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Blauer Brief für ARD & ZDF?

Das ist laut der Netzeitung kaum noch zu vermeiden. Der Grund ist die mangelnde Transparenz bei der Verwendung der öffentlich-rechtlichen Gebühren. Dabei wurde die EU-Unterschung durch eine Beschwerde des Privatsenderverbands VPRT eingeleitet, die der Meinung sind, dass ARD und ZDF zu unrecht die Einnahmen aus der Gebührenerhebung für die Gestaltung des Online-Angebots verwenden und damit die Privatwirtschaft benachteiligen.

Als nächstes sollen beide Anstalten mit den vorgeworfenen Punkten konfrontiert werden.

[...] Falls beide Anstalten keine “ausreichenden Vorschläge” machten, wäre die Einleitung eines EU-Vertragsverletzungsverfahrens gegen die Bundesrepublik kaum noch zu vermeiden. [...]

Eventuell wäre eine Unterschung recht heilsam. Dann könnten wir, also die GEZ-Zahler, endlich darüber erfahren, was die, also die GEZ-Einnehmer, mit unserem Geld machen. Das Geschrei ist ja schon riesen groß und das obwohl es schon Hilfsaktionen gibt. Brot für die GEZ zum Beispiel. Telepolis macht auch mit.

via heise newsticker, Telepolis und Netzeitung

Trackbacks

  1. Georg Berg's Notizen
    26.02.2005, 00:23 Uhr

Kommentare

  1. Nun, wenn wir GEZ-Zahler das wirklich wissen wollten, könnten wir einfach in die Rechenschaftsberichte der Sender schauen. Die sind zum Teil online verfügbar und – überraschenderweise – recht ausführlich.

    Ein bisschen kompakter sind die Berichte der KEF (Kommission zur Ermittlung des
    Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten). Der aktuelle 14. Bericht (2.3MB, PDF) kommt auf nur 341 Seiten, die kann man schonmal entspannt morgens in der S-Bahn durchblättern. Dort steht bereits mehr drin, als man eigentlich wissen möchte.
    Iirc auch zu den Netzangeboten der ÖRs.

    Nunja, beim VPRT geht es halt um Politik, weniger um Informationen. Kann man nicht einmal verdenken, nun, wo der Kuchen mal wieder kleiner wird. Speziell diese Internetgeschichte, wo es ja bereits einige Entscheidungen gibt.

    Letztendlich ist es aber doch eine Grundsatzfrage: Wenn wir das Internet (Welches genau?) als neues Leitmedium begreifen, müsste man auch den Rundfunkbegriff bzw. den Funktionsauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender erweitern.

    Und zu dieser unsäglichen Aktion “Brot für die GEZ”. Die ist – mit Verlaub – nun wirklich mehr als peinlich.

    Ich bin nun nicht gerade als guter Christ bekannt, aber gerade auf Kosten von Menschen, die nicht einmal ihr “täglich Brot” bekommen, solche inhaltsleeren Späßchen zu machen, finde ich schon ziemlich daneben.

    Auf sonstigen Inhalt oder gar sowas wie eine inhaltliche Auseinandersetzung hat man bezeichnender Weise auch gleich verzichtet. Sind eigentlich schon Werbebanner auf der Seite?

    Halten wir es mit den Fantastischen 4:
    “Kein Applaus für Scheisse.”

    Joerg-Olaf Schaefers
    13.12.2004, 14:30 Uhr, #
  2. Es ist immer wieder interessant, dass überall der kleine aber feine Nachtrag weggelassen wird, dass die GEZ Gebühr für PC’s mit Internet-Anschluss nur dann erhoben wird, sofern keine anderen GEZ-pflichtigen Geräte im Haushalt sind. Und wie oft mag das wohl vorkommen?

    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/51982

    Matze
    13.12.2004, 15:58 Uhr, #
  3. Grundsätzlich wird es vor allem ein Problem für Betriebe, wo es tatsächlich keine Rundfunkgeräte gibt, wohl aber vernetzte PCs.

