Breaking News: Some Bullshit Happening Somewhere
Jugendzeitungen mit Verletzung journalistischer Normen?
Blau im Social Web
Der Untergang des Hauses Murdoch
Struktur des deutschen Tageszeitungsmarktes

Blogs & Rudelbildung

Ein paar unvollständige Gedanken. Laut Pictor unlesbar lang:

Irgendwas läuft gerade mächtig falsch in Klein-Bloggersdorf. Zum Beispiel die Sache mit den Abmahnungen & Unterlassungserklärungen.

Gut, die Entwicklung war schon länger abzusehen (daher wird’s auch nix mit der Blogger-Versicherung).

Das Problem: Blogger schreiben nicht selten völlig subjektiv (which is gut) und kümmern sich kaum um juristische Konsequenzen (which is not so gut) ihrer Veröffentlichungen (“Ist doch nur mein privates Blog!”)

In Zusammenhang mit fehlender – oder auch nur fehlerhafter bzw. unvollständiger – Recherche, nicht selten Unwissen, was journalistische/publizistische Do’s und Dont’s angeht, vielleicht noch der ein oder anderen Dramatisierung* – und nicht zuletzt der sichtlichen Freude der Blogosphäre an Enthüllungen und Skandalen, entwickelt so mancher Blogeintrag schnell eine unkontrollierbare Eigendynamik.

Dumm gelaufen, wenn man da auf der anderen Seite, also der des oder der Betroffenen, steht. Von der tobenden Netzöffentlichkeit wie eine Sau durch’s virtuelle Dorf getrieben zu werden, ist halt nicht jedermanns Sache.

Erst recht nicht, wenn die Treibjagd auch von den etablierten Medien aufgenommen wird und man befürchten muss, dass sie auch im realen (Geschäfts-)Leben Auswirkungen hat. Da greift mancher halt präventiv zur juristischen Keule. Weil er es kann.

Empörungsmaschine Blogs?(Fundstück, zufällig. Blame Google.)

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Phänomen, das ich gedanklich noch nicht rund bekomme: Die Hang zur Rudelbildung unter Bloggern.

Nach jeder bekannt gewordenen Abmahnung, und damit in letzter Zeit immer häufiger, formiert sich – verständlicherweise – der Widerstand in Klein-Bloggersdorf.

In letzter Zeit immer lauter und aggressiver. Vor allem aber, so mein Eindruck, schon rein grundsätzlich und spätestens mit der zweiten Linkebene lawinenartig und weitgehend losgelöst von einer differenzierten Betrachtung etwaiger Hintergründe.

Ist ja auch eine schöne Rollenverteilung: Per Trackback vernetzte Solidarität im Kampf Gut gegen Böse, bzw. David gegen Goliath.

Ausserdem wird durch eine Abmahnung ja mindestens die Pressefreiheit gefährdet. Wer “ohne Vorwarnung gleich abmahnt, statt auf Augenhöhe zu diskutieren”, so eine der Standardphrasen der Web2.0-Blumenkinder, muss schon zwangsläufig im Unrecht sein.

(Dass das Verschicken von Abmahnungen für manche Menschen eine völlig alltägliche Art der Kommunikation darstellt, mal aussen vor.)

Da muss man als Blogger natürlich was tun. Zum Beispiel sich per Blog empören und andere empörte Blogger verlinken (Wie Lichterketten, nur lauter). Das – wohl kalkulierte – Ergebnis kann man ein paar Tage später bei Google bestaunen. Googlebombing ist zwar auch “>kein Diskurs auf Augenhöhe, aber man ist ja im Recht.

Das hier wie dort durchaus eine gewisse Schadenfreude im Spiel ist, wenn man es den Mächtigen mal so richtig medial besorgen kann, ist ein durchaus bezeichnend.

Hmmja. Demokratisierung des Netzes halt. Was Google und Co. betrifft, nicht selten in einer Dimension, die das Bild von David und Goliath binnen Stunden radikal umkehren kann.

Ob man hier überhaupt noch von Demokratisierung sprechen kann? Oder ist es vielleicht schon eine Art “Google-Oligarchie” in der einige A-Lister den Diskurs bestimmen über mehr Einfluß verfügen, als wünschenswert wäre? Auch hier kann man wohl von einer nicht ganz unproblematischen Eigendynamik sprechen.**

Als Teil dieser Entwicklung kann man inzwischen auch Udo “lawblog” Vetters Aufstieg zum Anwalt der abgemahnten Blogger sehen (Ohne bösartig wirken zu wollen: Es ist natürlich primär sein Job und sein Engagement somit letztendlich auch recht geschickte PR in eigener Sache.).

Nun kann und will ich als juristischer Laie schwerlich inhaltliche Kritik an seinen Schreiben an gegnerische Anwälte üben, aber so manche Formulierung scheint mir doch zumindest flüchtig oder auch unbedacht.

Ist aber gar nicht der Punkt (Nun, wenn jemand Teile unreflektiert für eigene Erwiderungen übernimmt, evtl. schon). Bemerkenswert sind nämlich vor allem die Reaktionen der Blogosphäre auf die Aktionen ihres Anwalts.

Das Schema ist übersichtlich: Der Mann ist Anwalt, also Experte. Ausserdem ist er ja einer von uns, den Guten, hat also Recht: “Udo Vetter schreibt auch, dass …”, “Jawohl, endlich kämpft einer für uns …”. Liegt Udo irgendwann mal falsch, ist es sicher ein “Fehler im Rechtssystem” oder “ein Richter, der das Internet nicht verstanden hat.”

(Dass Udo Vetter in erster Linie die Interessen seiner Mandanten vertritt und daher Sachverhalte offensiv zu deren Gunsten interpretiert, sollte eigentlich selbstverständlich sein, wird aber bemerkenswert häufig ignoriert.)

Versteht mich nicht falsch, ich schätze Udo Vetter und mir geht es hier gewiss nicht um die Bewertung einzelner Fälle oder Personen -ABER ein klein wenig mehr Differenzierung – und ein bisschen weniger reflexartige Rudelbildung – könnte Klein-Bloggersdorf nicht schaden.

Schaffen Blogs das nicht, sind sie nicht die besseren/ demokratischeren Medien, sondern allenfalls die lauteren. Oder Klowände.

*Bestes Beispiel gerade: Der Hype um das YouTube-Video, das eine angebliche Wahlmanipulation in Belarus zeigt, die wohl keine ist (Update 14), sondern evtl. gar der Versuch einer Instrumentalisierung.

**Schon klar, dass die Welt nicht nur schwarz und weiß ist, und gerade A-Lister wie Johnny sich um eine differenzierte Darstellung aufgegriffener A-Themen bemühen. Seiteneffekt, zwei Synapsen weiter: Die A-Lister bekommen eine (moralische) Verantwortung (zur Differenzierung), die wenig erstrebenswert ist. Wenig erstrebenswert, weil es vielleicht schon bald nicht nur besonnene Johnnys und Bildblogger gibt, sondern mehr Hassprediger wie PI in den Blogstats, die eine politische Agenda durchprügeln wollen. Das mit der hier ohnehin nötigen, faktisch aber nicht immer vorhandenen, Medienkompetenz spare ich mir nun. Ist bei >10 Millionen Bild-Lesern ohnehin müßig.

