definitiv mehr oder weniger großer Mist gebaut, aber um einmal die initiale Frage zu beantworten:

    DA führt einen Privatkrieg. Von wegen investigativer Journalismus. Wenn DA so sehr für die Wahrheit ist, dann sollte er mal die Wahrheit über seine Beweggründe offenlegen!

    max
    26.11.2006, 22:27 Uhr, #
  33. welche wären das denn, deiner meinung nach?
    wenn man über einen privatkrieg spekuliert muß man auch die möglichen motive angeben!

    Sven
    27.11.2006, 15:58 Uhr, #
  34. @Sven: Ja, frag doch mal DA. Ich würde “Neid” als einen nennen. Vielleicht noch “Geltungsbedürfnis”.

    max
    27.11.2006, 23:00 Uhr, #
  35. Alphy hat sich schon geäußert:
    “Warum? Investigativer Journalismus geht nur so. Themen vorantreiben geht nur so. Und wenn was schief läuft, habe ich ein Recht, darüber zu berichten, dafür haben wir hier ein sog. Grundgesetz. Ich habe das Material, es ist schmutzig, es muss raus. Das ist alles.”

    da steht nix von neid und geltungsbedürfnis … also fällt das als motiv weg …

    wenn du jetzt irgendeine gut recherchierte und belegbare äußerung don alphonsos in diesem sinne vorweisen könntest … sonst aber bleibt alles spekulation – und wir müssen seinen worten bedingungsloses vertrauen entgegenbringen: sein motiv ist offenbar nur “investigativer journalismus”, nicht mehr und nicht weniger …

    Sven
    28.11.2006, 10:29 Uhr, #
  36. Sven: Don hat sich in den letzten Tagen mehrfach geäussert. Da war unter anderem von 4 Trauerfällen im direkten Bekanntenkreis die Rede, die im direkten Zusammenhang mit dem Wahnsinn von 2001 standen.

    Mag sein, dass du das nicht nachvollziehen kannst (ich auch nur zum Teil). Mag auch sein, dass das man es für eine zweifelhafte/unpassende Rechtfertigung halten mag.

    Ist aber nicht der Punkt. Mit spekulativen Angriffen (Nein, es ist nicht einfach “nur ein Zitat”) begibst du dich auf das Niveau, das du eigentlich kritisieren willst.

    Manche Geschichten sind zu komplex für einfache Wahrheiten.

    Jörg-Olaf Schäfers
    28.11.2006, 23:12 Uhr, #
  37. jörg, ich les jetzt nicht jeden von fonsis beiträgen … und auch seine persönliche situation ist mir nicht vertraut. ich sähe allerdings auch keinen zusammenhang zwischen studivz und dem 11.september, wenn fonsi seine gesamte verwandschaft dort verloren hätte.

    ich fahre keine spekulativen angriffe. ich wollte wirklich wissen – und zwar nicht nur von ihm – woher sein unglaublicher furor kommt und gleichzeitig eine plattform zur diskussion für alle die bieten, die sich das auch gefragt haben.

    ich finde metadiskussionen – vor allem bei den inzwischen vierteljährlichen kampagnen der blogosphäre durchaus wichtig und interessant.

    außerdem finde ich, daß man sich bei besonders viel echo hevorrufenden kampagnen immer die frage stellen muß, wessen interessen wer vertritt und was schockwellenreiten und was echtes und reines interesse an der wahrheit ist. ich wollte das diskutieren und niemanden diffamieren. wenn es plausible argumente für diese – das mußt du zugeben – außergewöhnlich heftigen angriffe gibt, dann hätte ich sie gern gehört.

    ich bin der ansicht, daß die studivz-probleme zwar sehr bedenklich und unbedingt erwähnenswert sind, aber gleichzeitig nicht erwähnenswerter als die probleme mit wahlcomputern, kontaktbörsen oder openbc/xing

    … und ich will kein niveau kritisieren. ich will gar nichts kritisieren. ich will – zumindest in diesem fall – wissen.

    don alphonso hat geantwortet – ein paar andere haben spekuliert. ich bin nicht zufrieden. und werde es wohl – wenigstens in diesem fall – bleiben. :o)

    ich möchte allerdings allen, an der diskussion beteiligten danken!!

    Sven
    29.11.2006, 14:35 Uhr, #
  38. Moin Moin,

    irgendwie erkenne ich bei keinem Fazit ziehendem Artikel zu Rainer Meyer ´s Studivz-Bashing eine klare Rekapitulation.

    Der Typ hat ganz deutlich geaeussert, dass dieser Ehssan zuruecktreten wird, oder der Laden kaputt geht oder das Vergolden der Gruender durch den Verkauf verhindert wird.

    Nichts von alledem ist passiert, und der Verkauf wird auch noch vonstatten gehen. Und dann wird es einen stark grinsenden Ehssan geben, einen neuen Millionaer!

    Der dicke Meyer hat es nicht geschafft, das geht bei den Jubelpersern und Bucklern natuerlich unter, sie jubeln ihn hoch weil Studivz reagieren musste und die Moralkeule Folgen hatte – aber wer den Bullshit von Anfang an verfolgt hat und sich erinnert, weiss dass Meyer nichts von alldem erreicht hat.

    BLABLABLA

    MUDRAKER
    06.12.2006, 08:28 Uhr, #

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Autor Sven

Datum 20.11.2006, 16:18

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