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Daily Fettnapf: Neues vom Sony-Rootkit

Sony BMG stolpert im Kopierschutzskandal von einem Fettnapf zum nächsten. In seinem Blog “Freedom to Tinker” berichtet Security-Guru Edward Felten, dass die Nutzung des von Sony angebotenen Kopierschutz-Uninstallers ein erhebliches Risiko mit sich bringt.

Dieses Programm verbleibt auch nach der Entfernung des Kopierschutzes auf dem PC und kann von jeder beliebigen Web Site dazu ausgenutzt werden, Downloads zu initiieren oder Software zu installieren. Käufer der CDs von Sony Bertelsmann, die den als “sicher” bezeichneten Uninstaller benutzen, tauschen demnach den Rootkit-Tarnmantel gegen eine veritable Hintertür ein. (Quelle: intern.de, 16.11.2005 15.11.2005)

Erst am Wochenende waren Gerüchte aufgekommen, dass der Sony Kopierschutz durch nicht Lizenz-konforme Nutzung des mp3-Codecs Lame gegen die Open-Source-Lizenz LGPL verstößt.

Weiterer Ärger droht Sony BMG derweil aus dem Hause Microsoft. Jason Garms, Chef der Anti-Malware-Abteilung bei Microsoft, schreibt in seinem Blog, dass Microsoft-Sicherheitssoftare in Zukunf Teile des XCP-Kopierschutzes entfernen sollen:

Per Updates respektive Signaturaktualisierung soll die erst kürzlich in Windows Defender umbenannte AntiSpyware sowie das Malicious Software Removal Tool demnächst lernen, wie sie die Rootkit-Teile des XCP-Kopierschutzes entfernen können. Offenbar sieht Microsoft eine zu große Gefahr in der Sony-BMG-Software und befürchtet, dass sich Viren oder Trojaner dahinter verbergen könnten. (Quelle: Heise Online, 13.11.2005)

Trackbacks

  1. PR-Fundsachen
    16.11.2005, 19:04 Uhr

Kommentare

  1. Das stimmt sachlich bestimmt fast alles, aber das Datum der intern.de-Meldung als einziges nicht. Der 16.11. beginnt erst noch. ;)

    cra
    15.11.2005, 22:59 Uhr, #
  2. *g* Sony hat ja durchaus ein Talent dafür sich selbst in den Fuß zu schießen.

    In ihrer Kopierschutzparanoia vergraulen sie Rudelweise CD-Kunden und machen auf anderem Terrain ihre vom Konzept her eigentlich ganz pfiffige Hi-MD-Produktlinie durch idiotische DRM-Knebelung für den Profibereich unnutzbar.

    Aber schön zu sehen, wenn einem Unternehmen der eigene Scheißdreck im Gesicht explodiert. Vielleicht gibt es ja doch so etwas wie einen Lerneffekt?

    Batz
    16.11.2005, 01:17 Uhr, #
  3. Hat eigentlich schon jemand den Slogan verhunzt: “It’s not even a trick, it’s a root kit”?

    Dirk Schürjohann
    16.11.2005, 12:21 Uhr, #
  4. cra: Verdammt, daran bin ich gestern gleich 3x gescheitert ,)

    Jörg-Olaf Schäfers
    16.11.2005, 14:00 Uhr, #
  5. hiiiiiiiii

    nata
    27.01.2006, 08:09 Uhr, #

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Autor Jörg-Olaf Schäfers

Datum 15.11.2005, 21:02

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