Trackbacks

  1. Mediale Welten » Blog Archive » Und nochmal TI-D
    28.03.2006, 19:27 Uhr
  2. Dobschats Weblog
    28.03.2006, 21:23 Uhr
  3. BatzLog - Noch etwas Salz? » Da konsens
    28.03.2006, 23:40 Uhr
  4. Kuroi Tenshi's darkness
    29.03.2006, 01:16 Uhr
  5. media-ocean » Updates Belarus!
    29.03.2006, 11:42 Uhr
  6. d’ohne pointe :) » Blog Archive » Wer ist Journalist?
    29.03.2006, 22:28 Uhr
  7. MiFoMM » Rolle der Weblogs in der Mediengesellschaft
    30.03.2006, 12:45 Uhr
  8. Mattlog » Blog Archive » Blogs und Rudelbildung
    30.03.2006, 15:03 Uhr
  9. der Nächste « Lapidarium42
    31.03.2006, 09:58 Uhr
  10. blog.babytux.de » Neues aus klein Bloggersdorf (I)
    31.03.2006, 12:40 Uhr
  11. yamb - mein notizblog » Von Rudeln und Reaktionen
    31.03.2006, 19:45 Uhr
  12. F!XMBR » Der heraufbeschwörte Mob
    02.04.2006, 01:26 Uhr
  13. MeOnly Weblog - Gespinst einer Netzbewohnerin
    02.04.2006, 19:01 Uhr
  14. ungedruckt.net »
    02.04.2006, 22:23 Uhr
  15. 24stunden.de
    05.04.2006, 12:27 Uhr
  16. blog.babytux.de » Oranjes Bye-Bye
    06.04.2006, 15:15 Uhr
  17. netzjournalismus.de » Blog Archive » Böse, böse Blogs
    09.04.2006, 18:09 Uhr
  18. Weblog Journalismus Darmstadt
    10.04.2006, 10:47 Uhr
  19. Werbeblogger » Blog Archiv » Join the gang
    13.06.2006, 09:59 Uhr
  20. MiFoMM » Rolle der Weblogs in der Mediengesellschaft
    23.07.2006, 12:37 Uhr
  21. Basic Thinking Blog » Top-Liste der Blog-Skandale
    28.11.2006, 22:39 Uhr
  22. MiFoMM » Öffentlichkeitsarbeit, PR-Krisen und Blog-Skandale
    30.11.2006, 22:23 Uhr
  23. Der heraufbeschwörte Mob auf F!XMBR
    21.05.2007, 23:06 Uhr

Kommentare

  1. Schaffen Blogs das nicht, sind sie nicht die besseren/ demokratischeren Medien, sondern allenfalls die lauteren. Oder Klowände.

    Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. das mit den besseren/demoratischeren Medien glaub ich a priori erstmal nicht. Auch Klowände haben eine Existenzberechtigung.

    Aber du hast Recht, man muß da mal genauer drüber nachdenken. Falls mir was vernünftiges dzu einfällt, wirst du es auf dem Küchenkabinett finden.

    TH
    28.03.2006, 19:03 Uhr, #
  2. Nachdem ich gerade u.a. die Kommentare bei Don Alphonso von heute Nachmittag gelesen habe, sollte ich wohl noch erwähnen, dass ich obigen Text schon heute Nacht in meinem Notizblog veröffentlicht hatte.

    Kommentare wie …

    Liebe Dagmar, es ist nicht die Frage, ob ihr die Blog-Einträge weiter verfolgt, sondern vielmehr, ob euch die Blogosphäre EUCH weiter verfolgt. Inklusive Google und den Mainstream-Medien. Don’t think it’s over.

    … oder die Kritik an relativierenden Kommentaren zeigen allerdings, dass ich mit meinem Bauchgefühl nicht ganz daneben lag.

    Der (inzwischen wohl überarbeitete) Artikel bei Tagesschau.de griff laut seinem Autor Fiete Stegers einen ähnlichen Tenor auf

    Dem weniger blogaffinen Teil unseres Publikums sollte vor allem die schnelle Weiterverbreitung in der Blogosphäre dargestellt werden.

    … wobei aber auch fraglos problematisch ist, dass auf tagesschau.de Jochen Bäumel (ehemaliger ARD-Korrespondent) recht unwidersprochen PR für die eigene Organisation machen darf (Bäumel ist bei Transparency International (Vorstand). Genau wie Dr. Thomas Leif übrigens (Beirat), der sich sonst so gerne gegen PR-Tätigkeiten von Journalisten/im Journalismus engagiert …). Anyway: Da geht es nun einfach um Lufthoheit, mitnichten um Tranparenz.

    Kein Wunder, dass mancher Kommentarschreiber beim Don “alte Seilschaften” wittert.

    Aber wie gesagt, mir ging es gar nicht um Gut und Böse im Einzelfall (wir müssen nicht diskutieren, wer sich hier gerade massiv in die Nesseln setzt), sondern um das Phänomen der Rudelbildung.

    Beim Don kommt nun allerdings noch das Moment dazu, dass er sein Blog (und Medienkontakte) wieder einmal gezielt als Plattform für eine Kampagne einsetzt. Finde ich problematisch, Hajo Friedrichs und so, ist aber sein gutes Recht.

    jo
    28.03.2006, 19:51 Uhr, #
  3. “Das Problem: Blogger schreiben nicht selten völlig subjektiv (which is gut) und kümmern sich kaum um juristische Konsequenzen (which is not so gut) ihrer Veröffentlichungen (”Ist doch nur mein privates Blog!”)”

    Ist denn heutzutage ueberhaupt etwas nicht subjektiv angehaucht? Alles was wir vorgesetzt bekommen ist definitiv die Meinung des Verfassers, der wiederum versucht seine Gedanken an sein “Rudel” weiterzugeben. Ausserdem zwinge ich niemanden meine aufgeschriebenen Gedanken zu lesen. Wer kommt der kommt, wer nicht kommt .. dann halt nicht.

    Scherbe
    28.03.2006, 22:43 Uhr, #
  4. Scherbe: Ganz so einfach sollte man es sich hier nicht machen. Was die Filterung nach Relevanz und Nachrichtenwert in den etablierten Medien betrifft, kann man durchaus halbwegs nachvollziehbare Kriterien aufstellen (Und sei es nur der Wunsch nach Quote/Auflage).

    Auch soll klassische Berichterstattung der reinen Lehre nach frei von subjektiven Einflüßen bzw. Meinungen sein. Dafür gibt es den Kommentar oder die Bild-Zeitung.

    Zur Veröffentlichung bestimmte Nachrichten und Informationen in Wort und Bild sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

    An einen Blogger, der seine Meinung(!) zu einem Thema oder über Dinge aus seinem Umfeld schreibt, würde ich diese Ansprüche gar nicht erst richten. Soll er (bzw. hier Moni) doch bitte subjektiv schreiben, ist doch grundsätzlich erstmal wunderbar (Ein bisschen aufpassen, dass man nachher nicht einen mit der Abmahnkeule übergebraten bekommt, sollte man hingegen schon …).

