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“… ist in einer Beziehung” – die Welt und ihr Abbild im Netz
“Die können nicht einfach mein Haus ins Internet stellen!”
Deutschland jagt einen Mann

Deutsche Politiker auf der Höhe der Zeit

Sehr beliebt bei jung und alt: Umfragen in der Fußgängerzone. Oder aufmüpfige “Rennporter”, die Politikern hinterher rennen und blöde Fragen stellen. Auch beliebt: Kinder die Erwachsene ausquetschen. Zum Beispiel im ARD-Morgenmagazin.
Da hetzt man eine Truppe Kinder auf einige namenhafte Politiker und läßt sie Fragen stellen. Zum Internet.
Heraus kommt, was man befürchtet: Wenig.

Video bei sevenload.com

Was soll man dazu noch sagen?
Eben. Nüschtz.
Nur wundern muss man sich jetzt nicht mehr.

Auch bei netzpolitik.org und Herrn Knüwer

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Kommentare

  1. Naja, ich kenne wenig alte (oder ältere) Menschen, die wirklich Ahnung vom Internet haben. Wozu auch, wenn sie das hohe Alter bis dahin auch ohne Internet erreicht haben? ^^ Nur beängstigend ist, daß gerade diese Menschen über das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung abstimmen sollen. Das kann ja was werden!

    rotfell
    28.06.2007, 11:32 Uhr, #
  2. rotfell, genau deswegen sind diese Wissenslücken – die sich ja auch bei deutschen Gerichten ab und an auftuen – so schlimm …
    Natürlich kann man nicht Alles wissen. Muss man auch nicht. Aber die Frage ist, wie sehr versteht man das, worüber man da abstimmt eigentlich. Und die andere wäre: Wie kann man bei solch Dingen “gegensteuern” (schließlich ist es in anderen Rand-Themen wie Landwirtschaft, Speditionsverkehr und ähnliche) doch das gleiche Spiel.

    medienrauschen, Thomas Gigold
    28.06.2007, 11:35 Uhr, #
  3. Ich kann mich meinem Vorgänger nur anschließen Angesichts einer solchen Unkenntnis ist so manch ein Urteil nicht verwunderlich. Dennoch sollte man sich mit bestimmten Themen adäquat auseinander setzen um über bestimmte Dinge richtig urteilen zu können.

    Katharina Schnitzer
    28.06.2007, 11:39 Uhr, #
  4. Ein Computer ist für Herrn Westerwelle also ein ganz normales Instrument wie ein Hammer oder ein Nagel. Häh? Weia, da tun sich Abgründe auf und das Format der Kinderreporter, das ich sonst nicht so dolle finde, hat hier direkt mal was unterhaltsames. Und beängstigendes, keine Frage.

    Daniel Große
    28.06.2007, 12:08 Uhr, #
  5. Man muss ja nicht alles wissen als Politiker. Aber dann soll man doch einfach die Klappe halten. Aber wenn so ein Politiker eine Kamera und ein Mikrofon sieht, kann er sich nicht beherrschen. Pech.

    Jörg Friedrich
    28.06.2007, 12:27 Uhr, #
  6. @thomas gigold: angeblich haben Politiker einen Stab von Beratern … kann man da nicht behaupten, daß Politiker nur die Spielfiguren irgendwelcher Berater sind, die einfach mehr darüber als die Politiker wissen und ihnen so ihre Meinung eingeben? Sollten wir nicht PolitikerBerater anstatt von Politikern wählen, wenn Politiker über die Dinge, über die sie abstimmen, selbst eh keine Ahnung haben und nur die Frontmännchen sind, die in die Kamera lächeln? ^^

    (das war ein Scherz … naja, ein halber Scherz zu einem ernsten Problem)

    rotfell
    28.06.2007, 12:37 Uhr, #
  7. Tja, Politiker spiegeln halt die Gesellschaft wieder und es ist halt so, dass ein Großteil der Älteren wenig mit Computern am Hut haben.
    Und das Guido nicht nur unsere Freiheitsstatue ist, sondern auch mit dem Computer wie mit einem Hammer umgeht, sollte ja schon lange keinen mehr wundern. ;)

    Problem sind halt Personen wie Herr Schäuble.
    Keine Ahnung vom Thema, sondern nur schnelle und naheliegende Vorurteile.
    Wenn es Probleme gibt: Einfach Grundgesetz ändern.

    ukroell
    28.06.2007, 18:04 Uhr, #
  8. Zum Thema Wissenslücken, kennt einer noch das Grundgesetz?
    Sicher die jüngere Generation kennt sich gut mit Computern und Internet aus, aber kann es sein das bei einigen Kindern die Kuh grundsätzlich lila Flecken hat und ob ihre Rechtschreibung noch stimmt. Was ist mit geschichtlichen Ereignissen. Ich habe herausgefunden es gibt ein großes Wissensloch vom Jahre 600 bis 900 nach Christus und dann fingen die Kreuzzüge an zu dem Papst Urban aufrief. Woher kamen die Muselmanen? War das nicht so eine kriegerische Sekte die mit den ersten größeren Judenmord anfing? Im übrigen war der gesamte Nahe Osten größtenteils christianisiert um 600 herum. Und es gab da keine Polytheisten mehr wie die Muselmanen das immer behaupten. Und es wurde die größte und beste Bibliothek seinerseits die Bibliothek von Alexandria zweimal von Fanatikern niedergebrannt zuerst von christlichen Fanatikern dann nachfolgend von fanatischen Muselmanen.
    Also ich weiß woher das finstere Mittelalter stammt.

