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Der Untergang des Hauses Murdoch
Struktur des deutschen Tageszeitungsmarktes

Braucht Deutschland ein Springer TV?

“BILD” dir deine Meinung – demnächst auch bei ProSieben/Sat.1. Gestern wurde klar: Springer kauft 100 Prozent der Senderkette, zu der auch Kabel1, NeunLive und SonnenklarTV gehören. Der Kauf erregt die Gemüter in der Medienwelt.

Was das für die “Bild”-Zeitung und ihre “unabhängige” Berichterstattung bedeutet, kann man erahnen.

schreibt etwa das Bildblog.

“Eine solche Medienmacht in einer Hand ist verheerend für die Meinungsvielfalt in Deutschland”, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.

ist auf tagesschau.de zu lesen.

Und bei SpOn heißt es:

Mit der Übernahme wird Springer neben dem Bertelsmann-Konzern – zu dem unter anderem die RTL-Gruppe sowie der Großverlag Gruner+Jahr gehören – zum zweiten großen Medienhaus des Landes, das Fernsehsender und Printmedien unter einem Dach vereint. Gemessen am Umsatz bleibt Bertelsmann allerdings wegen seines Buchgeschäftes noch um ein Mehrfaches größer.

Und das macht einen richtig betroffen. Zwei große Verlage, die sowohl Print- als auch TV-Medien ihr Eigen nennen und quasi die privatrechtliche Meinung in Deutschland bilden. Ich wünsche grenzenlosen Fernsehgenuss!

Trackbacks

  1. Babelsberg Movements » Blog Archiv » Springer übernimmt Pro7 & Sat.1
    05.08.2005, 14:00 Uhr
  2. supercluster.twoday.net
    05.08.2005, 14:07 Uhr
  3. blog.kniz.de » Kleiner Rückblick
    06.08.2005, 08:09 Uhr
  4. blog.kniz.de » Kleiner Rückblick
    06.08.2005, 08:11 Uhr
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    15.08.2005, 23:36 Uhr
  6. [digital:meditation] » Kultur-Technologie Podcasts
    22.11.2005, 09:32 Uhr

Kommentare

  1. gut gefällt mit der kommentar von Hr. Stoiber “Das schafft neue Arbeitsplätze”. Diesem Killerargument muß man sich geschlagen geben. Von mir aus sollen die BILD.tv senden, interessanter ist für mich die frage wie die öffentlich/rechtlichen drauf reagieren, halten die ihr Niveau(?!)
    oder lassen die sich mitziehen

    Fischti
    05.08.2005, 14:28 Uhr, #
  2. Das ist doch super. Jetzt haben wir ein Medienunternehmen für “Pro” und ein Medienunternehmen für “Contra”.

    Klare Fronten. Juhu.

    Meh.

    Carlo
    05.08.2005, 14:57 Uhr, #
  3. Ja, Stoiber ist aber wahnsinnig. Seit wann schafft eine Fusion Arbeitsplätze? Schön auch, wie er von “Deutschland und Bayern” spricht. Das bestärkt meine These, dass Bayern nicht zu diesem Land gehört. Gott sei Schrank!

    Daniel Große
    05.08.2005, 14:57 Uhr, #
  4. Um auf den Titel zu antworten: Ein klares NEIN!

    Wegen Stoiber – Grenzenloser egoismus. Wie sagte Hermann Hesse so schön: “Eigensinn macht Spaß.” Un mehr als lachen kann ich über diesen ergrauten, schizophresierenden alten Mann eh nicht.

    Sebastian
    05.08.2005, 15:56 Uhr, #
  5. Mach nicht gleich in die Hose. Wenn die dpa eine Nachricht bringt, wird sie von 60 weiteren Blättern wortwörtlich übernommen. Kann leicht bei Paperball überprüft werden. Das ist eine viel größere Gefahr für die Pressefreiheit

    fakten-fiktionen
    05.08.2005, 16:46 Uhr, #
  6. Abwarten… Es gibt noch die Hoffnung auf die kleine Chance, dass das Kartellamt hier neee sagt… oder nicht? Geht doch über’s Kartellamt… *grübel*

    Daniel Peters
    05.08.2005, 18:15 Uhr, #
  7. Ja, da hilft alles nichts, Freunde. Wer sich dieser Entwicklung erfolgreich entziehen will, muss seine persoenliche Freiheit ausueben und das bedeutet: Fernseher abschalten und abgeschaltet lassen. Anders kann man das, glaube ich, nicht sagen.

