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Prognose falsch – StudiVz verharrt im Wachkoma …

In fünf Stunden stirbt StudiVz.

Oder?
Es scheint, als müsse wannstirbtstudivz.com seine Prognose ändern, denn laut aktuellen IVW Zahlen hat StudiVz seinen Absturz etwas gemildert – liegt im Wachkoma, quasi.

Laut aktueller Statista-Grafik, die auf IVW Basis berut, kann StudiVz den Abwärtstrend aktuell etwas stoppen, stirbt nicht mehr in 5 Stunden, sondern rund 13 Monaten – irgendwann im Juni 2013.

Zäh, die Holzbrincker ;-)



MySpace versucht den Neustart

“We’re hard at work building the new Myspace, entirely from scratch.” – mit diesen Worten und einem Video verkündet MySpace seinen Neustart. Das Netzwerk, einstmals Nummer 1 der Social Networks, ist seit Juni 2011 im Besitz der Specific Media, die das strauchelnde Netzwerk von News Corp. übernommen hatte.
Offenkundig hat der neue Besitzer massiv investiert. Ein erster Erfolg konnte man bereits Anfang 2012 vermelden: So war es gelungen den Abwärtstrend der Nutzerzahlen aufzuhalten und zu stabilisieren. Etwas, dass dem deutschen StudiVZ bisher nicht gelungen ist.

Nun versucht MySpace den Neustart – und was Specific Media da im Video zeigt, ist vor allem auf technologischem Level durchaus beeindruckend und “schick”. “But pretty things don’t win”, schreibt Techcrunch. Tatsächlich stellt sich die Frage, ob es ausreicht gute Technologie an den Start zu schieben. Trotz überlegener Features und einem besseren Datenschutz-System kann Google+ nach über einem Jahr noch immer nicht auf Community-Basis überzeugen. MySpace hat allerdings bereits einen großen Inhalte-Vorteil: Hinter Specific Media steht eine Gruppe, der u.a. Justin Timberlake angehört. Mit den richtigen Beziehungen ins Musik-Business könnte MySpace durchaus einen Appeal zurück gewinnen und ausbauen, der Nutzer zurück zum Netzwerk zieht.

Für einen Preview registrieren kann man sich seit heute Nacht unter new.myspace.com, und selbst, wenn das Netz aktuell lacht – MySpace hat es in den letzten Monaten durchaus geschafft, sich als veritables Nischennetzwerk zu etablieren; diese Nische könnte man mit einem guten, der jungen Zielgruppe der iPod-Nutzer gerechten, Design durchaus stärker beleben …



Zack und Weg: VZ-Netzwerke gehen an Investor

Ausverkauf im End-Sommer: Seit Monaten wird über die Zukunft der VZ-Gruppe spekuliert. Nun geht es recht fix: Obwohl Eigner Holtzbrinck in den letzten Monaten den Plan auf Eis gelegt hatte, die kriselnden Netzwerke verkaufen zu wollen – jetzt ist Schluss.
studiVZ, meinVZ und schuelerVZ gehen an die Investmentgesellschaft Vert Capital Corp.

Den Deal haben beide Firmen nicht nur angekündigt, sondern bereits durchgeführt. Über den Preis der drei Netzwerke wurde Stillschweigen vereinbart – ohne Verluste wird Holtzbrinck aber wahrscheinlich nicht auf dem Abenteuer gekommen sein. Auch wenn man schuelerVz weiter nutzen darf, wie es heisst – und was auch immer es bedeutet.

Vert Capital hat mit den VZ-Netzwerken einiges vor. Das Unternehmen, welches nach eigenen Angaben eine Vielzahl von digitalen Angeboten betreibt und im Bereich Social Media weiter wachsen will, plant, den Funktionsumfang für die Nutzer zu erweitern und die Netzwerke auszubauen.

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hatte die StudiVZ-Gruppe im Mai 2009 übernommen. Damals war ebenfalls Stillschweigen über den Preis vereinbart worden, Experten gehen jedoch von einer Kaufsumme von ca. 100 Mio. Euro aus. Seitdem Einstieg von Facebook in Europa lässt das Netzwerk sowohl um Innovationskraft als auch Reichweite vermissen.



Der Ein-Netzwerk-Mensch

Regelmäßig zeigt die ARD/ZDF Onlinestudie auf, wie das deutsche Webvolk in der breiten Masse tickt. Die repräsentative Studie verortet dabei seit einigen Jahren nicht nur die pure Zahl der Online in Deutschland, sondern beschäftigt sich auch mit Aspekten des Online-Lebens und -Konsums.

Wie bereits im Vorjahr geht die Studie auch 2012 vor allem auf die Nutzung von Communitys bei Onlinern ein.

Demnach gilt für 2012:
Das Interesse an privaten Communitys hingegen ist 2012 ungebrochen hoch. Sie haben sich längst im deutschen Internetmarkt etabliert [...]. 22,88 Millionen Erwachsene ab 14 Jahren besitzen ein Profil in einem privaten Netzwerk, das sind rund 43 Prozent der Onliner. Nach einem Zuwachs von 2,5 Millionen von 2010 auf 2011 fällt die Steigerung mit 1,4 Millionen von 2011 auf 2012 – auf hohem Niveau – geringer aus.
Die Nutzer fokussieren sich dabei zunehmend auf nur eine Mitgliedschaft: 58 Prozent beschränken sich 2012 auf die Mitgliedschaft in einer privaten Community, aber noch unterhält immerhin knapp ein Drittel (31%) zwei Profile. Drei und mehr Profile besitzen nur 11 Prozent der Communitynutzer. In den Vorjahren war der Hang zu mehreren Profilen ausgeprägter (drei und mehr Profile 2010: 24%, 2011: 14%).