    Ein bisschen anders schaut es imo aber aus, wenn Blogger Journalismus betreiben (Belarus-Video z.B., ohne Steffen oder Jan Michael kritisieren zu wollen) oder “Enthüllungen” Dritter einfach durchleiten bzw. skandalisieren. Da entwickelt sich schnell eine Dynamik (und wohl auch Potential eine solche Dynamik zu instrumentalisieren), mit der wir noch viel Spaß haben werden ,(

    Jörg-Olaf Schäfers
    28.03.2006, 23:36 Uhr, #
  5. Eine differenzierte Betrachtung ist nur dann machbar wenn die andere Seite sich auch zu Wort meldet. Wenn diese schweigt bzw. Pressemeldungen wieder zurückzieht und selbst bei der Tagesschau nur unzureichendes Gelabere von sich gibt bleibt nur die eine Seite der Medaille – wenn man auch die andere Seite gerne natürlich zu Wort kommen lassen würde, aber wer nicht will der hat schon. Insofern mag zwar ein Bruchteil der Postings ein “Draufhauen” sein, aber es ist keineswegs so dass man nicht versucht hätte Kontakt aufzunehmen.
    Und natürlich sollte man bedenken, dass ein Anwalt generell immer die Interessen seiner Mandanten vertritt – löblich ist es natürlich dennoch, wenn man so schnell und kompetent Unterstützung bekommt. Ich wüßte jetzt auf Anhieb in meiner Stadt nun keinen Anwalt, der sich im Medienrecht kompetent auskennen würde…
    Ah ja – zur Rudelbildung: Ich denke, Blogger reagieren da besonders empfindlich wenn es um die Redefreiheit geht, weil solche Fälle dazu benutzt werden können um dann nette Abmahnungen zu schicken – ähm, Heise-Urteil und Reaktionen darauf anyone? Wegen jedem eventuell kritisch ausgelegt werdendem Posting ein Abmahnung befürchten zu müssten ist ja nun nicht gerade das, was man möchte oder? Insofern finde ich die reflexartige Rudelbildung nicht verkehrt beweist sie immerhin, dass es trotz der unterschiedlichen Meinungen eine gemeinsame Basis in der Blogosphäre gibt.
    Mag sein, dass der nächste Fall etwas differenzierter betrachtet werden kann. TI-D schweigt aber lieber anstatt was zu sagen, es ist noch nicht mal sicher ob die Abmahnung jetzt wirksam wird oder nicht und darüber noch nicht mal die Betreffende selbst zu informieren – tut mir Leid, mein Mitleid ist begrenzt.
    Ad Astra

    Prospero
    29.03.2006, 02:23 Uhr, #
  6. Irgendwie alles nur begrenzt spannend, bzw. die uffzigste Iteration eines bekannten Problems mit dem Internet. Da können halt sehr viele Leute in annähernd Echtzeit kommunizieren, und dann verselbständigen sich die Sachen einfach. Der Inhalt ist dabei letztlich nur sekundär, das war auch schon immer so. Vor xyz Jahren (gefühlte 40) war ja dieses “Netz gegen Kinderporno” ganz groß,das hatte jeder auf seiner Homepage, jeder hatte was dazu zu sagen und natürlich eine Meinung (“Schwanz ab”, “Um die zu kriegen ist jedes Mittel recht”). Sicher mit den besten Absichten, und sicher muss man das auch gar nicht differenziert betrachten (da hinkt das Beispiel dann auch). Es ist halt so: Massenphänomene gibt es seit lange vor dem Internet. Wieso “die Blogosphäre” offensichtlich geglaubt hat, dass sie da nach all den Jahren angenehmer, bunter und schöner ist als alles vorher dagewesene, überrascht mich schon ein wenig. Sturm im Wasserglas.

    Tim
    29.03.2006, 03:21 Uhr, #
  7. Wobei auch die “alten” Medien in Sachen Wirtschafts- und Sozialpolitik mit einer sehr subjektiv gefärbten Brille durch die Welt laufen.

    Markus Tödter
    29.03.2006, 09:39 Uhr, #
  8. Einige Anmerkungen: 1.) haben sich viele Blogger gegen die Art und weise, wie Transparancy vorgeht ausgesprochen – meist auch mit Verweis darauf, dass esunerhblich sei, ob die Bloggerin Recht hat oder nicht
    2.) Üben Blogger öffentliche Kontrolle, wie es klassische Medien eben nicht immer tun.
    3.) hatten Verbände, Unternehmen, Parteien bisher andere und vor allem mehr Möglichkeiten, Themen zu bestimmen in der Öffentlichkeit als der kleine Mann. Das ist nun anders. Ob Blogger-Themen interessanter sind als die in klassischen Medien, sei mal angesichts “Lotta in Love”- und ähnlichen Berichten dahingestellt.

    4.) Was Udo Vetter angeht: Soll er nichts machen? Kein Mandat annehmen, oder in seinem Blog so tun, als mache er nichts, nur, um keine PR zu machen? Wäre das ehrlich?

    5.) Was die andere Seite angeht: das haben wir in der PR schon gelernt, dass man bisweilen durch Nichtssagen Stories zerstören kann, weil der Reporter eben die Gegenseite anhören muss.

    6.) Wenn Kommunikation jetzt über Anwälte geregelt wird, ist das das Ende der Meinungsfreiheit.

    7.) werden Falschmeldungen in der Blogosphere in der Regel schneller und nachhaltiger korrigiert als zum Beispiel in Print. Da passiert es entweder gar nicht oder aber in einer anderen Ausgabe klein auf Seite 15.

    Thomas Wanhoff
    29.03.2006, 11:00 Uhr, #
  9. Bei “Blogs & Rudelbildung” hatte ich eigentlich etwas anderes erwartet. Ich finde eher die “Lokalen – Rudel” interessant. Es gibt bei den Bloggern einen immer stärkeren Hang zu Netzwerken auf der Ebene persönlicher Bekanntheit und Lokalpatriotismus – Berlin, Hamburg, München, Köln: Was eigentlich dem Medium widerspricht. Dann gibt es auch noch, die bekannten Links-Rechts Rudel, in Deutschland immer noch ein wichtiges Kriterium.

    Luc
    29.03.2006, 13:47 Uhr, #
  10. Prospero: Um den Fall “TI vs. Moni” geht es mir eigentlich nur am Rande. Allein schon, weil da die Sachlage recht übersichtlich zu sein scheint, die Reaktionen damit auch nachvollziehbar sind.

    Daher würde Don zunächst auch durchaus zustimmen, was seinen Beitrag an der Blogbar betrifft. Allerdings beleuchtet er dort nur einen Teilaspekt und lässt ein paar Dinge geschickt unter den Tisch fallen.

    Die Reaktionen stehen nämlich offenbar nicht zwingend in sinniger Relation zum auslösender Ereignis, sondern entwickeln, beschleunigt durch systemimmanente Techniken wie Trackbacks und Technorati, mitunter eine Dynamik, die sich von der anderer Medien signifikant unterscheidet.

    Thomas Wanhoff:

    ad 2) Das mit der öffentliche Kontrolle durch Blogger ist z.B. einer der Punkte, die man mal kritisch hinterfragen und beobachten sollte.

    Meine These: Die Gefahr, dass auch Unschuldige unter die Räder kommen, weil ein Blogger etwas vorschnell mit einer Veröffentlichung war oder sich gar hat instrumentalisieren lassen, ist auch im deutschsprachigen Raum in den letzten Monaten enorm gestiegen.

