Norman E. Mailer betrachtet einmal den Newsroom der WELT-Gruppe und schreibt über eines der “1000 digitalen Meisterwerke”
Der Blog-Frischling und freie Autor aus Berlin analysiert wunderbar:
Die linke Instanz dieser fast kahlköpfigen Figur verweist mit einer angedeuteten Form des Nasebohrens auf eine Epoche der Einzelbüros, wo solche regressiv, lustvollen Verhaltensweisen noch möglich waren. Die hier gezeigte Form des “externen Nasebohrens” ist die maximal sozialverträgliche Ausprägung dieses Verhaltens, die das zur totalen Kontrolle in einen Raum gepferchte Kollektiv noch erlaubt.
Unbedingt lesen: Newsroom der Welt-Gruppe in Berlin.
Und ja, die bei Mailer angegebene Zeitangabe für das Bild ist inkorrekt, das Bild stammt aus dem Spiegel, Ausgabe 23/2007 (vom 4.6.2007), Seite 106.
Jetzt muss ich Norman aber mal Respekt zollen: Lobeshymnen auf seinem eigenen Blog, Lobeshymnen bei Niggemeier und jetzt auch schon hier eine Lese-Empfehlung – schneller und spektakulärer kann man sich eigentlich keinen Namen machen! Allerdings hat das Verfassen des Texts vermutlich Wochen gedauert ;-)
11.07.2007, 12:20 Uhr, #