Von einer “Social Media Müdigkeit” kann übrigens keine Rede sein. Der Studie nach steigt die Aktivität in den Netzwerken weiter. Gegenüber 2011 gaben mehr Nutzer an, täglich aktiv zu sein (2011: 55%, 2012: 59%). Dabei hat sich vor allem der Altersbereich der Teens bei den Aktivitäten gesteigert (+22%), aber auch Twens (+5), ältere Gruppen werden hingegen im einstelligen Prozentbereich inaktiver.

Wie bereits 2011 ist “Community” bei den meisten Nutzern heute durchaus gleichbedeutend mit “Facebook”. Wie bereits die IVW Zahlen ahnen lassen, rangieren die deutschen Netzwerke mit weitem Abstand hinter dem Social Network-Riesen. Insgesamt 81 Prozent der Nutzer vereint Facebook unter den Onlinern ab 14 Jahren bei sich (19,77 Mio. Nutzer), auf Platz zwei kommt werkennt-wen mit 3,56 Millionen, studiVZ mit 2,54 Millionen, meinVZ mit 1,55 Millionen und schülerVZ mit 1,42 Millionen Nutzern ab 14 Jahren.

Stark zunehmend ist auch die mobile Nutzung des Internets. Von den mobilen Nutzern greifen immerhin 42% von unterwegs auf Facebook zu.

Die Hauptnutzungszeit von Communitys ist am späten Nachmittag und in den Abendstunden zu verzeichnen: 64 Prozent der Communitynutzer nutzen in der Zeit von 18 Uhr bis Mitternacht ihre Plattform aktiv durch Lesen oder Posten von Beiträgen, dies entspricht der Hauptnutzungszeit der Onliner insgesamt. Am Nachmittag nutzt immerhin jeder dritte Communitynutzer Facebook & Co – häufig zur Überbrückung zwischendurch, zum Beispiel an der Uni oder im Bus. Am Morgen, am Vormittag und in den Mittagsstunden sind es jeweils etwa 15 Prozent.

Ebenso interessant: Die Kommunikation One-to-One nimmt laut Studie zunehmend ab, während das agieren im (halb-)öffentlichen Raum (aka Community) zunimmt.

Beim Echtzeitkommunikationsdienst Twitter klaffen zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Nutzung weiter Welten. Laut Studie nutzen nur 4 Prozent der deutschen Onliner ab 14 Jahren den Dienst, was hochgerechnet rund 2 Millionen Nutzer sind. Trotz eines satten Plus von 0,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr ist Twitter noch immer eher ein Social Media-Zwerg.

Weblogs bleiben bei ca. 7 Prozent der Nutzung. Das ist gegenüber dem Vorjahr konstant. Laut Studie nutzten die meisten Onliner Blogs passiv, nur rund die Hälfte der aktiven Blog-Nutzer bloggen auch selbst. Differenziert muss hier jedoch die Nutzung gesehen werden – so dürften vor allem professionalisierte Blogs weiterhin wesentlich mehr Leser aufweisen, als das sie Leser aktiv als “Blog” einstufen.

Insgesamt bleibt das “Social Web” ausserhalb von Communitys wie Facebook weitgehend passiv. Gepostet, kommentiert und diskutiert wird vorwiegend innerhalb der geschlossenen Systeme. Nur 8 Prozent aller Onliner sind überhaupt noch offen für Beteiligung ausserhalb der Plattformen, 57 Prozent verweigern sich kategorisch. Schon bei den ab 30-Jährigen beginnt der Generationenabriss: Die Mehrheit der 30- bis 39-Jährigen interessiert sich schlichtweg nicht für aktive Beteiligung im Netz. Dies bestätigt Befunde der vergangenen Jahre, wonach nur ein sehr geringer Teil der Nutzer user-generated Content für eine passive Mehrheit zur Verfügung stellt.

Ausführlich gibt es die Studie hier als PDF.



„Wir nutzen das aktuelle Jahr, um einen Befreiungsschlag für VZ umzusetzen“

Die Vz-Gruppe um StudiVz, SchuelerVz und MeinVz erfindet sich neu.
Das hat das zur Holzbrinck-Gruppe gehörende Netzwerk heute verkündet. Mit neuer Strategie, neuem Design und neuem Namen soll der Abwärtstrend bei Reichweite und Nutzerzahlen aufgehalten werden.

Zentrale Rolle bei der Neuerfindung der eigenen Netzwerke soll dabei das Netzwerk spielen, das als einziges noch einigermaßen funktioniert: SchuelerVz. Aufgrund seiner spezifischen, spitzen Zielgruppe hat SchuelerVz innerhalb der Gruppe am wenigsten Nutzer an Facebook verloren.
SchuelerVZ soll im Laufe des vierten Quartals 2012 neben einem Relaunch auch einen neuen Namen erhalten und Nutzer künftig als IDpool.de anlocken. Kern der Plattform soll neben dem gegenseitigen Austausch das “perspektivisch über mehrere Stufen” ausgebaute “edukative Angebot” sein, wie es in der Vz-Meldung heisst.

„Wir nutzen das aktuelle Jahr, um einen Befreiungsschlag für VZ umzusetzen“, erklärt Stefanie Waehlert, CEO der VZ-Netzwerke. Aktuell prüfe man für MeinVZ und StudiVZ “im Zuge der Fokussierung [...] neue Optionen”.



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