    Es gibt aber auch zuhnemend mehr Privathaushalte, wo Fernseher abgeschafft werden. Oftmal nicht wirklich, aber “TV-Verzicht” ist ja durchaus im Trend. Es gibt durchaus Menschen, die ihren Fernseher abschaffen (oder dies zumindest der GEZ melden, bzw. auch vorher schon nicht gezahlt haben), weil ja “nur noch Mist kommt”, und sich lieber im Netz amüsieren (lassen).

    Es mag sich hier um einen vergleichsweise kleinen Teil der Bevölkerung handeln, er ist aber erstaunlich laut. Wir nehmen diesen Teil der Diskussion sicher auch ein wenig verzerrt wahr. Menschen, die sich lieber eigenständig aus dem Netz informieren, sind da oftmals selber recht aktiv.

    Letztendlich ist das aber nunmal eine Möglichkeit, die leider nicht jeder ohne weiteres hat. Der Erfolg der Tagesschau beruht ja nicht zuletzt darauf, dass sie die wichtigsten Informationen in 15 Minuten zusammenfasst. Um auf eine vergleichbare Informationsdichte zu kommen, muss man schon eine Menge Blogs lesen/filtern/verstehen/einsortieren können.

    Joerg-Olaf Schaefers
    13.12.2004, 17:05 Uhr, #
  4. Ich bin bekennender Nicht-Fernseher und Nicht-Radiohörer ich bin “erstaunlich laut”. Einfacher Grund: Selbst wenn ich wollte, die Herren und Damen ÖR bieten mir im Netz keine umfassende Grundversorgung an, sodass ich ein Zahlen dafür nicht einsehen möchte. Beispiel Tagesschau: Binnen 15 Minuten wird 3 Minuten im Netz ausgeblendet – es ist der Sport. Da wird ein Logo eingeblendet, die ARD hat keine Netznutzungsrechte erworben. Wieso also sollte ich das querfinanzieren? Mein potenzielles Grundinformationsbedürfnis mit Bewegtbildern ist hier nicht gedeckt, ergo gibt es auch keine legitime (nicht legale) Grundlage.

    Fritz Wepper
    13.12.2004, 20:07 Uhr, #
  5. Oh, meines auch nicht, dafür schaue ich wohl auch zu seltsame Sportarten. Sinn des ö-r Rundfunks ist es aber auch nicht jeden zufrieden zu stellen, sondern jeden zumindest ein bisschen.

    Und das schaffen sie dann doch recht gut, finde ich. Zumindest im Vergleich zu ihren kommerziellen Mitbewerbern, die ganze Programmsparten ignorieren (dürfen).

    Und genau dafür zahlen wir halt eine Pauschale. Auch die, die nicht schauen. Für mich ist es ja eher eine “Solidarabgabe Medienkompetenz”. Wenn man schaut, was in den “Anti-GEZ”-Foren tlw. abgeht, ist die auch bitter nötig.

    Nein, ich bin kein Fan der GEZ, wirklich nicht. Aber das ö-r Rundfunksystem dahinter macht grundsätzlich schon Sinn.

    Joerg-Olaf Schaefers
    13.12.2004, 20:39 Uhr, #
  6. Fakt ist, dass das ganze in den Medien (vor allem der Bild) extrem dramatisiert wurde als wäre das ein riesen Keulenschlag für jeden.

    Übrigens zahlen Unternehmen nur einmal pro Gebäude, nicht für jeden PC ;-)

    Matze
    14.12.2004, 15:57 Uhr, #
  7. Und wie wird der zu zahlende Betrag errechnet? Groeße des Gebaeudes oder Anzahl der Arbeitsplaetze? ;)

    Igor Schwarzmann
    14.12.2004, 16:11 Uhr, #
  8. soweit ich mich erinnern kann war das eine feste Summe pro Gebäude…
    DA bin ich aber net gaaaanz sicher *g*

    Matze
    14.12.2004, 20:07 Uhr, #

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Autor Igor Schwarzmann

Datum 13.12.2004, 14:09

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