    Es ist gerade nicht mehr die kleine Kuschelgruppe besonnener Menschen, die sich selbst reguliert (Wenn sie es denn je war).

    ad 2/3) Wir haben es – auch was die Möglichkeit zur Themensetzung betrifft, welche angesichts der weitgehend(?) unkontrollierbaren(?) Dynamik der Blogosphäre auch nochmal eine Sache ist, die zu hinterfragen wäre – grob mit 4 Problemfeldern zu tun. Ohne Wertung, nur die basalen Phänomene:

    • Ein A-Lister übersieht etwas, schätzt eine Situation falsch ein (“schnell gebloggt”) oder lässt sich gar instrumentalisieren.
    • A-Lister wissen um die vermeintliche “Medienmacht” ihrer Blogs/Kontakte und Community und nutzen sie gezielt für Kampagnen. So eindeutig die Situation im Fall “Moni vs. TI” zu sein scheint, was Don & die/seine DCT’ler gerade veranstalten, ist nicht ganz ohne.
    • Neben den Veröffentlichung der A-Lister, die – auch wenn sie es nicht wollen oder sie gar ablehnen – schon jetzt eine Verantwortung für das haben, was sie schreiben, weil es eben schneller “explodieren” kann, gibt es da draussen noch ein paar zehntausend “Stino-Blogger”, die mit einem Flügelschlag eine Lawine auslösen können.
    • Die angesprochene “Rudelbildung”, die bei obigen drei Auslösern wie ein Katalysator / Beschleuniger wirkt.

    ad 4) Udo Vetter macht nichts falsch. Allenfalls die Rolle, in der ihn manche sehen, könnte für einige zum Problem werden. Ist aber eigentlich immer der Fall, wenn Menschen sich einen persönlichen Experten mit genehmer Positionierung suchen und auf seinen den Aussagen eigene Realitäten aufbauen.

    ad 5) Und durch Nichtfragen kann man Stories machen. Frage ist, bei welcher Form von Blogs welche (moralische) Verpflichtung besteht.

    Wenn Moni über ihre Bekannte schreibt, ist eine subjektive Darstellung meiner Meinung nach völlig legitim. Wenn man als Newsblog Nachrichten macht, die zudem noch von erkennbarer Brisanz sind, sollte man etwas vorsichtiger sein.

    ad 6) Ist aber leider längst Teil der Realität. Gefällt mir auch nicht, ist aber etwas, womit man sich als “Amateur” auseinandersetzen muss.

    ad 7) Glaube ich nicht. Dazu müsste man mal die Reichweiten der einzelnen Wellen untersuchen. Alte Binse: Die erste Welle kommt am weitesten, anschließende Relativierungen und Richtigstellungen ebben früher ab. Oder deutlicher: Ein bisschen Scheisse bleibt immer hängen. Daraus erwächst Verantwortung, auch für Blogger.

    Zudem sollte man auch bedenken, dass es sich nur recht wenige zeitlich erlauben können sich derat umfassend mit Blogs zu beschäftigen, wie wir es tun. Was dann draussen ankommt, ist noch eine andere Geschichte.

    Jörg-Olaf Schäfers
    29.03.2006, 14:27 Uhr, #
  11. Luc: Wäre “Meute” besser gewesen? Mob wollte ich eigentlich wg. der negativen Konnotierung vermeiden ,)

    Die “lokalen Rudel”, die nicht einmal “lokal” sein müssen,* trotzdem aber gewissenhaft ihren ideologischen Jägerzaun pflegen, sind auch interessant, kommen aber erst auf der nächsten oder übernächsten Ebene (siehe oben). Die empörten Rudel, die ich hier meinte, sind weit diffuser, vielleicht wie Flashmobs.

    *Ich hatte da mal das Bild von den global villages, kleine Gemeinschaften, in die sich Gruppen mit gleichen Neigungen & Ansichten zurückziehen (und wenn mal wieder Schützenfest ist, prügelt man auf das Nachbarvillage ein …):

    “Inzwischen werden die “global villages” (nach Marshall McLuhan, hier aber im Plural) im Internet offenbar Realitaet, leider und ganz im Gegensatz zur Telepolis von Florian Roetzer.” (2002/2003, zur Diskussion um Internetfilter)

    Jörg-Olaf Schäfers
    29.03.2006, 14:59 Uhr, #
  12. Vielleicht lernt ja die Blogosphäre auch was draus?

    Matthias Schlecker
    29.03.2006, 15:35 Uhr, #
  13. Komm, Jo, scheissen oder runter vom Topf. Ich kann Dir garantieren, dass ich in diesem Fall genauer recherchiere als im normalen Beruf und aufpasse, dass ich bei der Wahrheit bleibe. Ich denke, das begreifen die Leute, und deshalb lesen und verlinken sie es. Wenn Du Zweifel an meiner Integrität hast, dann führe das bitte an Beispielen aus und mach nicht den Bäumel mit diffusen Behauptungen.

    Es ist ja nicht so, dass ich überall rummaile, dass man auf mich verlinken möge. Ich tue das, was ich als Journalist als meine Aufgabe ansehe. Ich berichte. Ich drucke auch Stellungnahmen der Gegenseite ab. 1:1. Ich frage an, rede mit Kontaktleuten, und jeder kann sich ein eigenes Bild machen. Dass ich eine Meinung habe und die äussere, ist mein gutes Recht, als Journalist und als Blogger.

    Und es ist ok, solange es deutlich und nicht hinterfotzig daherkommt, wie da oben bei Dir. Zumal das nicht “meine DCTler” sind, die meisten Leser von rebellmarkt haben mit DCT nie was zu tun gehabt.

    Don Alphonso
    29.03.2006, 15:55 Uhr, #
  14. @Jörg-Olaf Schäfers:

    Ich nehme mal an, dass der “relativierende” Kommentar, den du angesprochen hattest, meiner war. Danke für die Schützenhilfe, deswegen – DonAlphons zensiert seine Kommentarthreads, deswegen konnte ich keine Stellung mehr nehmen.

    Ich hatte gerade die Idee zu einem BlogWatchBlog – Ein Watchblog für Blogs. Wäre vielleicht was, worüber sich nachzudenken lohnen würde.

    Liest hier jemand mit, der an so einem Projekt interessiert wäre?

    Simon
    29.03.2006, 16:22 Uhr, #
  15. Ach Don, wir müssen das wirklich nicht auf der persönlichen Ebene austragen, oder?

    Ich zweifle nicht an deiner Integrität (die ist hier auch sekundär), sondern weise lediglich auf eine Beobachtung hin.*

    Dabei geht es auch weniger um den konkreten Fall “TI vs. Moni”, sondern darum, dass du als A-Lister deutlich – von mir aus auch: gut recherchiert – Partei ergreifst (und dabei Backup von alten DCT’lern/Bekannten bekommst). Einer von 4 Punkten oben.

    Nicht mehr, nicht weniger, kaum diffus.

    Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was daran an hinterfotzig oder ein Angriff gewesen sein soll. Ist ja zunächst dein gutes Recht, wie du selber schreibst.