    Aridela
    28.06.2007, 19:25 Uhr, #
  9. Am schönsten war der Kommentar der Kinder. Mal ganz frei dem Sinn nach zitiert: Wenn der sowieso kein Computer nutzt sind die restlichen Fragen sinnlos.
    Diese direkte Art – das beeindruckt. Das zeigt auch die gesamte Sinnlosigkeit der Politiker, über das Internet per Gesetz bestimmen zu wollen….

    das_sascha
    28.06.2007, 23:37 Uhr, #
  10. @Aridela
    Der Unterschied besteht darin das Politiker von heute selten versuchen das Mittelalter von gestern zu reglementieren …

    Wie schon gesagt kann und muss man nicht alles wissen. Nur sollte man vielleicht wissen, über was genau man sich in seinem Beruf unterhält, wenn es 50 Millionen Menschen in Deutschland betrifft.

    medienrauschen, Thomas Gigold
    28.06.2007, 23:40 Uhr, #
  11. wie cool ist aber bitte der satz des einen mädels, nachdem die beiden erst total nett die fragen stellen… und dann “ok, das bringt ja nichts, da sind die anderen fragen ja direkt geschmissen”. könnt mich wegschmeissen, so was abgezocktes. ;)

    Chris
    29.06.2007, 07:28 Uhr, #
  12. Wenn man sich mit Sachen wie Bundestrojaner, Softwarepatente, Hackerparagraphen und Vorratsdatenspeicherung beschäftigt, braucht man natürlich nicht über ein so tiefgefächertes Spezialwissen wie “Was ist ein Browser” zu verfügen.

    Traurig, traurig. Aber am Hochtechnologiestandort wird Dummheit gesellschaftsfähig.

    Resthirn
    29.06.2007, 17:37 Uhr, #
  13. Nochmal Wissenslücken,
    weiß denn noch einer wie Adolf Hitler und die NDASP die gesamte Weimarer Republik mit einem Handstreich einkassierte, denn ganz schnell kann mal eine Demokratie in eine Diktatur umfunktiniert werden. Das geht schneller als man denkt. Und im übrigen hat G: W. Bush einen haufen gesetzte erlassen welche gegen die amerikanische Verfassung verstoßen, quasi außer Kraft setzen und ihm das alleinige Herrscherrecht verleihen, das erinnert mich irgendwie an die Weimarer Republik. Man sollte schon sehr aufmerksam sein und zum Grundgesetz heißt es alle Gewalt geht vom Vdeutschen Volke aus und scheint mir von der derzeitigen Regierung nicht der Fall zu sein. Und was ich vom größten teil des deutschen Volkes weiß, scheinen sich für Fußballergebnisse oder Aktienkurse nur zu interessieren aber nicht für aktiuelle Politik. So wissen sie gar nichts was abläuft. Daher können die Politiker auch machen was die wollen. Nee es is ja auch gar nicht schick mal solidarisch zu sein, viel lieber wird die Profilneurose mit Hilfe eines schicken Mittelklassewagens gepflegt.

    Aridela
    29.06.2007, 18:19 Uhr, #
  14. aridrela, dich würde ich glatt als Berater wählen ^^ Du hast immerhin Ahnung von dem, worüber du redest. (naja, abgesehen von der Profilneurose und dem schicken Mittelklassewagen vielleicht)

    Natürlich kann man nicht alles wissen und ich drehe den Politikern sicher keinen Strick daraus, daß sie im privaten Bereich noch nicht im 20. Jahrhundert angekommen sind. Das ist wirklich jedem selbst überlassen.

    Ich frage mich nur, wie Politiker über manche Dinge bestimmen können, von denen sie keine Ahnung haben? Wahrscheinlich haben sie einen ganzen Stab von Beratern, die ihnen in Stichpunkten die Pro- und Contraseiten jeder zu treffenden Entscheidung kurz präsentieren, damit die Politiker aufgrund dieser Liste ihre Entscheidungen treffen können. Für mehr haben die Politiker wahrscheinlich keine Zeit in ihrer Entscheidungsfindung, würde ich vermuten. (das ist nicht böse gemeint, sondern wirklich nur eine Vermutung)

    Das ist eine interessante Frage, finde ich: wie kommen Politiker zu ihren persönlichen Entscheidungen und auf was stützen sie diese? (vielleicht eine naive Frage, aber eine, die mir vielleicht manche Entscheidung transparenter erscheinen lassen würde)

    rotfell
    29.06.2007, 20:06 Uhr, #
  15. hups, sorry! Ich meinte aridela ohne “r”

    rotfell
    29.06.2007, 20:07 Uhr, #
  16. Ds ist echt die Krönung, wie sollen solche Leute eigentlich auf den aktuellen Stand sein?

    Globalisierungsblog
    30.06.2007, 11:55 Uhr, #

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Autor Thomas Gigold

Datum 28.06.2007, 11:05

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