“20 Millionen Redakteure gesucht!”, steht da ganz groß auf der Titelseite von Deutschlands erster, einziger und – nun – bester reinen Internet-Zeitung. Der Netzeitung.
20 Millionen Redakteure für eine ganz großartige neue (*räusper*) Idee: Eine Readers Edition der Netzeitung. Bedeutet eigentlich trotz schicken Namens nichts Anderes als das hippste, was Medienhäuser heute neben Blogs – manchmal auch mit ihnen – so eröffnen können: user generated content. Yeah, das rockt!
Und ist schließlich “Web 2.0″, wie man immer so hört.
Das “Bürger-Blog-Projekt” soll Ende Mai gelauncht werden, und eine “Zeitung vom Volk” werden. Versucht Opinio ja schon. Und Neon. Und jetzt.de. Und Qype. Und … Ok, ok.
“Nutzer generierte Inhalte” sind hipp. Weil sie viele Vorteile vereinen: a) Sie sind grundsätzlich einmal kostenlos zu erhalten. b) stärken sie die Bindung des Konsumenten zur Marke. Und c) sind sie nicht nur klasse Suchemaschinenfutter sondern unter Umständen sogar Multiplikatoren (“Da, schau mal, ich habe einen Artikel in der Netzeitung geschrieben …“).
Nein, die Netzeitung zählt grundsätzlich einmal zu den Guten. Irgendwie. Die wollen nur spielen. Und wenn das eigene Korrespondentennetz schon nicht reicht und man immer von Anderen abschreiben vorschreiben lassen muss, dann sind die Nutzer natürlich die besten zusätzlichen Quellen.
Mal sehen, was das wird. Und ob Inhalte daraus dann auch auf N24 oder in diversen Teletexten privater Fernsehsender wiederzufinden sind …
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Kommentare
Stimmt, an Letzteres habe ich noch gar nicht gedacht :) Nein, mal ernsthaft. Nutzergenerierter Content ist das eine – aber eine wirklich gute, sinnvolle und offene Plattform zu bieten, das andere. Letztlich entscheiden alle gemeinsam, ob so etwas funktioniert oder nicht (Opinio und Shortnews sind gute Beispiele für beide Seiten der Medaille). Wenn’s nicht funktioniert, bleiben Leser und Schreiber einfach weg. Wenn jemand zum Beispiel nur profitieren will, ohne viel zu geben. Aber wenn es funktioniert, kann das Internet mit den vielen neuen Angeboten nur gewinnen.
19.05.2006, 08:50 Uhr, #
Was bitte ist den nun eigentlich “Web 2.0″???
19.05.2006, 09:19 Uhr, #
Thomas, dieser Artikel beschreibt es recht ausführlich: webthreads.de: Was ist Web 2.0?
19.05.2006, 10:29 Uhr, #
Ach, und Tomas Caspers kann es sogar in einem Satz ausdrücken:
19.05.2006, 10:33 Uhr, #
Ich hab’s mir schon gedacht.
“Alter Wein in neuen Schläuchen”
Danke für die Erklärungen :)
19.05.2006, 12:41 Uhr, #
Tim Berners-Lee sagt ja auch, das Web sei jetzt endlich so, wie er es sich immer vorgestellt hat :)
19.05.2006, 13:24 Uhr, #
Also ich hab mich eingetragen. Peter, hast Du das registriert? :)
19.05.2006, 13:26 Uhr, #
Peter: Ich glaube, Bernes-Lee hat das irgendwie anders gemeint.
Verdammt, ich sollte endlich das Tape mit dem Kai Kraus-Interview aus dem HNF-Archiv suchen ,)
“Ich kann meine Website gleichberechtigt neben der von Coca-Cola stellen …”
19.05.2006, 21:48 Uhr, #
Ich find’s gut, wenn man mit eigenen Artikeln ohne großen technischen Aufwand möglichst viele Leser/innen erreicht. Danke, Netzeitung!
20.05.2006, 20:52 Uhr, #