    Gern nochmal: Es geht nicht nur um “TI vs. Moni” und deine Rolle in dieser Geschichte, es geht um eine Entwicklung, von der du an der Blogbar nur einen Teilaspekt herausarbeitest (Den Text habe ich übrigens auch erst gestern Abend gelesen – falls sich wer über die thematischen Überschneidungen wundern sollte).

    *Eine weitere Beobachtung wäre, dass einige der alten A-Lister Themen in letzter Zeit schneller durchreichen. Die wäre aber tatsächlich diffus, weil ich sie nicht absichern kann.

    Jörg-Olaf Schäfers
    29.03.2006, 16:40 Uhr, #
  16. Kleiner Hinweis: “Simon Prima” habe ich gestern nach einem hübsch nervigen Kommentar bei mir gelöscht, seitdem ist er wohl etwas sauer und hat auch schon in einem Kommentar im Lawblog laut über eine Abmahnung an meine Adresse nachgedacht.

    Wer mit solchen Gestalten ein Watchblog machen möchte: Bitteschön. Mein Beileid.

    Don Alphonso
    29.03.2006, 16:41 Uhr, #
  17. “Beim Don kommt nun allerdings noch das Moment dazu, dass er sein Blog (und Medienkontakte) wieder einmal gezielt als Plattform für eine Kampagne einsetzt.”

    Das, mit Verlaub, nenne ich hinterfotzig. Als wäre ich ein dauernder Kampagnenschmierer. Und wenn das nicht persönlich ist, dann weiss ich nicht, was es sonst sein soll. Ich schreibe über ein Thema. Das allein ist noch kein gezieltes Einsetzen für eine Kampagne. Und wie Du an den bisher erschienen Medien-Beiträgen siehst, sind die Autoren samt und sonders nicht meine Kumpels und auch nicht von mir informiert.

    Don Alphonso
    29.03.2006, 16:47 Uhr, #
  18. @Don:

    Nein – Eigentlich hast du nicht mich gelöscht, du hast einen Kommentar gelöscht. Ich hatte dir ja schon geschrieben, was ich davon halte, wenn jemand sich so lautstark über Meinungsfreiheit ereifert, dann selbst aber vorbehaltlos zensiert.

    Übrigens – Ich finde, du solltest auch mal über die Möglichkeit einer Abmahnung an deine Adresse nachdenken. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich über das Gewürm aus den schmierigeren Ecken des Internets wirklich aufregen können. Andere vielleicht aber schon.

    Simon
    29.03.2006, 16:52 Uhr, #
  19. Angebliche Jurastudenten sollten wissen, was Zensur ist, und was der Gegensatz zum Löschen eines Trollkommentars ist. Und Abmahnungen sind als investigativer Journalist mein täglich Brot, also mach Dich nicht weiter lächerlich.

    Don Alphonso
    29.03.2006, 17:21 Uhr, #
  20. “Die Zensur im Internet bezeichnet Verfahren von Staaten, Institutionen, Unternehmen und einzelnen Personen, im Internet publizierte Inhalte zu kontrollieren, zu unterdrücken oder im eigenen Sinn zu steuern. (…) Die Zensur im Internet unterscheidet sich damit nicht grundsätzlich von der Zensur anderer Medien.”

    (Quelle
    )

    Simon
    29.03.2006, 17:45 Uhr, #
  21. Don: Zu der Aussage, dass du dein Blog als Plattform einsetzt und Kontakte nutzt, stehe ich.

    Es ist auch nicht das erste Mal, dass du mehr als deutlich Partei ergreifst – inkl. Ankündigung “hübsche Beiträge für internationale Zeitungen” verfassen zu wollen – und es wird auch nicht das letzte Mal sein.

    Ob du dabei moralisch im Recht bist, wäre Hajo Friedrichs, den ich im nächsten – von dir nun nicht zitierten – Satz oben verlinkt habe, egal gewesen.

    Genau das ist der Punkt, konkret ein Beispiel in einem von 4 Problemfeldern, nichts anderes.

    –snip–

    Kurz zur Klärung, ich habe gerade nachgesehen: Tatsächlich bezog ich mich auf die Reaktionen auf einen Kommentar von Simon, allerdings auf einen, der nicht gelöscht wurde.

    Siehe dazu übrigens auch Webfraeulein:

    Auch mir ist aufgefallen (ich kann es nun im Einzelnen nicht belegen, weil der Wust an Informationen allein hier bei Don doch mittlerweile ganz schön gewachsen ist), dass inzwischen zumindest vereinzelt die Kritik ein bisschen undifferenziert geworden ist und mehr in ein allgemeines Halali ausartet. Eventuell war es das, was “simon prima” mit “Pauschalkritik” meinte.

    Nochmal: Es geht um die Art und Weise der Reaktionen bzw. sich herausbildende Mechanismen, nicht um persönliche Kritik. Mir zumindest.

    jo (Office)
    29.03.2006, 18:19 Uhr, #
  22. Simon: Die Diskussion, ob Moderation in Blogs mit Zensur gleichzusetzen ist, führt uns hier nicht weiter.

    Wer erwartet, im Kommentarbereich eines Blogs die Möglichkeit grundsätzlich und demokratisch seine Meinung verkünden zu können, wird irgendwann immer Probleme zu bekommen.

    Nicht, dass ich eine Meinungsbereinigung nach Lust und Laune des Hausherren gutheiße, aber es handelt sich letztendlich halt um sein Wohnzimmer.

    Da helfen dann auch keine Definitionen, die, was das Netz betrifft, fast immer problematisch sind. Übrigens auch, weil sie den klassischen Zensurbegriff als Vorzensur durch den Staat verwässern.

    jo (Office)
    29.03.2006, 18:34 Uhr, #
  23. Was ich ja auf den Tod nicht abkann sind Leute, die aus dem Kontext gerissen zitieren und damit Aussagen verfälschen. Da steht, dass ich, wenn ich auf meine Meinungsäusserungen hin von TI solche Anwaltsschreiben bekommen würde (was ich nicht bekommen habe), in meine Arbeit miteinfliessen lassen würde.

    Was sagt Hajo denn zu Leuten, die sich Zitate hinbiegen?

    Don Alphonso
    29.03.2006, 19:00 Uhr, #
  24. Don, es wird albern. Die Stelle, auf die ich mich beziehe, ist eindeutig. Sie gehört zu deinem Standardrepertoire.

    jo (Office)
    29.03.2006, 19:07 Uhr, #
  25. Manueller Trackback

    […]
    Der Batzlog Podcats für Woche vom 27.03.2006:

    Das Batz berichtet live aus dem Blogkrieg als Embedded Journalist

    -Sondermeldung: Abmahnistan erklärt den Krieg
    –-Special mit Schaltungen zu Korrespondenten im Krisengebiet
    –-und Experteninterviews.[…]

    http://www.nochetwassalz.de/batzlog/2006/03/29/batzlog-podcast-7-kriegsbericht/

    Batz
    29.03.2006, 19:56 Uhr, #
  26. Mir ist schon klar, dass Zensur im Allgemeinen die Unterdrückung von Information von hoheitlicher Seite ist. Ich wollte nur klarstellen, dass ich das Wort nicht falsch verwendet habe – So wie DonAlphonso das behauptet hat.