    Was die Menschen vor der Glotze haelt, ist ja die irrige Annahme, sie wuerden was verpassen.

    Was Onlinemedien anbelangt, gibt es Gottseidank Blogs und ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass es bei der derzeitigen Entwicklung auch bald TV-Blogs geben wird, die es sich zur Aufgabe machen werden, den Bedarf nach guter Fernsehunterhaltung zu decken.

    Ob das privatwirtschaftlich moeglich ist, wird sich zeigen. Die Technologie zumindest ist da oder wird bald am Horizont erscheinen. Die eigentliche Bremse ist das Internet selbst, aber auch das wird sich einpegeln.

    Ich finde das insgesamt ganz ok, wie es derzeit laeuft, meine ich. Die Medienunternehmen buendeln zwar ihre Macht und das koennte einem Angst machen. Andererseits manoevrieren sie sich aber voellig ins Abseits mit ihrer Unfaehigkeit das zu produzieren, was die Menschen wollen.

    Es werden immer mehr Kunden verzweifelt abschalten, die Quoten sacken und diejenigen, die den ganzen Laden ja finanzieren (Werbeindustrie) werden das Interesse verlieren und dann, na ja dann geht alles seinen natuerlich Gang.

    Bleibt zu hoffen, dass die Blogger nicht so gelt- und geldgeil sind wie die Medienunternehmen, denn dann geht das Spiel hier weiter. Und das waere ja nun wirklich ironisch. :o)))

    kentucky-blues
    05.08.2005, 21:52 Uhr, #
  8. Das mit der 100% Beteiligung, halte ich für eine Lüge. Soweit ich weiss, gehören jetzt, bzw. demnächst 34% von ProsiebenSat1 zu Springer. Die restlichen 66% sind unter verschiedenen Finanzinvestoren aufgeteilt. Somit ist zwar AS größter Gesellschafter aber keineswegs gehört ihm zu 100% die Senderkette, wie in dem Bericht behauptet.

    PTF
    06.08.2005, 00:38 Uhr, #
  9. Bei den 100% handelt es sich, wie zB bei tagesschau.de nachzulesen, um die Stimmrechtaktien. Es sind also nicht alle Aktien, die im Umlauf sind, aber diejenigen, mit denen die wahre Macht verbunden ist.

    Nonaym
    06.08.2005, 03:55 Uhr, #
  10. man kann ja schon fast froh sein, dass blitz und co quasi verfilmte versionen der bild sind.
    es fehlt nur noch ein politiker an der spitze eines dieser unternehmen, und schon sind wir italien näher, als wir je wollten ;)

    Karo
    07.08.2005, 14:19 Uhr, #
  11. Wieso diese Aufregung? Bevor Kirsch Pleite gegangen ist bestand eine Lose Allianz zwischen Springer und der Kirsch Gruppe. Nun integriert Springer die Fernsehsender. Ändert sich da wirklich viel?

    Der deutsche Fernsehmarkt wird also durch die öffentlich Rechtlichen, RTL, und Pro7-Sat1 beherrscht. Das war auch schon vor der Übernahme so. Problematisch ist auf einmal das TV-Sender und Verlage unter einem Dach zusammengefasst werden. Bei Bertelsmann ist das doch seit Jahren der Fall.

    Die Meinungsvielfalt ist vorläufig nicht gefährdet zumal wir in Deutschland die Süddeutsche Zeitung und die FAZ haben. Noch was: es ist mir lieber das Saban an Springer verkauft als einen noch schlimmeren Hai wie Rupert Murdoch.

    okilee
    07.08.2005, 16:09 Uhr, #

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Autor Daniel Große

Datum 05.08.2005, 13:45

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