    Ich weiß, dass Kommentarlöschungen in Blogs etwas völlig gängiges, teilweise sogar rechtlich notwendiges sind. Ich stehe auch selbst nicht drauf, wenn Menschen in mein Blog kommen, um mir dort auf die Nerven zu gehen.
    Das war hier nur gar nicht der Fall, hast du ja selbst gelesen.

    Don hat einen fairen Streit der Meinungen einfach unterbunden – Oder wohl eher selbstherrlich im eigenen Sinn entschieden. Das mag, wie du richtig sagst, nicht unbedingt eine Frage von Zensur sein. Aber wohl eine Frage von Fairness.

    Außerdem hat es natürlich eine komische Note, wenn Don ausgerechnet in einer Diskussion über Meinungsfreiheit anfängt, fremde Meinungen in seinem Machtbereich gezielt zu unterdrücken.

    Simon
    29.03.2006, 21:10 Uhr, #
  27. Aber sind Diskussionen wie diese nicht auch schon wieder fast ein Gegenbeweis gegen die ‘Anschuldigung’ im Text? Im Gegensatz zu zB tageschau.de (Erst beschuldigen, dann selbst in Bezug auf das Beschuldigte überführt werden, anschließend stillschweigend abändern-pure Scheinheiligkeit) wird es in der ‘Blogosphäre’ (Gott, wie ich dieses Wort hasse) immer auch Gegenstimmen geben. Der Fall ‘Moni’ gegen TI war noch sehr offensichtlich imo, bei der nächsten Welle kann das schon ganz anders aussehen. Und dann wird sich die deutsche Blogwelt, die sich damit beschäftigt, vielleicht gegenseitig zerfleischen-zumindest aber rege diskutieren.

    Ich denke, gerade die hier angesprochene Eigendynamik lässt auch eine raschere Korrektur zu-falls nötig. Sollte man nicht unterschätzen.
    Ob und falls ja, wie sich das so äußern wird, lässt sich nicht prognostizieren. Wir werden sehen.

    marcel w
    29.03.2006, 21:27 Uhr, #
  28. Danke. Endlich mal eine differenzierte Betrachungsweise. Echt erholsam unter dem ganzen Saugetreibe, was sonst so betrieben wird.

    Rena

    Rena
    29.03.2006, 22:00 Uhr, #
  29. @ Jörg-Olaf Schäfers:

    Huch, Du schreibst im Usenet? Noch so ein Globales Dorf. Der Begriff globales Dorf war aber ursprünglich anders gedacht, er meinte, daß die Menschen dichter Zussammenrücken. Aber eigentlich war er von Anfang an falsch und wurde auch andauernd falsch interpretiert. Nun wenn es aber zur dörflichen Gemeinschaft mit dörflichen Lynchmobs kommt, wäre das Dörfliche zwar eingelöst aber diese Art von Dörflichkeit findet ich nicht gut. Sie entspricht aber sehr dem deutschen Kulturgut.

    Interessant ist auch der vergleich Deutschland Amerika, in Amerika ist ein Blog mit leichtem Zug zu bizarrem Sex die Nummer eins. Und dann folgen sehr viele politische Blogs. Bei uns ist es eine kleine Werbefirma mit Geschichten aus dem Büroalltag.

    Luc
    29.03.2006, 22:29 Uhr, #
  30. @JO: wenn man davon ausgeht, dass die USA in sachen blogs 1-3 jahre weiter ist, als der deutschsprachige raum, müssten sich nicht die rudelphänomene mit all ihren negativen auswirkungen dort bereits bemerkbar machen? wenn nein, worin unterscheidet sich die deutsche szene?

    BTW: nicht jede sau die ins dorf geschmissen wird, wird auch von den bloggern zum treiben angenommen. mario dolzers spammails zur abmahnung von heise sind am wochenende ebenso versandet wie der gravenreutsche protestaufruf.

    dogfood
    29.03.2006, 23:07 Uhr, #
  31. eigentlich halt ich mich ja mit kommentaren in blogs zurück aber das thema find ich interessant.

    stichwort subjektivität, gerade den hier anwesenden/lesenden journalisten sollte bewußt sein, dass jede nachricht bis sie bei dem endnutzer angekommen ist, eine ganze reihe von subjektiven einflüsen unterliegt.
    das fängt bei den reportern der argenturen an und hört beim redigieren auf. schritte die in einen blog entweder nicht vorhanden sind(quellen erster hand) oder der blogger steht am ende der nahrungskette.
    der unterschied zu den kommerziellen medien ist doch nur der, dass ich bei einen blog davon ausgehe das der post eine meinung ist, bei dem klassischen medien nimmt man dies aber kaum wahr.

    also sind im endeffekt die blogger doch ehrlicher als die kommerziellen medien!?

    grüße der poldy

    poldy
    29.03.2006, 23:16 Uhr, #
  32. @ poldy

    Hallo, ich finde Du hat sowas von Recht. Die Subjektivität ist gerade das Wichtigste bei den Blogs. Und ist eben nicht so verlogen, weil der Leser vornherein von Subjektivität ausgeht, während Subjektivität bei den herkömmlichen Medien unterschwellig daherkommt oft nur aus Auslassung besteht. Wenn man bei Google News die Berichte vergleicht die aus einer Meldung gestrickt kann man das gut nachvollziehen. Man sieht aber auch, daß die herkömmlichen Medien noch redundanter sind als Blogs. Wenn einen Nachrichten Ticker verfolgt ist das meiste schon gelaufen bevor es getippt ist. Was man dann, eine Stunde danach will sind zusätzliche Informationen und Meinungen. Zusätzliche Informationen und Meinungen sind aber schneller durch Blogs zu bekommen als durch herkömmliche Medien. Nur ganz wenige haben überhaupt eine Online Redaktion die da etwas bietet. Wenn etwas kommt, dann oft erst Tage später. Wobei hier die herkömmlichen Medien einen Vorteil haben denn ein guter Kommentar von einem Fachmann oder ein interessantes Interview ist auch eine Frage des Geldes und der Prominenz des Mediums. Nur das kommt auch immer meist sehr spät, während Blogs direkt beim Meinungsbildungsprozess beteiligt sind. Leider nutzen es aber noch zu wenige, weil es ist auch nicht so leicht für den Normalnutzer sich in dem Gestrüpp der Blogwelt zurechtzufinden.

    Luc
    30.03.2006, 12:23 Uhr, #
  33. marcel: Klingt nun merkwürdig, aber wir haben hier selten besonders viele, in der Regel aber sehr sachliche Kommentare. Wäre also nicht unbedingt ein Gegenbeweis.

    Luc: Ja, ich bin im Usenet aufgewachsen. Gestern schon mit Kaik kurz diskutiert, der ja auch “aus dem Usenet” kommt: Sicher gab es im Usenet auch Flamewars & Rants und u.ä..

    Aber eigentlich nie in der Heftigkeit und mit der Geschwindigkeit bei der Ausbreitung, wie man es immer öfter in der Blogosphäre beobachten kann.

    Liegt meiner Meinung nach a) an der Technik im Hintergrund und b) an der breiteren Masse im Vordergrund, der sie nutzt.

    Der Plural den ich McLuhan Dörfern damals reingewürgt habe, war Absicht. Und ich finde, man sieht das auch bei Blogs schön, wenn zu einem Thema in 3 oder 4 A-Blogs parallel, aber oft mit völlig anderem Ergebnis diskutiert wird. Da sucht sich halt jeder sein village/seine Peergroup, wo er am wenigsten Gegenwind hat.

    Dogfood: Das ist eine gute Frage, die ich mir auch gestellt habe (Daher fast überall die Eingrenzung auf deutschsprachige Blogs). Leider kenne ich die US-Szene aber nicht gut genug, um sie beantworten zu können.

    Vielleicht handelt es sich tatsächlich um ein deutsches Phänomen? Vielleicht analog zu den Usenet-Blockwarten im .de-Usenet, die es in dieser Form/Masse in englischsprachigen Gruppen auch nicht gibt?

    Zu Dolzer und Gravenreuth: Vielleicht, weil da kein A-Lister mitspielen wollte? Weil Heise glaubwürdiger scheint als ein Dialer-Schubser?

    Nochmal Luc: Ich finde Subjektivität in Blogs grundsätzlich völlig ok.

    Nur sollte man – gerade als A-Lister – auch bedenken (im Sinne von Veranwortung), dass (einzelne) Blogs inzwischen tatsächlich Einfluß auf die Meinungsbildung haben.

    Jörg-Olaf Schäfers
    30.03.2006, 15:30 Uhr, #
  34. marcel: Klingt nun merkwürdig, aber wir haben hier selten besonders viele, in der Regel aber sehr sachliche Kommentare.

    Olaf, du hast recht, aber die hier (ff) können wir uns gerade mal nicht verkneifen ;-)

    Dirk Schürjohann
    30.03.2006, 16:34 Uhr, #
  35. Dirk: Das war nur ein Test ,)

    Ich wollte mal wissen, wie das ist, wenn man wie der Popkulturjunkie oder Herr Shhhh von hunderte Fans überrannt wird …

    Jörg-Olaf Schäfers
    30.03.2006, 17:34 Uhr, #
  36. Olaf, hätten wir eine Klatschspalte, könnten wir richtig wilde Sachen machen und würden ganz bestimmt von Fans überrannt!

    Thomas, ..

    Dirk Schürjohann
    30.03.2006, 18:37 Uhr, #
  37. Nun ja. Ich würde das etwas gelassener sehen: Der Eindruck, daß es wochenlang kein anderes Thema gab, trügt. Die meisten Blogs haben sich kaum mit diesem Thema befaßt, dafür ging es in einigen wenigen heftig zur Sache. Nur hindert Dich und mich ja niemand daran, solche Blasen einfach zu ignorieren, wenn sie zu heftig sind.

    Ich vermute übrinx, daß sich die übermäßige Aufmerksamkeit durch heftiges Verlinken irnkwann legen wird, wenn Google seine Algorithmen anpaßt. Der “Vorteil”, den Blogs momentan an dieser Stelle haben, wird sich geben.

    Das etwas weniger überhitzte Klima im Usenet hat IMO hauptsächlich damit zu tun, daß sich Newsgroups an Themen ausrichten, während es bei Blogs meist Personen sind. Egotrips sind so schwerer möglich.

    stralau
    30.03.2006, 18:44 Uhr, #
  38. Stralau: Medienrauschen ist ja quasi per Definition schon ein Metablog und damit den Blasen verpflichtet.

    Ich fand es persönlich auch eher unspannend, 2 Tage später nochmal wiederzukäuen was passiert ist, wer wo wann und warum abgemahnt oder nicht abgemahnt wurde, bzw. Moni als 327. Blogger Solidarität und Spendenfreudigkeit zu versichern (Falls gewünscht, hole ich es hiermit nach!).*

    Soll heißen, mich interessiert eher die Entstehung von Blasen, nicht unbedingt die einzelnen Themen. Die werden ja wirklich schon erschöpfend behandelt.

    *Nachtrag: Ich lese gerade bei Udo Vetter, dass sich das Thema nach einem Brief von TI an Moni erledigt hat.

    Transparency International Deutschland hat meiner Mandantin Monika S. ein Schreiben geschickt. Der Inhalt ist zufriedenstellend.

    Monika S. betrachtet die juristische Auseinandersetzung deshalb als erledigt.

    Danke auch im Namen meines Sparschweins, dass nun keine vorzeitige Schlachtung mehr fürchten muss.

    jo
    30.03.2006, 19:00 Uhr, #
  39. Meine Meinung zu diesem Artikel ist da nachzulesen:

    http://www.das-netzbuch.de/article/2503/rudel-und-skandal

    Ursprünglich hatte ich eigentlich nicht vor, mich zu dieser m.E. sehr durchsichtigen Form von A-Bogger-Bashing zu äußern, aber da ich da

    http://fx3.org/blog/2006/03/31/von-rudeln-und-reaktionen/

    inzwischen lesen musste, dass ein solches Schweigen offenbar als Zustimmung gewertet wird, sage ich halt doch mal, wie ich das hier wahrnehme.

    Iris
    31.03.2006, 16:10 Uhr, #
  40. Immer dieses deutsche Genörgel, die Angst vor der eigenen Courage.

    Du schreibst:
    “In Zusammenhang mit fehlender – oder auch nur fehlerhafter bzw. unvollständiger – Recherche, nicht selten Unwissen, was journalistische/publizistische Do’s und Dont’s angeht, vielleicht noch der ein oder anderen Dramatisierung* – und nicht zuletzt der sichtlichen Freude der Blogosphäre an Enthüllungen und Skandalen, entwickelt so mancher Blogeintrag schnell eine unkontrollierbare Eigendynamik.”

    Na und?

    Lass mich mal ganz dumm zurückfragen: Sind dir “kontrollierte” Dynamiken, also Kampagnen wie sie zum Beispiel die Bildzeitung gerne reitet?

    Eine Eigendynamik ist für mich ein Gütesiegel. Die Blogosphäre ist kein Kommando-Netzwerk bei denen die A-Blogger zwingend ihre Themen für die Fußsoldaten der B und C-Blogger vorgeben können. Jede Meldung, jeder Blog-Eintrag, steht unter Kontrolle der “Peer-Group”. Es gibt auch genausoviele Themen vom Don oder dem Spreeblick die nicht auf Resonanz stießen und wegen Irrelevanz versandet sind.

    Tyler Durden
    31.03.2006, 16:36 Uhr, #
  41. Iris: Unter das-netzbuch findest du auch eine kurze Stellungnahme, warum deine Vorwürfe m.E. ins Leere gehen.

    Tyler Durden: Es ist kein Genörgel, sondern ein launischer Versuch einer Bestandsaufnahme.

    So sympathisch ich unkontrollierte Dynamiken finde, so problematisch könnten sich die Eigenarten dieses Medium auswirken – McLuhan und Postman hatten ähnliche Befürchtungen bei anderen Medien, die zum Teil eingetreten sind. Sie haben die Phänomene nur sorgfältiger beschrieben. Ok, McLuhan zumindest ,)

    Jörg-Olaf Schäfers
    31.03.2006, 18:35 Uhr, #
  42. Ich stimme dem Artikel einfach ‘mal ohne großes Gelaber zu (nicht schwer, er drückt das gut aus, was ich mir seit Tagen denke).

    DemonDeLuxe
    31.03.2006, 19:06 Uhr, #
  43. anhand der masse der kommentare sieht man recht deutlich, wie ‘heiß’ dieses thema ist. und wie schwierig es im einzelnen zu bewerten ist.

    nur ums mal klarzustellen: auf 90% des täglichen inforauschens könnte man bei genauer betrachtung die attribute
    - subjektiv formuliert
    - haldwahr/halbgar
    - unreflektiert
    niederfallen lassen. manchmal nur mit böser absicht so einzuschätzen, oft trifft aber auch alles zusammen und eimerweise zu. so isses, schon seit jahren, auch vor den blogs. und oft kann man es gar nicht vermeiden.

    die blogger bzw. das ganze internet schaffen eine demokratisierung des informationsflusses, die mit all seinen schattenseiten insgesamt begrüßenswert ist.

    und zum thema rudelbildung: wo es bis vor ein paar jahren noch GAR KEINE möglichkeit einer großflächigen abstimmung/hilfesuche/kräftebündelung gab, ist jetzt eine dynamische kultur entstanden, die mächtig genug ist, um sich den respekt von großen unternehmen/organisationen zu erkämpfen. und das ist bitter nötig.

    blogger erzählen geschichten. manche stimmen, manche nicht. die aufregenden werden weitererzählt.

    und eventuell auch rudelweise kommentiert.

    uli
    31.03.2006, 19:16 Uhr, #
  44. DDL: Danke.

    uli: Im Prinzip volle Zustimmung. Auch was die grundsätzliche Notwendigkeit von Vernetzung betrifft. Wenn wir nun noch aufpassen, dass uns das Netz nicht überholt, wird alles gut.

    Jörg-Olaf Schäfers
    31.03.2006, 19:32 Uhr, #
  45. Fällt ein privates Weblog nicht unter das Recht der Meinungsfreiheit ?

    Elke
    19.03.2007, 15:30 Uhr, #
  46. ß íè ðàçó â æèçíè íå âäóìûâàëàñü â ñàìûå ðàçíûå ñâåðõúåñòåñòâåííûå ñëó÷àè, îñîáåííî êîãäà êòî-òî èç “ïîñâÿùåííûõ” ëþäåé ïûòàëñÿ ðàññêàçàòü, ÷òî íà ìîþ ñóäüáó íàâåäåíî êàêîå-íèáóäü ñèëüíîå çàêëÿòèå èëè ïîð÷à. Òåì íå ìåíåå áóêâàëüíî ìåñÿö íàçàä âû âäâîåì ñ ïîäðóãîé ðåøèëè ðàäè èíòåðåñà íàâåäàòüñÿ ê âåùóíüå. Ìåíÿ, ñîáñòâåííîãî ãîâîðÿ îïðàâèëè ê áàáêå ïðîñòî òàê. Íàâåðíîå – ïîäóìàëà ÿ – ïðèøëà ìîÿ î÷åðåäü ïðèîòêðûòü çàíàâåñ íà ñâîþ ñóäüáó.
    Êîãäà ìû ïðèøëè ê ãàäàëêå, áàáóøêà ìãíîâåííî ïîäîøëà êî ìíå ñ òàêèìè íåâåñåëûìè ñëîâàìè: “Îé, äî÷åíüêà, íå ñóæäåíî ïðîæèòü òåáå áîëåå ìåñÿöà íà ýòîì ñâåòå…”. Ïîíÿòíîå äåëî êðîìå ïðîñòîé óëûáêè ó ìåíÿ ó ìåíÿ ýòî óâåðåíèå íå ñìîãëî âûçâàòü. Òåì íå ìåíåå áàáóøêà ïðîäîëæèëà ñâîé ðàññêàç: “Íàêîëäîâàëè íà òåáÿ, ðîäèìàÿ
    ñàìîå óæàñíîå ïðîêëÿòüå – äóøà òâîÿ óæå ïî ïðàâäå îäíîé íîãîé íå íà ýòîé ñòîðîíå… è ðîä ñâîé òû íå ìîæåøü ïðîäîëæèòü ïî ýòîé æå ïðè÷èíå…”. Âðà÷è ìíå óæå ïî÷òè 3 ãîäà òîìó íàçàä ñêàçàëè î òîì, ÷òî ÿ áåñïëîäíà, íî êàê æå îòêóäà áàáóøêà-ãàäàëêà ñìîãëà óçíàòü î ìîåì ñîñòîÿíèè – âñå-òàêè ÿ ñòàðàëàñü äåðæàòü ýòî â ñòðîæàéøåé òàéíå è íè êîìó, íè ìàìå, íè ïàïå, íè äðóçüÿì íå ðàññêàçàëà î ñâîåé ïðîáëåìå.
    Ïîòîì îíà âçÿëà êàêóþ-òî êíèãó Âóäó, ðàñêðûëà å¸ è ñîâåðøèëà ñòðàííûé äëÿ ìåíÿ ðèòóàë. Ïîñëå ýòîãî ïîñìîòðåëà íà íàñ è ïðîèçíåñëà, ÷òî ïî ïðèíÿòîé òðàäèöèè æåëàòåëüíî ïðèíåñòè æåðòâîïðèíîøåíèå. ß åäâà óñëûøàâ î æåðòâîïðèíîøåíèè, ðåøèëà áûñòðî çàâåðøèòü ýòîò ðèòóàë è ìû ñ ìîåé ïîäðóãîé óøëè, íå îêîí÷èâ äèàëîãà.
    Áîëüøå íè÷åãî îïðåäåë¸ííîãî áàáêà-ãàäàëêà íå íå ðàññêàçàëà ïðî ìîþ ñóäüáó – êàê äóìàåòå, íåîáõîäèìî ëè ìíå ïðèíèìàòü ýòî âñå áëèçêî ê ñåðäöó?

    iterLeveRurne
    12.02.2009, 12:07 Uhr, #
  47. Tja, das Leben kann so einfach sein, mann muss nur glück haben.

    Cracker
    16.07.2009, 17:51 Uhr, #
  48. Óçíàé îá èìåíè ïðàâäó ! Ëþáûå èìåíà åñòü íà ýòîì ñàéòå!!

    Âñ¸ÎáÈìåíè
    27.07.2009, 01:18 Uhr, #
  49. Ñëîâà è àêêîðäû ïåñåí áèîãðàôèè è ôîòîãðàôèè îãðîìíûé àðõèâ ñëîâ ïåñåí

    ðàçâëå÷åíèÿ
    28.07.2009, 15:41 Uhr, #

Kommentar verfassen

Bitte an die Netiquette halten. Name und E-Mail sind Pflichtangaben,
E-Mail wird nicht veröffentlicht

Autor Jörg-Olaf Schäfers

Datum 28.03.2006, 17:58

Tags ,

Share  auf Facebook teilen via twitter teilen auf delicious.com speichern

medienrauschen.de ist eine Veröffentlichung der medienrauschen UG (haftungsbeschränkt), medienrauschen.com
2004-2010, Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte der einzelnen Einträge liegen bei den jeweiligen Autoren.
Datenschutzrichtlinien. Weitere Informationen: Medienrauschen, Archiv, Impressum, Kontakt